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„Der Trainer hat sich ein neues System einfallen lassen“

Der 1. FC Köln hat sich beim 8:1 (2:0) gegen Dynamo Dresden den Frust der letzten Wochen von der Seele geschossen. Pünktlich zur Karnevals-Session zeigte der Effzeh eine starke Leistung und fegte völlig überforderte Gäste aus dem RheinEnergieStadion. Für die zuletzt kritisierten Kölner war der Sieg eine Genugtuung.

Köln – In beiden Hälften schoss der Effzeh frühe Tore. Sagenhafte 53 Prozent der Torschüsse führten zu Treffern. Der Mannschaft von Trainer Markus Anfang gelang gegen Dynamo fast alles. Dementsprechend zufrieden waren die Spieler und der Trainer nach der Partie. Die Stimmen zum Spiel.

Ich habe mich im Zentrum sehr wohl gefühlt

Louis Schaub: “Heute haben wir es richtig gut gemacht. Wir haben fast jede Chance genutzt. Der Spielverlauf war auf unserer Seite, wir haben in jeder Hälfte gleich zu Beginn ein Tor gemacht. Das hilft natürlich. Wir haben ein bisschen umgestellt und das hat richtig gut funktioniert. Ich habe mich im Zentrum sehr wohl gefühlt. Jeder hat sich wohl gefühlt. Heute hat einfach alles geklappt. Mein Tor war genauso geplant. Ich freue mich natürlich sehr. An diese Leistung müssen wir anknüpfen. Dann werden wir auch zu Hause noch viele Punkte holen. Ich habe für morgen leider nicht frei bekommen. Ich muss bei der Nationalmannschaft sein.”

Jonas Hector: “Es war ja ein bisschen Druck in der Presse. Wir wollten einfach ein gutes Spiel abliefern. Wir wissen, dass morgen der 11.11 ist. Wir haben in den Karnevalstrikots gespielt. Das ist auch für die Zuschauer eine gute Sache, wenn wir ein ordentliches Spiel abliefern und gewinnen. Wir nehmen uns jedes Spiel vor, dass wir vorne unsere Chancen kreieren. Das war in den letzten Spielen weniger der Fall, weil uns im letzten Drittel die Konsequenz gefehlt hat. Das haben wir heute deutlich besser gemacht, gerade nach der Pause. Wir haben uns vor dem Spiel Gedanken gemacht, wie der Gegner aufspielen wird. Es sind nicht immer nur Floskeln, wenn wir sagen, dass wir uns auf einen Gegner vorbereiten. Es ist dann auch wirklich manchmal so. Das haben wir heute ganz gut hinbekommen.“

So kannst du dann Chancen kreieren

Timo Horn: “Wir waren heute von der ersten Minute voll da. Heute sind die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt gefallen, gerade das 3:0 nach der Pause. Damit haben wir Dresden den letzten Zahn gezogen. Danach hat dann wirklich alles geklappt. Wir wissen, dass das nicht jeden Tag der Fall ist. Aber nach den letzten Wochen war solch ein Erfolgserlebnis umso schöner – gerade im eigenen Stadion. In Hamburg haben wir ein wirklich schlechtes Spiel gemacht. Darüber haben wir viel gesprochen, der Trainer hat sich ein neues System einfallen lassen – mit zwei Stürmern. Dadurch konnten wir etwas mehr Druck aufbauen. Cello hat immer wieder starke Bälle in die gefährlichen Räume gespielt, dafür ist er bekannt. So kannst du dann Chancen kreieren. Vor dem Tor hat bei uns alles geklappt. Das tut natürlich mega gut, vor der Länderspielpause. Heute sind viele schöne Tore gefallen.“

