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Fehlender Tiefgang: Das war gut, das war schlecht

Offensiv zu wenig für den Sieg

Das war schlecht

Gegen Union verschlief der Effzeh die Anfangsviertelstunde. Anfang forderte immer wieder symbolisch die breite Brust seines Teams, doch die Gäste hatten sich gut auf die Kölner eingestellt. Zwingende Chancen erspielte sich Berlin zwar nicht. Doch eben dies war auch das große Problem der Geissböcke. Das Team von Trainer Anfang kam erst nach rund 20 Minuten besser ins Spiel. Das lag auch daran, dass Union FC-Abwehrchef Rafael Czichos komplett zustellte und ihn so am Spielaufbau hinderte. Mit 77 Ballkontakten und 68 gespielten Pässen war der Ex-Kieler nicht der gewünschte Faktor im Kölner Spiel. Stattdessen lief fast alles über Lasse Sobiech. Der Spielaufbau zählt allerdings nicht zu den Stärken des Abwehr-Hünen, der trotz seiner 116 Ballkontakte und 99 gespielter Pässe kaum Akzente setzen konnte. Anfang betonte zwar, dass sie damit „gerechnet hatten“ und deswegen mit Louis Schaub „einen Linksfuß auf die rechte Offensivseite“ stellten, der dann „immer wieder ins Zentrum ziehen“ konnte, um das „Spiel zu verlagern.“ Doch der Plan ging nur teilweise auf.

Schaub war zwar der auffälligste Kölner Spieler, doch in der Offensive blieb er auch der Einzige. Dominick Drexler und Niklas Hauptmann gelang nur wenig, Christian Clemens konnte nur in der ersten Halbzeit glänzen. Nach der Pause wurde Köln aus dem Spiel heraus kaum mehr gefährlich. „Der Plan ist im letzten Drittel zielstrebiger und konsequenter zu spielen“, sagte Anfang am Dienstag. „Das haben wir gegen Berlin nicht gut gemacht.“ So kam auch Mittelstürmer Jhon Cordoba nur zu einer echten Chance, die Union-Keeper Gikiewicz glänzend vereitelte. Ansonsten fehlte dem FC die nötige Tiefe im Spiel. „Wir haben die Bälle in die Schnittstellen nicht gut gespielt und nicht genug Druck auf die Abwehrkette bekommen, um für Gefahr in der Box zu sorgen“, fasste Anfang zusammen.

So geht es weiter

Für den 1. FC Köln könnte die Terminplanung nun gelegen kommen. Vier Punkte aus zwei Spielen sind kein schlechtes Zeugnis. Nun steht als nächstes die erste DFB-Pokalrunde gegen den BFC Dynamo auf dem Spielplan. Der FC geht als klarer Favorit in die Partie und sollte so noch einmal die Möglichkeit bekommen, nicht nur am Offensivspiel im Training zu arbeiten, sondern dies gegen einen unterklassigen Gegner auch im Ernstfall zu testen. Eine Woche später dann muss die Kölner Angriffsformation dann deutlich besser funktionieren, um im zweiten Heimspiel in der Liga gegen Erzgebirge Aue den zweiten Saisonsieg einzufahren.

5 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Es könnte sein, dass der Mannschaft (und dem Umfeld) die letzte Saison noch länger in den Kleidern hängen wird. Wie oft ist es der Mannschaft nicht gelungen, aus einem 1:0 etwas zu machen! Das wird sich erst nach und nach ändern, wenn der Erfolg sich stabilisiert. Armin Veh meint ja: Wir müssen wieder siegen lernen.

  2. Paul says:

    Ich habe nichts erkennen können, das Mut macht für eine bessere Zukunft. Union Berlin war wesentlich besser eingestellt, und das Tor von Clemens war ein Zufallsprodukt. Die Ideenlosigkeit im Angriff bzw. ungeeignete Spieler wie Zoller erinnern an die Tasmania-Saison. Spieler wie Drechsler oder Terrode mögen in der 2. Liga Erfolg haben, aber für die Bundesliga reicht es nicht. Markus Anfang hat schlecht aufgestellt und schlecht gewechselt. Warum macht er Koziello so klein? Und wieder spielen wir ohne Rechtsverteidiger, das ist auch ein Witz! Cordoba kann es nicht und wird es nie können, so wie es aussieht. So, wie er spielt, ist er 1,7 Millionen wert. Wenn wir mit diesem frühen Pressing auf Gegner mit Power-Fußball treffen, dann werden wir ein Konter-Tor nach dem anderen bekommen. Und dann natürlich noch die asozialen Schläger, die im Namen des FC morden und brandschatzen, und die 2. Mannschaft, die schon wieder im Abstiegskampf steckt!

    Wie sagte Udo Lattek selig: In Köln ist die alles super, nur die Mannschaft stört! Es ist zum Heulen!

    • K. says:

      Lieber Paul, ich hoffe, dass sie nicht in eine tiefe Depression fallen.
      Es war sicher nicht alles gut, aber so schlecht wie sie die Situation beschreiben sehe ich es nicht. Eine rosarote Brille hilft sicher nicht weiter, aber ihre tiefschwarze Brille macht auch keinen Sinn.
      MfG

    • Rainer Steenblock says:

      Ich finde den Kommentar von Paul sehr zutreffend
      Wir haben mit Cordoba – Terod – Guirassy und Zoller 4 MS im Kader und kann mir
      leider nicht vorstellen das uns einer von denen wirklich hilft die 1.Liga sofort wieder zu erreichen,weil Terod beim Fc nicht so recht klar Kommt, Guirassy fast nur verletzt ist, Cordoba nie ein Torjäger wird,und Zoller der in den 4 Jahren seid er beim FC ist gerade mal 11 Tore erzielt hat und den FC auch nicht verlassen hat weil er einen sehr guten Vertrag besitzt

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