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TV-Gelder: So viele Millionen gehen dem FC durch die Lappen

FC verliert durch Abstieg rund 25 Mio. Euro

Der 1. FC Köln erhält in dieser Saison insgesamt 24,781 Millionen Euro aus dem Topf der TV-Gelder. Das sind rund 25 Millionen Euro weniger als in der vergangenen Saison, als der FC noch auf Rang neun der Bundesliga-Geldrangliste lag. Zwar sind die Geissböcke der Krösus der Zweiten Liga. Das tröstet am Geißbockheim aber wohl niemanden.

Köln – Wie der kicker nun errechnet hat, kassiert der 1. FC Köln mit seinen fast 25 Millionen Euro zwar über drei Millionen Euro mehr als der Zweitplatzierte (Hamburger SV mit 21,4 Mio. Euro) und sogar sieben Millionen Euro mehr als der Drittplatzierte (FC Ingolstadt mit 17,5 Mio. Euro). Doch der große Verlust durch den Abstieg ist immens.

Die Geissböcke büßten nicht nur Rang neun der Geldrangliste ein. Der FC kann auch am prozentualen Zuwachs der TV-Gelder nicht in dem Maße partizipieren, wie dies in Liga eins möglich gewesen wäre. Die Steigerung der Medienrechte beträgt 11,4 Prozent, beim Sponsoring 21,9 Prozent. In diesem Jahr kassiert der Neunte der Rangliste (Eintracht Frankfurt) aus den nationalen Erlösen insgesamt 51,594 Mio. Euro. Beim FC waren es in der vergangenen Saison noch 47,225 Mio. Euro gewesen.

Zusätzlich kassierte Köln in der vergangenen Spielzeit 2,8 Mio. Euro aus dem internationalen Vermarktungstopf. Dieses Geld gibt es in der laufenden Saison aber nicht, da der Effzeh nur zweitklassig spielt. Mehr Geld gäbe es erst wieder nach einem Aufstieg zurück in die Bundesliga – und dann auch erst anteilig mehr durch die Europa-League-Saison 2017/18. Bis dahin müssen die Geissböcke mit dem herben Verlust von über 25 Millionen Euro klar kommen und das Beste daraus machen. Große Vorteile haben die Geissböcke zumindest. Denn die Lücke zwischen den Klubs in Liga zwei ist immens.

14 Kommentare
    • Stefan Schmitz says:

      Der schreibt gerade Beschwerdebriefe an die Kicker-Redaktion.
      Er verlangt eine sofortige Korrektur auf die von ihm prognostizierte Summe von 100 Millionen. Schließlich ist er Akademiker und weiß wovon er redet…

  1. Paul says:

    Ja, alles o.k. mit mir, danke für die Fürsorge. Wieso Vorstand raus?

    Wegen den lächerlichen 50 Millionen, die wir verloren haben, weil wir unbedingt Modeste nach Fernost verkaufen wollten? Oder wegen dieser Tasmania-Saison? Oder wegen dem Supereinkauf von Cordoba für 17 Millionen?

    Nein, wir haben doch Aue besiegt, ist doch alles gut!

  2. Max Moor says:

    Köln hat mehr als 25 Mio Verlust gemacht durch den peinlichen Abstieg ! 100 Mio können schon hin kommen wenn man den Modeste Verlust mit Kalkuliert . Dazu nur wenig für Bittencourt Osako und Heinzi bekommen da wäre ohne Abstieg viele Millionen mehr und Modeste war auch ein Schnäppchen wenn ich sehe was andere Bundesliga Klubs für Millionen bekommen ! Mainz Diallo .. Kehrer … Leno … soviel Geld bekommen und holen dann Ablösefreien Stammtorwart.. und nun hat man 15 Mio ausgegeben die für Liga 2 gut sind aber für die Bundesliga braucht Köln Qualität und stärkere Spieler um nicht gleich wieder ….. die nächsten Transfers müssen Sitzen und hoffe das keine Bankdrücker geholt werden sondern Spieler die den Unterschied aus machen !!!

    • Boom77 says:

      Für den Heintzi haben wir genau so viel bekommen, wie er wert war… Mal gesehen, wie der beim SC Freiburg letzten Spieltag rumgelaufen ist?… Wie Falschgeld. Er knüpft nahtlos an seine letzte Saison bei uns an. total überschätzt war der Mann!

  3. OlliW says:

    Die nächsten Transfers….
    Ich mache mir noch keinerlei Gedanken über die! Wir haben September, Freunde! Es ist erst der dritte Spieltag gespielt. Die Truppe festigt sich, es greift langsam und man wird hoffentlich den Aufstieg schaffen. Bis dahin denkt man von Woche zu Woche. Aber im Vorgriff halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass die alle rausgeschmissen werden und wir dann die europäischen Ligen leer kaufen, um „erstligatauglich“ zu werden!