Maik Walpurgis: „Dass wir uns das anders vorgestellt haben, ist natürlich selbsterklärend. Wir haben die Tore zu ungünstigen Zeitpunkten bekommen, aber wenn man 1:8 verliert, weiß man gar nicht mehr, wohin mit sich. Das hat man in der Kabine und im Mannschaftskreis auch gespürt. Die Mannschaft ist tieftraurig, verärgert und wütend auf sich selbst. Wir haben nicht im Ansatz die Dinge ins Rennen bringen können, die uns sonst stark machen. Ich habe mal in die Gesichert geschaut, und wenn man die halbe Mannschaft heulen sieht wie ein Schlosshund, dann weiß ich schon, dass ich Jungs mit ganz viel Herz und Leidenschaft trainiere. Es gilt, das Spiel sacken zu lassen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.“

Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht

Markus Anfang: „Wir haben auch schon vorher mal auf zwei Stürmer umgestellt. Manchmal geht es auch darum, früh die Tore zu machen. Heute war die Torfolge ein Vorteil für uns. Wir sind richtig gut in die Partie reingekommen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Irgendwann musste der Zeitpunkt auch mal kommen, an dem wir uns belohnen. Gut oder schlecht wird immer am Ergebnis gemessen, aber wir müssen immer unabhängig vom Ergebnis analysieren. Die Reaktion auf das Spiel gegen den HSV war die richtige, das war eine richtig gute Leistung heute.

17 Kommentare
    • Ernst Schwederski says:

      Ja, man kann nur froh sein das MA und sein Team sich hier eingelesen haben. Es liegt ja auch alles nur am System, die Einstellung der Spieler ist da eigentlich zweitrangig. Mit zwei Stürmern werden wir nun jeden Gengner auseinander nehmen und direkt durchmarschieren bis zur Bundesligaspitze.
      Und falls wir doch noch einmal trotz zwei Spitzen Unentschieden spielen oder gar verlieren sollten, ist ja auch nicht schlimm. Dann fängt halt hier das bashing wieder an.
      Solange bis der FC endlich offiziell endlich mal MA feuert und die sogenannten Experten hier einstellt.
      Schönen Sonntag noch, muss jetzt mal zum Eigelstein, in meinem neuen hässlichen Karnevalstrikot den 11.11.

    • JuppZupp says:

      Langsam reicht es mit euren persönlichen Anfeindungen, der Sarkasmus ist ja ne schöne Sache, unrealismus kotzt einen aber nur noch an, man hat gesehen das 2 Sturmspitzen sehr wohl Sinn ergeben, so kann die Verteidigung sich nicht nur auf einen, in unserem Fall Terodde, konzentrieren und er hat weitaus mehr platz, so ist es nun mal, es war in den letzten Spielen zu erkennen wie der Gegner T-Rod kaltgestellt hatte, da ist nun mal der Trainer in der Pflicht und wenn dann ein Sörensen als Mittelstürmer eingewechselt wird gibt es allen Grund zu grübeln, man kann Kritik natürlich anders verpacken als so manch einer hier, aber so gibt es halt die Choleriker Fraktion und diese welche sich für etwas besseres hält, also Quasi die Elite oder die die sich dafür hält, wie man an den „Sie“ Sager Kommentaren von euch ersehen kann und nein ich werde nicht „Sie“ schreiben, dazu habe ich zu lange in Schweden gelebt. Man könnte meinen hier ist die FC Fründe Fraktion schon wieder dabei den Kapo zu mimen, es wäre besser wenn ihr euren Intoleranten Müll bei Facebook ablasst, aber hey eure Meinung ist ja die einzig wahre und unantastbar, eine Opposition ist da nicht erwünscht, wenn doch eine vorhanden ist wird sie umgehend diffamiert und kaltgestellt, sieht euch irgendwie ähnlich, ich nenne so etwas einfach nur ekelhaft und scheinheilig, jott Fastelovend fiere und hingehrher widder met de Fingerre opp de Lück zeije, ist doch bestimmt euer Ding, in diesem Sinne Kölle Alaaf.

