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Veh: „Wie man das nicht sehen kann, ist mir ein Rätsel“

Der 1. FC Köln hadert nach dem 3:5 gegen den SC Paderborn nicht nur mit der indiskutablen Abwehrleistung. Auch Schiedsrichter Markus Schmidt bekam den Ärger über die Niederlage ab. Der Offizielle hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und das Spiel zu Ungunsten der Geissböcke beeinflusst. So sah es zumindest Sportchef Armin Veh.

Köln – Auch der neutrale Zuschauer wusste nach den 90 Minuten von Köln: Schiri Markus Schmidt hatte einen ganz schlechten Tag erwischt. Der 1. FC Köln hätte einen Handelfmeter bekommen müssen. Bei Paderborns Elfmeter hätte er auch auf Offensivfoul des SCP-Angreifers entscheiden können. Jonas Hector hatte sich seine Gelb-Rote Karte zwar redlich verdient nach zwei klaren taktischen Fouls, doch Schmidt hatte es eigentlich schon abgehakt und die Ampelkarte schließlich nur nach längerer Intervention der Paderborner Spieler erteilt. Hinzu kam, dass sein Assistent beim zweiten Abseitstor von Simon Terodde eine Millimeterentscheidung vorgenommen hatte, die auch zugunsten des FC-Angreifers hätte ausgelegt werden können.

Das ist hier keine Spaßveranstaltung

Entsprechend bedient waren die Geissböcke nach dem – aus sportlicher Sicht fraglos selbstverschuldeten – 3:5 gegen den SCP. „Ich habe ihm in ruhigem Ton gesagt, dass das hier keine Spaßveranstaltung ist“, erklärte Sportchef Armin Veh, nachdem er im Anschluss an die Partie auf dem Rasen zu Schmidt gegangen war. „Aus meiner Sicht war das keine gute Leistung von ihm. Es war ein klares Handspiel, das hat jeder gesehen. Die Sicht war eigentlich nicht verdeckt. Wie man das nicht sehen kann, ist mir ein Rätsel. Es war auch einmal kein Abseits, und der Elfmeter war auch keiner. Der Situation ging ein Foul eines Paderborner Spielers voraus. Das war mit spielentscheidend.“

Deutliche Worte von Veh, die allerdings nicht davon ablenken sollten, dass der Effzeh das Spiel selbst aus der Hand gegeben hatte. Das stellte der Sportchef anschließend auch noch einmal klar. „Trotzdem hätten wir das Spiel natürlich gewinnen müssen“, sagte Veh. „Wir haben selbst Fehler gemacht. In unserer Abwehrarbeit müssen wir uns eindeutig verbessern.“ Nach dem Ausgleich von Jhon Cordoba hätte Veh sich auch mit einem Punkt zufrieden gegeben. Doch dann kam die Gelb-Rote von Hector nach zwei taktischen Fouls in kurzer Folge – und in Unterzahl dann die letztlich verdiente Niederlage.

4 Kommentare
  1. OlliW says:

    Der FC draf so ein Spiel nicht aus der Hand geben. Das war zu schlecht verteidigt, Timo Horn hatte keinen guten Tag (wie ist es eigentlich technisch und anatomisch möglich, einen bereits gehaltenen Schlaffi-Elfer nach UNTEN vom Körper abprallen zu lassen!???). Dazu Bader und Co viel zu langsam. Man konnte bei allen Angriffen und Kontern der Paderborner genau sehen, wohin der Spieler den Ball als nächstes spielen wird!
    Trotzdem sah man in den Zusammenfassungen im TV allenthalben die klare spielerische Überlegenheit, das Chancenplus und die fehlenden Schnalligkeit der Abwehr. Die desolate Leistung der Schiedsrichter tat dann ihr Übriges und war spielentscheidend!
    Bekommt der FC den klaren Elfer in HZ 1 (Nackenschlag 1), ist die Messe gelesen, weil es 2:1 in die Pause geht und nach 55 Minuten 3:1 steht. FC spielt aber munter weiter.
    Beim Elfer gegen uns dachte ich kurz, Horn soll sich fallen lassen, da es dann Stürmerfoul gewesen wäre. Aber zu riskant, denn Fouls gegen den FC wurden gesten extrem großzügig durchgewunken. Also Elfer, den man nicht zwingend geben muss und von anderen Schiris belächelt worden wäre. (Nackenschlag 2), FC spielt munter weiter und macht das hochverdiente 3:3.
    Dann der Platzverweis von Hector (Nackenschlag 3), der zustande kam, weil Paderborn den Schiri überredete, was deutlich zu sehen, fast zu hören war vom Unterrang (und Karten fordern ist normalerweise Gelb – aber egal!). Danach war hinten alles offen, ein Tor musste zwangsläufig fallen, weil das Momentum voll aufseiten des SCP war.
    Ich war ja schon oft im Stadion. Noch nie war die Stimmung gegen den Schriri so aufgeladen wie gestern. Der FC wurde klar und eindeutig benachteiligt. Ich bekam von einem Freund (Werder Fan) Nachrichten aufs Handy, der sich fragte, wie so jemand ein Zweitligaspiel pfeifen dürfe!

    Also Fakt: Mit einem Schriri, der der Situation gewachsen ist, gewinnt der FC das Spiel.
    Aber ebenfalls stimmt: Trotzdem darf der FC sich davon nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und muss künftig viel, viel besser verteidigen. Dann reichen auch 3 Tore. Oder sie müssen jedes Mal 5 machen, was aber kaum drin ist, wie ausgerechnet Timo Horn noch letze Woche angemahnt hatte!

    Also. Weiter machen. Wenn der FC gestern 4:3 gewinnt, wären die Defizite vielleicht wieder überdeckt worden. Vielleicht ist es daher ein guter Zeitpunkt, um die Stellschrauben zu richten. Die Saison ist noch sehr sehr jung!

    (Und jetzt am Kader herumzumäkeln, Sörensen zu fordern und Terrode als Lusche zu bezeichnen und gar einen unfähigen Trainer und Sportchef auszumachen, ist die übliche kölsche Reflexhaltung, wenn der FC nicht dauerhaft spielt wie Bayern. Kleiner Tipp: das werden sie nie! ;-))

  2. Paul says:

    Das war doch ein tolles Spiel! Paderborn hat gut mitgehalten und ist immer wieder gefährlich vor das Tor gekommen. Der FC hätte aus den Standards mehr machen müssen. Sicherlich war auch Pech dabei, und dass die Schiedsrichter gegen uns sind, das wissen wir schon länger. Es sollte jedoch klar sein, dass wir mit diesem Hurra-Fußball in der Bundesliga keine Chance haben. Auf jeden Fall macht es viel mehr Spass als in der letzten Saison.

    Wenn wir jetzt noch ein neues Präsidium bekämen, dann wäre alles wieder gut!

  3. Max Moor says:

    Der Schiedsrichter war gestern das größte Problem aufn Platz ! habe das ganze Spiel gesehen und es fällt schon auf das nur Köln verpfiffen wurde …. verstehe nicht warum das ist schon paar Saisons so das solche fatalen Fehler bei Köln Spiele immer sind und immer dann nur Köln alles genommen wird . nicht mal das Gelb Rot gestern für Hector das war in Ordnung sondern die Elfmeter und Fouls . Ob mit Video Schiri oder Ohne beim FC Köln hat sich überhaupt nix geändern . Beschiss ohne Ende ob Schid , Welk ,.. damals Kinnhöver und dieser Weiner . Dankert und wie die alle heißen

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