    Und noch mal. Dieses Herumgejammer über alte Zeiten und verpasste Chancen, unnötige Verkäufe und Verlust von schönem Geld….es ist eben so! Machen wir das beste draus! ich habe irgendwo gestern einen EINZIGEN Artikel gelesen, in dem es darum ging, wie viel FC und HSV trotz des Abstiegs noch einsacken, statt ein Lamenti, wie viel sie verloren haben.
    Abgesehen davon: Modeste WOLLTE weg! Wenn er gesagt hätte ich bleibe, wäre er geblieben. Vom Hof gejagt hat ihn niemand. Erst als das Stimmungsbarometer umschlug, hat er es anders dargestellt, als Schmadtke und Werle das Ding durchdrückten. Auch weil sich der Spieler allmählich zum Larry zu machen drohte und das nicht auf den Verein abfärben sollte. Klar, im Vergleich zu Cordoba und Diallo war es ein Schnäppchen. Weiß der Himmel, wie Mainz als Dauerabsteigskandidat das immer mit Ersatzspielern macht!

  4. Max Moor says:

    Genau so Isses . Aber man muss schon sagen das Mainz es richtig gut macht mit den Transfers und tollen Einahmen . Wenn ich sehe was für guten Sturm haben mit Quaison , Ujah und dann noch den Maketa und die 3 zusammen waren nicht mal sehr teuer dazu noch Kunde . Dann Leverkusen verkauft Leno der auch meist nur Durschnitt war für viel Geld und holen ablösefreien Stammtorwart Hradeky und dann mit Alario letztens nun noch so ein Paulinho .. Schalke macht es auch immer besser mit 2 guten Transfers .. Uth und Sané das muss Köln auch schaffen . Also teure Einnahmen und gute Spieler holen !!! nur bitte keine Bankdrücker

    • Anti Raute says:

      Theoretisch hört sich das gut an, aber wir sind mit keinem der genannten Vereine auf Augenhöhe, Leverkusen und Schalke sind finanziell Lichtjahre vom Effzeh entfernt(TV Einnahmen: FC: 24 Mio, Bayer und S04 über 62 Mio Euro) dazu noch die Sponsorenverträge, S04 hat im Vergleich zum Effzeh das 5 Fache, Bayer 04 wenn es drauf ankäme, auch.

      Wir kommen also nicht an diese Spieler ran, die sind mindestens 2-3 Regale zu hoch für uns angesiedelt. Wenn man in tiefere Regale greifen muss, dann kann man solche Schnäppchen kaum machen, die Rendite sieht anders aus. Henrichs wechselt jetzt für 20 Mio nach Monaco, der Schalker Kehrer für 37 Mio nach Paris, wenn das unsere Spieler gewesen wären, würde die Ablöse deutlich niedriger liegen, da die Angebote nicht so hoch wären, da sich der Effzeh eben in Regal 5 befindet und nicht wie Bayer und Schalke in Regal 2 oder 3. Das muss man bedenken, wenn man schon Vergleiche zieht.

      Jetzt kommt wieder jemand mit Mainz. Ja, Mainz hat sehr viel Glück mit den Transfers gehabt, weil sie die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt gehabt haben und zum richtigen Zeitpunkt abgegeben haben, weil zum richtigen Zeitpunkt das Angebot bekam, das man nicht ablehnen konnte. Aber Mainz spielt seit 2008 oder so in Liga 1, das ist auch eine ganz andere Basis als die von unserem Effzeh als Fahrstuhlmannschaft seit 1998.

      Dennoch machen wir in Köln überwiegend einen guten Job, denn sonst wären längst insolvent und wären irgendwo im Nirwana. Ein R. Schröder ist mit Sicherheit um keinen Deut besser als ein Schmadtke oder Veh, er hat eben nur mehr Glück gehabt, denn ohne dieses Glück wird es schwieriger. Wir hatten das Glück mit Modeste, aber so etwas sind Ausnahmen. Leider hat Schmadte die Kohle in den Sack gehauen. man stelle sich nur mal vor, es hätte statt Cordoba einen Spieler Rebic oder Uth geholt, was durchaus möglich gewesen wäre.

      Es gibt kaum Garantien bei Transfers(die Spieler die das garantieren sind für den Effzeh nicht erreichbar), der eine passt bei uns, der andere nicht, dafür passt er in Verein B bestens.