      • Jose Mourinho says:

        In Deutschland das „Sie“ nicht zu verwenden, weil man lange in Schweden gelebt hat ist aber auch nichts anderes als Intoleranz. Gestern hat es mit 2 Stoßstürmern sehr gut funktioniert und natürlich haben wir uns alle mal so ein Heimspiel verdient. Nichtsdestotrotz hat Terodde in dieser Saison auch schon mehr als genug Tore als einzige Spitze gemacht um eine Allgemeingültigkeit des besseren Funktionierens auszuschließen. Ich vertraue nach wie vor dem Trainer, dass er die richtigen Lösungen findet und bleibe dabei, dass er es im großen Ganzen bislang sehr gut macht.

      • Boom77 says:

        Es bleibt dennoch auffällig, dass manch einer hier nur etwas zu schreiben hat, wenn es nicht läuft. Wo sind die „fachmännischen“ Analysen (ich schreibe das bewusst in Anführungszeichen, weil das keine Fachmänner sondern Stänkerer/Trolle sind), wenn man 8:1 oder überhaupt gewinnt? Da gibt es dann doch auch was zu analysieren, oder? Ist jedoch schweigen im Walde… typisch Troll. Und wer so etwas gut findet, von dem weiß man auch, was man von ihm zu halten hat… Ob er nun „Sie“ oder „Du“ sagt oder in Schweden oder in Nicaragua gelebt hat, ist da auch gerade egal.

        Ich möchte Ihren Kommentar zum Spielsystem aber nicht unkommentiert lassen, da ich diesen gut und richtig finde. Es ist grundsätzlich nicht so wichtig, welches System man spielt, wenn es denn funktioniert. Was ne Binsenweisheit… Aber Systeme funktionieren nur, wenn man die richtigen Spieler dafür hat. Dies war aber nicht der Fall (selbst als Terodde so gut eingenetzt hat). In einem System mit nur einem Stürmer braucht man entweder richtig torgefährliche Leute aus der zweiten Reihe, die dann in Lücken laufen (haben wir nicht) oder einen Stürmer, der auch mitspielen und mit dem Ball etwas anzufangen weiß außer nur abzustauben (haben wir mit Terodde auch nicht). Deshalb ist das System mit zwei Stürmern für diese Mannschaft wesentlich besser, auch wenn es da sicherlich wieder mal den ein oder anderen Nackenschlag geben wird. Aber mit zwei Stürmern fällt es dem Gegner halt schwerer, unser Sturmzentrum aus dem Spiel zu nehmen. Auch die Aufstellung in Abwehr und Mittelfeld (Risse auf rechts offensiv) war richtig, da sie sich an dem orientierte, was die Mannschaft leisten kann.

  1. Dirk Schütz says:

    So oder so , Fakt ist: vernünftiger rechter Verteidiger Schmitz , Risse nach vorne , Schaub in die Mitte und zwei Stürmer , so muss es sein. Hat lange gedauert bis der Trainer das verstanden hast. Hoffen wir mal das er in Darmstadt nicht wieder in sein altes Muster verfällt.

    • 1.Effzeh Porz says:

      Richtig Herr Schütz. Das war aber schon vorher absehbar zumindest wir hatten es fast alle so gesehen. Herr Anfang wie zb. Herr Löw stellen (ihr heiliges Konzept System wie auch immer)leider immer erst um wenn der Kopf in der Schlinge liegt… Und das lag er sehr wohl, bei einer Niederlage wäre Platz 7 punktgleich gewesen. Hoffe er hat endlich verstanden das Risse kein Verteidiger und schaub kein Flügelspieler ist… Hat mir sehr gut gefallen mit der dreier Kette… Und Höger hatte endlich Unterstützung… Terrode nicht allein auf weiter Flur… So läuft es… Common Effzeh

      • Jose Mourinho says:

