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Trainerwechsel in Ingolstadt: FC-Vorbereitung im Blindflug

Für den 1. FC Köln steht bereits am Dienstagabend das nächste Zweitliga-Spiel auf dem Programm. Gegner ist der FC Ingolstadt 04. Doch für Markus Anfang und sein Team wird die Vorbereitung schwierig. Die Schanzer haben ihren Trainer entlassen und noch nicht bekannt gegeben, wer den FCI in Köln betreuen wird.

Köln/Ingolstadt – Nach dem sechsten Spieltag war für Stefan Leitl Schluss. Am Samstag gaben die Schanzer bekannt, dass das Ingolstädter Urgestein nicht mehr länger an der Seitenlinie stehen werde. Nach einem Jahr als Chefcoach musste Leitl am Samstag zusammen mit seinem Co-Trainer Andre Mijatovic gehen.

Wer wird neuer Trainer in Ingolstadt?

Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen, fünf Punkten auf der Habenseite und Rang 13 in der Tabelle zog der ambitionierte Ex-Bundesligist die Reißleine. „Nach den jüngsten Ergebnissen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir uns auf der Position des Cheftrainers verändern wollen, um die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bekommen“, sagte Sportdirektor Angelo Vier. Man wollte „zeitnah einen Nachfolger präsentieren“ und hoffe, einen Trainer zu finden, „der die Liga kennt, Erfahrung hat und Struktur in die Mannschaft bringen kann“.

Noch ist dieser aber nicht gefunden, soll aber möglicherweise schon am Dienstagabend in Köln auf der Bank sitzen. Für Markus Anfang und sein Team wird die Vorbereitung auf Dienstagabend also zumindest taktisch ein Blindflug. Der FC-Coach hatte zuletzt zwar immer wieder betont, dass die Geissböcke vornehmlich ihr eigenes Spiel durchbringen wollen. Doch personell hatte Anfang bereits mehrfach auf die Spielweise der Gegner reagiert, so gegen St. Pauli und Sandhausen mit der Hereinnahme von Lasse Sobiech im Abwehrzentrum.

7 Kommentare
  1. FC-Freund says:

    Eigentlich sollte es bei dem Kader von uns („FC Bayern der 2. Liga“) herzlich egal sein welcher Trainer mit welcher Mannschaft und mit welchem System gegen uns antritt. Wenn die Defensive nicht nur körperlich auf dem Platz ist und die Offensive bei gegnerischem Ballbesitz mit nach hinten arbeitet ( also das Gegenteil von der Leistung gegen Paderborn) dann brauchen wir in dieser Liga vor niemandem Angst zu haben. Der Gegner sollte sich vielmehr den Kopf darüber zerbrechen wie er unsere Offensive in Schach hält!

    • Jhen says:

      Vorsicht mit solchem Geschwätz: „Bayern der 2. Liga“. Den Abwehrspielern, das Debakel gegen Paderborn in die Schuhe schieben zu wollen ist meiner Ansicht nach schofel. Das hat Anfang unmittelbar nach dem Spiel auch schon gemacht, mit der gleichen fadenscheinigen Relativierung wie Sie die bringen. Für das „System“ ist Köln auf der 6 zu schwach besetzt und das auch wenn Hektor auf der Position spielt. Ein 8er wäre wichtig. So ein Spiel wie gegen Paderborn werden wir noch des Öfteren erleben, das liegt halt am System.

  2. OlliW says:

    Man sollte sich erst mal nicht dadurch verunsichern lassen, wer da morgen an der Seitenlinie des FCI steht. Selbst wenn da heute noch ein neuer Trainer kommt, kann man sich ja anschauen, wie die bislang gespielt haben. Denn das werden sie nicht in 24 Stunden durch einen neuen oder Interimstrainer völlig anders machen können. Überraschungsmomente sind dabei immer drin. Gute wie schlechte Tagesform ebenso. Es kann sein, dass Ingolstadt spielt, aber haben sie nichts zu verlieren, denn der FC ist der Club, der liefern muss. Und zwar immer, gerade zuhause. Von den äußeren Bedingungen (Favoritenrolle, starker und teurer Kader, Heimspiel etc.), dürfte das nichts anderes werden als ein klarer Sieg. Aber…nun ja…wir wissen ja, dass das allein längst nicht reicht. Ingolstadt wird alles daran setzen, zumindest nicht unterzugehen. Wenn sich diese Gegenwehr in konstruktiven Nadelstichen äußert, kann auch das ein biestig-schweres Spiel werden.

    Die Blaupause der Kölner Zufriedenheit (für alle Spiele bis Saisonende) sieht ungefähr so aus:
    Der FC geht früh in Führung geht, gewinnt am Ende klar zu Null, es gibt keine Fehlepässe zum Gegner und gefährlichen Torraumszenen des Gegners. Timo hält meist ein Nickerchen und sollte mal ein Ball aufs Tor kommen, fängt er diesen fehlerfrei. Am Ende gibt stehen drei bis fünf Tore, ausgeteilt auf zwei herausgespielte, mind. einen Standard und einen satten Fernschuss, möglichst auf unterschiedliche Spieler verteilt. Erst wenn das eintritt, wird man einigermaßen zufrieden sein. Denn es hieße, dass das „System“ funktioniert, dass die Offensive Effizient ist und die Defensive stabil, dass der FC Standards beherrscht und beherzt aus allen Lagen treffen kann, niemals ist der Aufstieg auch nur einen Tag gefährdet.
    Ja, erst dann wird hier Ruhe herrschen. Schade nur, dass das niemals so kommen wird! (Übrigens bei keinem Verein auf der gesamten Welt nicht!)
    (Und selbst das wäre für Paul und „Ernst“ immer noch Anlass den Vorstand herauszuschmeißen, weil zu wenig Jugendspieler zum Einsatz kommen, der FC selbstgefällig und arrogant wäre und Anfang es trotzdem „nicht kann“….aber das nähme man in Kauf;-))

      • OlliW says:

        Genau kann ich dir das auch nicht sagen. Der Fußball wird da gewiss nicht neu erfunden. Es hat was mit Anlaufen, Laufwegen, einer sehr offensiven Grundeinstellung zu tun. Eben auch nach hinten. Spiel mit einem Sechser usw.
        Was ich oben sage ist, dass bei dauerhaftem Erfolg sich die Frage gar nicht stellen würde, weil alle sagen, dass es funktioniert. ;-)

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