  5. NICK says:

    Die Mainzer sagen sich einfach – Wir sind „nur“ Mainz, unser Ziel ist immer der Klassenerhalt, wenn das Angebot stimmt geben wir den Spieler halt ab, nehmen das Geld und holen für den Bruchteil der Einnahmen, jemanden der noch besser wird. Das machen die seit Jahren und nicht erst seit R.Schröder. Vorbildlich.

    Wir sagen „Wir sind der „große“ erste deutsche Double-Sieger, das Real Madrid des Westens, wir halten selbst Nationalspieler in der zweiten Liga, damit wir in zwei, drei Jahren wieder Europa angreifen können…“ Das machen wir seit 20 Jahren und irgendwie klappt das nicht so richtig.

    • Anti Raute says:

      Du musst das im gesamten Kontext sehen, der Effzeh war schon Deutscher Meister, da hat Mainz noch auf einem Kartoffelacker gespielt. Auch wenn es uns heute nichts mehr nutzt, genau diese Tradition und diese Erfolge zum Anfang der Bundesliga erschweren uns heute die Arbeit. Viele Effzeh Fans sind in einem Alter, die haben diese gute Zeiten erlebt und sie konnten sich niemals vorstellen, dass der Effzeh jemals in Liga 2 spielen würde. Deshalb sind auch so viele älteren Fans verbittert, die jungen Fans kennen ja nur die chaotischen oder Fahrstuhlzeiten vom Effzeh.

      Zwischen den alten und den jetzigen Zeiten gab es viele Präsidenten, Manager, Sportdirektoren, die nicht den Verein als das wichtigste angesehen haben, sondern ihre eigenen Interessen in den Vordergrund geschoben haben und damit die Position des Effzehs geschwächt haben. Von der Pole Position 1963 sind wir im Jahr 2018 abgeschlagen in der 2. Liga angekommen. Wir werden nie wieder zu den besten deutschen Vereinen gehören (sportlich und finanziell), dieser Zug ist abgefahren.

      Dem gegenüber stehen eben die teilweise überzogenen Erwartungen vieler Effzeh Fans, die solche glorreichen Zeiten herbei sehnen. Den heutigen Rückstand auf die führenden Vereine in Deutschland kann man nur noch verkürzen, in dem man andere Wege geht und bereit ist, ein finanzielles Risiko einzugehen bzw. sich Sponsoren so weit zu öffnen, dass sie Anteile erwerben können. Einige Vereine aus Deutschland haben bereits Anteile verkauft und alle diese Vereins spielen noch in Liga 1. Zufall? Wohl kaum. Dennoch darf man nicht vergessen, dass unser Effzeh nach dem Abstieg 2012 klinisch tot war. So etwas kann man nicht oft wiederholen, denn irgendwann verschwindet man dann von der Landkarte. In Köln vielleicht nicht so schnell wie ein FCK in der Pfalz, weil wir in Köln doch ein größeres Umfeld haben, wo auch Sponsoren zur Not aushelfen würden, aber das darf nicht die Richtung sein.

      Der Effzeh steht derzeit trotz des Abstieges finanziell so gut da, wie ich es nach 2012 nie für möglich gehalten hätte. Dieses sollte man bei aller Kritik am Vorstand, diesem auch auf der Haben Seite anrechnen, aber leider haben dies viele Fans vergessen.

      • Rainer Steenblock says:

        Ich kann mich deinem Kommentar nur anschließen
        Ich gehöre auch zum älteren Semester und durfte
        das Double, 7 Pokalendspiele, und zahlreiche Uefa Cup Spiele live
        miterleben ohne groß abzuheben.
        Wenn mir damals jemand gesagt hätte das der FC noch 6 mal
        absteigen sollte,hätte ich Ihn für dumm erklärt.
        Heute ist das leider anders, da wird nach 3 Siegen schon von Europa
        geredet,wo wir im letzten Jahr garnicht hin gehörten.
        die jüngeren Fans träumen nach dem ersten Pokalspiel gegen einen
        Regionalisten wahrscheinlich schon von Berlin,und der Vorstand will uns immer noch weismachen das der 6.Abstieg ein kleiner Betriebsunfall war.Ich werde aber weiter ein leidensfähiger Fan
        bleiben,obwohl bei mir die ganz große Liebe nach dem erneuten
        Abstieg leider etwas verloren gegangen ist.

  6. Mike Quincy says:

    also damals konnten man als FC-Fan schon genauso leider wie Heute – nur auf höherem Niveau ! Ich sach nur 25.04.1979: 1. FC Köln : Nottingham Forest 0:1 nach Hinspiel 3:3 im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister. Ist zwar paar Tage her, kann mich aber noch gut daran erinnern wie alle (bis auf ein paar Engländer) wie geprügelte Hunde aus dem Stadion geschlichen sind.

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