        Herr Anfang wie auch Herr Löw haben schon unbestreitbare Erfolge als Fußballtrainer erzielt – und Sie? Risse hat auch unter Trainer Stöger oft genug rechts hinten gespielt. Vermutlich nicht in erster Linie, weil die beiden meinen, dass er dort besser ist, sondern weil die Alternativen (haben Sie die Spiele von Bader gesehen?) gefehlt haben. Wenn Schmitz nun vollständig fit ist und die Leistungen konserviert, haben wir bestimmt auch öfter Spaß an Offensiv-Risse. Terodde hat übrigens auch als einzige Spitze in 11 Spielen 13 Buden gemacht. So falsch kann das ja auch nicht gewesen sein…

    • CK says:

      Schaub hat doch nur auf dem rechten Flügel gespielt weil sich der Clemens verletzt hat und M. Anfang sich bei den beiden neuen RV (Bäder, Schmitz) unsicher gewesen zu sein scheint. Daher Risse hinten.

      Die ersten Saisonspielen hat Schaub immer im Zentrum gespielt und da gehört er auch hin er weicht dann nur phasenweise aus auf den Flügel.

  2. OlliW says:

    Tja, es ist ruhig an der Hater-Front. Nach dem Hanburg Spiel hat es keine drei minute ngedauert, bis der geistige Dünnpfiff sich ergoss – obwohl die Wut und der Ärger da berechtigt waren. Das Prinzip ist aber ganz simpel: Wenn ich alles scheiße finde, dann hab ich eben auch mal einen Treffer, wenn wirklich mal was Scheiße ist ;-) Erfüllender und zielführender ist natürlich eine sachliche, ernsthafte, gerne auch mal emotionale, am Ende aber fruchtbarer Austausch von Meinungen und Ansichten echter Fans. In diesem Sinne…

    Das war insgesamt einfach wunderbar und auch bitter nötig, für Team, Trainer und Fans. Es hat so gut wie alles geklappt. Viel besser als zu erwarten. Von alles hinterfragen bis alles wird gut in wenigen Tagen. Trainer aber vor allem das Team und sein Auftritt haben wohl verstanden. Die sinnvollen Umstellungen sind voll und konsequent aufgegangen. Wichtig war aber, dass der Gegner (nicht) mitgespielt hat. Und wenn, dann wurde ihm gleich wieder der Zahn gezogen, bevor er ins Spiel kommen konnte. Hinzu kommt, dass das Spielglück diesmal auf unserer Seite war. Darf man ja auch mal mitnehmen. Es war allerdings genau das Spielglück, dass sich durch Mut, Konsequenz und Beharrlichkeit eben einstellt. Dresden ist nicht so schwach, wie das Ergebnis es sagt.

    Egal. Es geht weiter, auf diesem Spiel muss sich doch vernünftig aufbauen lassen. Bis Weihnachten muss das Ziel sein, konsequent zu punkten. Die vermeintlich schwierigen Gegner sind für die Hinrunde alle schon bespielt. Alle Teams weiter oben und mittig, bis auf Union (durchgehend) und HSV (zuletzt), haben sich gewissermaßen als kleine Wundertüten entpuppt, die jedes Spiel gewinnen und verlieren können. Dennoch muss es unser Anspruch sein, so aufzutreten wie am Samstag und nicht mehr zu verlieren. Dann liegen wir zu Weihnachten als Tabellenführer unterm Baum.

    • Boom77 says:

      Habe mal auf kicker für mich den Tabellenrechner angeworfen. Da kam heraus, dass wir nicht als Tabellenerster unter Baum liegen sondern der HSV. Wir wären zweiter mit 5 Punkten Vorsprung auf den dritten und sechs Punkten Vorsprung auf den vierten Tabellenplatz (einen Punkt hinter dem HSV). Würde ich aber auch so mitnehmen und ein ruhiges Weihnachten damit feiern ;)

      • OlliW says:

        …hab ich auch gemacht – nach meinem Post allerdings ;-)
        Der HSV müsste sich schon selbst ein Bein stellen, um die Tabellenführung zu vergeigen. Die haben eigentlich ein vermeintlich leichteres Programm vor der Brust. Wenn daher beide Mannschaften konstant punkten, dann bleiben wir also eher Zweiter. Aber schaumermal….

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