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Schmitz: „Wir haben in der Defensive die Sinne geschärft“

Benno Schmitz soll den 1. FC Köln defensiv stabilisieren. Der Rechtsverteidiger feierte gegen Holstein Kiel sein Pflichtspiel-Debüt und bekam dafür viel Lob. Doch seine Situation ist auch sinnbildlich für den Effzeh: Zuletzt musste vor allem die Defensive stehen, darunter litt die Offensive. Das soll sich nun Schritt für Schritt ändern.

Köln – In den ersten acht Ligaspielen des 1. FC Köln in dieser Saison stand Benno Schmitz nicht im Kader. Er brauchte nach einer Sehnenverletzung lange, um wieder in Form zu kommen. In Kiel feierte er seinen Einstand im FC-Trikot, überzeugte durch gute Defensivarbeit und bekam von den Verantwortlichen ein Sonderlob. Schmitz gehörte damit zu den wenigen Gewinnern des 1:1. In den ersten Wochen der Saison hatte die Position rechts hinten einmal mehr zur Achillesferse des FC gehört. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass Schmitz diese beheben kann.

Der 23-Jährige wurde beim FC Bayern München in der Jugend ausgebildet, sammelte bei RB Salzburg und RB Leipzig Erstliga- und internationale Erfahrung. Nun soll er den Geissböcken beim Wiederaufstieg helfen. „Ich glaube, dass ich sehr ruhig am Ball bin und ein gutes Passspiel habe“, sagte Schmitz am Mittwoch zu seinen Stärken. „So kann ich das Spiel von hinten raus auch ankurbeln.“ Vor allem aber fiel in Kiel auf, dass Schmitz darauf bedacht war, seine Seite im Griff zu haben und in der Rückwärtsbewegung deutlich sicherer wirkte als Youngster Matthias Bader, der noch Lehrgeld hatte bezahlen müssen. Schmitz soll einen souveräneren Part spielen, vornehmlich die Lage in der Defensive beruhigen. Im zweiten Schritt, so die Hoffnung der sportlichen Leitung, könne Schmitz dann auch im Spiel nach vorne Akzente setzen, so wie bei der Aktion vor dem Elfmeter in Kiel, die der Neuzugang mit einem Vorstoß eingeleitet hatte.

Das sollte eigentlich nicht so sein

Schmitz‘ Situation entspricht in etwa der Lage der Geissböcke. Zuletzt stand vor allem die Defensive im Fokus von Trainer Markus Anfang, nun soll es wieder an die offensiven Abläufe gehen. Diese hatten zuletzt gehakt und wurden am Mittwoch im Training intensiv trainiert. „Wir wollten in Kiel kompakt stehen, aber aus dieser kompakten Defensive müssen wir trotzdem unser offensives Spiel durchziehen, so, wie wir es in den ersten Spielen gemacht haben“, sagte Schmitz. „Wir haben jetzt in der Defensive die Sinne geschärft, weil wir relativ viel Ballbesitz haben und die Kontersicherung drin haben müssen.“

Die Balance zwischen Defensive und Offensive hat aber bislang gefehlt. „Das sollte eigentlich nicht so sein, aber wir wollen natürlich nicht noch einmal drei oder fünf Gegentore bekommen“, gab Schmitz zu. „Wir dürfen nicht nur defensiv denken und müssen gerade in unseren Heimspielen zwingender und mutiger vorne reinspielen.“ Das soll nun gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag in Müngersdorf wieder besser werden. „Die Ausgangslage ist gut, aber wir wollen am Samstag endlich wieder einen Heimsieg feiern. Eigentlich haben wir die Fans im Rücken, deswegen müssten wir befreit aufspielen können. Diese Energie müssen wir endlich in Punkte umsetzen.“

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