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„Spitzenreiter“ und „Eines Tages…“ ertönen in Müngersdorf


Ob der 1. FC Köln tatsächlich nach drei Spieltagen an der Spitze der Zweiten Liga steht? Nicht nur Sportchef Armin Veh war das nach dem 3:1-Sieg über Erzgebirge Aue herzlich egal. 31 Spieltage sind noch zu spielen. Doch zumindest befindet sich der Effzeh auf einem guten Weg. Für einige Fans sogar noch in ganz andere Sphären.

Aus Müngersdorf berichten Jonas Klee und Marc L. Merten

So ganz wollte es nicht klappen. Die Fans stimmten schon den Jubel an, Stadionsprecher Michael Trippel wollte die Blitztabelle präsentieren, doch dann das: Die eingeblendete Tabelle hatte den FC-Sieg zunächst noch nicht einkalkuliert. Mit vier Punkten lagt der FC laut der Anzeigetafel noch auf Rang sechs. „Alles muss man selbst machen“, sagte Trippel gut gelaunt und rechnete vor, was einige Sekunden später dann doch als Grafik zu sehen war – die Geissböcke grüßten am Samstagnachmittag mit sieben Punkten von der Tabellenspitze.

„Spitzenreiter“ ertönte es da von den Rängen. Nach drei Spielen liegt der FC auf Kurs. Zwei Siege und ein Unentschieden waren die erhoffte Ausbeute aus dem Auftaktprogramm gegen Bochum, Union und Aue. In einer Woche geht es zum FC St. Pauli, der seine ersten beiden Saisonspiele gewinnen konnte. Dann ist Länderspielpause und für die Geissböcke die Chance, eine erste Auftaktbilanz zu ziehen und sich in der Liga auch im Kräfteverhältnis einzuordnen.

Dass Anfang auch bei der Konkurrenz ganz genau hinsieht, zeigt, dass der FC-Coach am Freitagabend beim Spiel des VfL Bochum gegen den SV Sandhausen im Stadion war. Obwohl die Geissböcke den VfL schon bezwungen haben, wollte sich Anfang deren Entwicklung unter Robin Dutt ebenso ansehen wie den SV Sandhausen, zu dem die Kölner am 21. September reisen müssen. Pauli, Paderborn, Sandhausen – so lauten die kommenden drei Spiele des FC. Das Ziel sind wieder mindestens sieben Punkte.

Am Samstag durften die FC-Spieler nach drei erfolgreichen Spielen die erste Ehrenrunde der Saison in Müngersdorf genießen. Der Großteil der 48.000 Zuschauer im RheinEnergieStadion feierte die Geissböcke für den 3:1-Sieg und wollen in den weiteren 15 Heimspielen noch viele Gründe zum Feiern haben. So stimmte die Nordkurve sogar das Lied „Eines Tages…“ an und träumte bereits wieder vom Europapokal, ehe das ganze Stadion mit einstimmte. Doch erst einmal muss „Eines Tages“ wieder die Rückkehr in die Bundesliga anstehen, ehe der FC über irgendetwas anderes nachdenken kann.

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