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Effzeh-U21 vergibt Sieg gegen den „kleinen“ Sobiech

Die U21 des 1. FC Köln hat den ersten Sieg in der neuen Regionalliga-Saison verpasst. Im zweiten Heimspiel verspielten die Geissböcke eine 3:1-Führung und mussten sich mit einem am Ende sogar noch glücklichen 3:3 (2:1) gegen den TV Herkenrath zufrieden geben.

Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Marc L. Merten

Es war ein zumindest indirektes Familientreffen zwischen Lasse Sobiech, dem Profi des 1. FC Köln auf der Tribüne im Franz-Kremer-Stadion, und seinem Bruder Joran, Innenverteidiger des TV Herkenrath. Der sieben Jahre jüngere und sechs Zentimeter kürzere Bruder ließ sich auf dem Rasen nichts gefallen und lieferte sich unter anderem mit FC-Routinier Lukas Nottbeck ein heftiges Wortgefecht. Am Ende saß der junge Sobiech jedoch verletzt draußen, als seine Kollegen das Spiel gegen den FC fast noch drehten.

Ausgangslage

Trainer Markus Daun hatte eine Mannschaft ohne Profi-Unterstützung aufgeboten. Chris Führich hat sich für den FC entschieden und wird vornehmlich bei der U21 bleiben. Tim Handwerker steht vor dem Abschied aus Köln (mehr dazu hier). Yann Aurel Bisseck und Nikolas Nartey trainierten am Samstag bei den Profis mit. So griff Daun auf die Spieler zurück, die er zuletzt im Training zur Verfügung hatte. Nach dem Unentschieden im ersten Spiel bei Kaan-Marienborn und der Niederlage gegen Bonn forderte der FC-Coach den ersten Sieg der Saison. Am Ende musste er froh sein, dass es zu einem Punkt langte.

Die wichtigsten Szenen

Die erste Halbzeit begann auf beiden vorsichtig, bis der FC die ersten Fehler machte. Herkenrath bestrafte sie sofort. Freistoß Herkenrath in der 17. Minute aus knapp 30 Metern: Der Schuss flog hüfthoch in den Strafraum, ein Pingpong-Spiel mit mehreren Richtungswechsel, bis der Ball Lars Lokotsch vor die Füße fiel. Mit dem ersten Versuch schoss er noch einen Mitspieler an. Mit dem zweiten tunnelte er Jan-Christoph Bartels im FC-Tor und der Ball rollte über die Linie. Der FC zunächst geschockt, doch anschließend besser. Marius Laux glich nach einer Ecke per Kopf aus (29.). Dann war es Nottbeck, der kurz vor der Pause sogar die Führung für den Effzeh besorgte. Einen Schuss aus der zweiten Reihe lenkte er im Strafraum mit feinem Füßchen ins lange Eck zum 2:1.

Doch Trainer Markus Daun wollte von seiner Mannschaft mehr sehen. In der 51. Spielminute trat Nottbeck zum Freistoß an. Der Schuss des Defensivspielers aus knapp 22 Metern ging zwar nur in die Mauer, doch Adrian Szöke reagierte schnell, nahm den Abpraller mit und versenkte den Ball im langen Eck. Es war die zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung für den Effzeh – doch es war noch lange nicht das Ende des Spiels. Nach 67 Minuten fiel der Anschlusstreffer unter freundlicher Mithilfe von FC-Keeper Bartels. Suheyel Najar hatte aus 18 Metern abgezogen. Bartels stand zu mittig, sodass er den Ball nicht mehr aus dem kurzen Eck bekam. Dem 2:3 folgte nur sieben Minuten später der Ausgleich. Diesmal war es Hamza Salman, der gleich mehrere verlorene Kölner Zweikämpfe ausnutzte und den Ball für Bartels unhaltbar im Netz versenkte. Nur zwei Minuten später musste Bartels einen Fehler von Laux ausbügeln, um den Rückstand zu verhindern. Der FC nun von der Rolle, die Defensive löchrig, die Offensive unauffällig – und in der 88. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Sven Sonnenberg auch noch dezimiert und in Unterzahl. Die Daun-Elf musste zittern, um zumindest diesen Punkt zu sichern. Am Ende stand ein für die Geissböcke ärgerliches und unnötiges 3:3, das eigentlich der erste Sieg hätte werden sollen.

Aufstellung

Bartels – Rittmüller, Sonnenberg, Kölmel, Laux – Nesseler, Nottbeck – Maurer, Führich, Szöke – Prokoph

Tore

0:1 Lokotsch (17.)
1:1 Laux (29.)
2:1 Nottbeck (42.)
3:1 Szöke (51.)
3:2 Najar (67.)
3:3 Salman (75.)

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