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Kommentar: Der Beweis für eine schwierige Saison

Das Unentschieden gegen Union Berlin ist für den 1. FC Köln kein Rückschlag. Auch ein haushoher Favorit kann nicht jedes Spiel gewinnen. Die Geissböcke müssen aber aus der Partie die richtigen Schlüsse ziehen. Die Zeit dazu bekommen sie jetzt.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Bochum und Berlin – zwei Teams, die für viele Experten in der diesjährigen Zweiten Liga oben mitspielen werden. Der Effzeh bekam beide Teams zum Auftakt vorgesetzt. Kein einfaches Programm zum Ligastart. Vier Punkte sind in dieser Hinsicht eine gute Ausbeute, zumal für Favoriten gilt: Gegen die vermeintlich schwächeren Teams muss man gewinnen, gegen die Topklubs darf man zumindest nicht verlieren.

Kampf gegen erwartbare Probleme

Der Effzeh hat also in Sachen Ergebnisse einen guten Start in die Saison hingelegt. In spielerischer Hinsicht kann Trainer Markus Anfang freilich nicht zufrieden sein. In beide Partien startete sein Team nur schleppend, gegen Union gelang in Hälfte zwei offensiv fast nichts. Das sind zwar die erwarteten Stockungen in einem neuen Spielsystem, das die Spieler noch nicht vollständig verinnerlicht haben. Doch sie sind auch der Beweis, was den Geissböcken in den nächsten Monaten bevorstehen wird.

Durch den DFB-Pokal haben Anfang und die FC-Profis nun eine Woche mehr Zeit, bis zum nächsten Ligaspiel an den offensichtlichen Schwächen zu arbeiten. Diese geschenkte Zeit müssen sie nutzen, denn Spiele gegen tief stehende Gegner wie die Eisernen werden in dieser Saison an der Tagesordnung sein. Auch im nächsten Ligaduell, wenn mit Erzgebirge Aue eines der schwächer einzustufenden Teams nach Köln kommt. Und diese Spiele, das ist für das Saisonziel Aufstieg unerlässlich, muss der FC gewinnen.

14 Kommentare
  1. Paul says:

    Welches System??? Das von Union Berlin???
    Wenn man so offen steht und anfällig für Konter ist, dann kann man schon den nächsten Abstieg ein planen! Die Zeichen der Zeit sind stabile Abwehr mit 2 Viererketten und schnelles Umschaltspiel.

    Ballbesitz und frühes Pressing sind von gestern! Man hat gesehen, wie Union tief gestanden hat, deshalb waren die Kölner Angriffe wirkungslos. Außerdem musste Horn oft weit abschlagen, weil Spieler wie Sobiech Angst davor haben, den Ball zu bekommen. Es ist ein typischer 2-Liga-Spieler und wird uns im Falle eines Aufstiegs nichts nützen.

    • Stefan Schmitz says:

      „…weil Spieler wie Sobiech Angst davor haben, den Ball zu bekommen. Es ist ein typischer 2-Liga-Spieler und wird uns im Falle eines Aufstiegs nichts nützen.“

      Exklusiv für unseren selbsternannten „Akademiker“ präsentiere ich hier einmal die Fakten:

      Sobiech hatte 118 Ballkontakte, spielte 100 Pässe mit einer Erfolgsquote von 94%. Absoluter Spitzenwert aller eingesetzten Spieler.

      Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

      • Ottla says:

        Das Beispiel Sobiech zeigt sehr schön, wie sich Urteile durch die Presse und Mund-zu-Mund-Propaganda in den Köpfen der Leute festsetzen und dann einfach immer wieder wiederholt werden, obwohl sie faktisch nachweislich NICHT zutreffen. Aber so wird die Welt halt übersichtlicher – „Lasse die Latte, stark in der Luft, schwach am Boden“ – „Meré der Technik-Spanier, stark am Ball und im Spielaufbau“ – so ähnlich… aber das stimmt tatsächlich so nicht. Sobiech hat gut gespielt und sein Passspiel war auch gut! – ehrlich gesagt war er besser als Czichos, der übrigens das Tor mitverschuldet… noch so ein nicht zutreffendes Vorurteil: bei Terodde heißt es, er bekommt keine Bälle, bei Cordoba heißt es, er sei nicht gefährlich… in dem Spiel gab es praktisch keine Bälle in die Tiefe – Cordoba musste ganz früh die Bälle „abholen“; das hat er viel viel besser gemacht als Terodde, der nur Vorne rumstand. Trotzdem sagen nach dem Spiel 8 von 10 „Fans“, „der Cordoba kann nix“ und „der arme Treodde kriegt keinen Ball“. Zweierlei Maß deluxe! Beide haben keine Bälle gekriegt in der Box – aber Cordoba hat super gearbeitet und geackert wie ein Blöder – Terodde stand nur rum…

  2. Max Moor says:

    Cordoba hat gut mitgespielt und kann nichts für wenn keine Bälle kommen .. der war definitiv besser als Terodde !!! Sobiech hat das auch gut gemacht und die Probleme warum es so schlecht lief sind im Mittelfeld zu suchen von Hector beginnend und die RV Risse + LV J. Horn waren so schwach !!! Die beiden Innenverteidiger machen ihre Sache gut und wenn vorne nichts passiert dann kommt sowas bei raus

    • ralf brostewitz says:

      ..stimme ich dir zu, die aussenvertediger waren schwach, bei cello kann ichs noch verstehen – er gehört da nicht hin ! so ein kompaktes MF und was kam dabei rum – sehr wenig ! was soll dann der cordoba anfangen ohne verwertbare bälle ? noch dazu für mich nicht nachvollziehbar zu hause im eigenen stadion nur mit einer spitze zu spielen !? wenn er doch mal einen hohen ball erhielt – ja zu wem soll er denn ablegen ? ich kann leider immer noch nicht das neue anfangsystem erkennen – von dominanz ganz zu schweigen ! 70 % ballbesitz ist für mich keine dominanz wenn nach vorn fast keine gefahr erzielt wird ! und so wie es union gemacht hat, werden es die meisten machen, deshalb muss die abwehr stabiler , gerade bei kontern, stehen und nach vorn muss erheblich intensiver und mit mehr intelligenz druck gemacht werden !

  3. Horst Simon says:

    Cordoba hat gekämpft. Allerdings sehe ich ihn nicht als Mittelstürmer. Dafür ist er nicht torgefährlich genug. Bei seinen letzten Vereinen hat er in der Saison nie mehr als 5 Tore geschossen. Warum sollte es jetzt anders sein? M. E. brauchen wir noch dringend einen weiteren torgefährlichen Stürmer ggf. auf leihbasis. Weiterhin hoffe ich ,dass Terodde und Drechsler bald wieder ihre Tore machen. Gerne können noch 2-3 Spieler abgegeben werden.

  4. Norbert Neuheisel says:

    Vielleicht ist der Kader doch nicht so gut, wie immer protzig behauptet wird: Bester Kader der 2. Liga. Mag sein vom Gehaltsaufkommen her. Jetzt handeln, sowohl was Zu- als auch Abgänge anbetrifft, solange es noch transfermäßig möglich ist!

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