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Ein Jahr nach dem Aus: Stöger zurück in Köln

Um 12.23 Uhr am 3. Dezember 2017 endete beim 1. FC Köln eine Ära. Peter Stöger wurde als Trainer der Geissböcke entlassen. Nach 168 Pflichtspielen war für Stöger und seinen Co-Trainer Manfred Schmid Schluss. Das Trainerduo hatte den FC aus der Zweiten Liga in die Europa League geführt, den neuerlichen Absturz aber nicht verhindern können. Ein Jahr nach der Entlassung weilte Stöger am Wochenende wieder einmal in der Domstadt.

Köln – Für Peter Stöger ist Köln noch immer eine Art Zuhause. Der Österreicher, der mehrheitlich wieder in seiner Heimat Wien wohnt, schaute am Wochenende in der Domstadt vorbei. Zusammen mit seiner Partnerin Ulrike Kriegler feierte er auf der Charity Sports Night 2018, eine Spendengala für benachteiligte Kinder im Dorint in Köln-Deutz, auf Einladung von Reiner Calmund.

Es muss für Stöger eine Art Déjà-vu gewesen sein. Denn exakt vor einem Jahr hatte Stöger ebenfalls an dieser Wohltätigkeitsgala teilgenommen – am Abend nach seiner Entlassung beim 1. FC Köln. Der Österreicher hatte die Einladung damals schon Wochen zuvor erhalten und sich entschlossen, trotz der Trennung von den Geissböcken wenige Stunden später öffentlich aufzutreten. Nun kehrte Stöger mit seiner Lebensgefährtin erneut auf Calmunds Einladung zurück nach Köln. „Peter ist nie mehr aus Köln auszulöschen“, erklärte der schwergewichtige Ex-Manager über seinen Gast. „Er ist und bleibt ein Sympathieträger für die ganze Stadt.“

Zwischen „beispielloser Erfolgsgeschichte“ und Absturz

Schon Mitte November hätte es ein Wiedersehen mit Köln und dem Effzeh geben können. Stöger hatte von seinem Ex-Klub eine Einladung zur 70-Jahre-Gala erhalten. Doch der Österreicher und Kriegler verzichteten auf einen Auftritt im FC-Rahmen. Zwar hatte Geschäftsführer Alexander Wehrle Stöger bei dessen Trennung noch für eine „beispiellose Erfolgsgeschichte“ gedankt. Die Wunden des Misserfolgs und wohl auch des schnellen Wechsels kurze Zeit später zu Borussia Dortmund sind noch nicht verheilt.

Vor einem Jahr hatte das Spiel beim FC Schalke 04 (2:2) das Ende einer viereinhalbjährigen Ära bedeutet. Es war schon vor Anpfiff beschlossene Sache gewesen. Stöger und der FC hatten sich tags zuvor auf die Trennung geeinigt. Nie zuvor hatte ein Trainer so lange in Folge auf der Trainerbank der Geissböcke gesessen. Doch nie zuvor hatte der FC auch eine so schwache Hinrunde wie unter Stöger bis zu dessen Demission (drei Punkte aus 14 Spielen) gespielt. Am Ende der Saison stand der Abstieg, der in dieser Spielzeit korrigiert werden muss.

Stöger selbst ist aktuell ohne Job. Der mittlerweile 52-Jährige hatte zwar offenbar bereits Angebote für einen neuen Job vorliegen, lehnte jedoch ab. Nach den viereinhalb Jahren in Köln und einem halben Jahr beim BVB hat es der Österreicher nicht eilig, auf die große Bühne zurückzukehren. Allerdings ist der Trainermarkt zumindest in der Bundesliga noch nicht in Bewegung gekommen. Einzig Tayfun Korkut wurde bislang in Liga eins entlassen, Markus Weinzierl beerbte ihn beim VfB Stuttgart. Darüber hinaus verzichteten die anderen 17 Bundesligisten bislang auf Trainerwechsel. Nach immerhin schon 13 Spieltagen eine bemerkenswerte Bilanz.

10 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Nachdem wir diese wichtige Nachricht erhalten haben, wäre es doch eine interessante Sache zu erfahren, wie es Manfred Schmid, Alexander Bade und Jörg Schmadtke geht. Für jeden einen Artikel, also eine kleine Serie. Vielleicht mit dem Titel „Die fantastischen Vier“.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Gut, also dann „die fantastischen Fünf“. Man könnte das Thema zu allen Jahreszeiten bringen. Die „fantastischen Fünf“ zu Weihnachten, im Karneval, über Ostern, in den Sommerferien, zur Sessionseröffnung usw. Toll wäre auch eine User-Konferenz „User fragen – die „fantastischen Fünf“ antworten. Dann könnte man fragen: „Herr Schmadtke, wie war das denn damals ganz genau. Sie wissen doch, was ich meine …“ Oder: „Herr Stöger, Sie sind doch der Taufpate des Kindchens von Alexander Bade. Kümmer Sie sich denn auch drum? Mal ehrlich!“ Ja, das wäre doch mal was. Stattdessen bringt der Geissblog immer nur seine sachlichen Fußballberichte!!!

  3. Ulrich Treimer says:

    Ehrlich gesagt kann ich den Stöger nicht mehr sehen. Er hatte am Ende jede Bodenhaftung verloren und nur noch sich selbst in den Mittelpunkt gestellt. So kam es nicht einmal zu einem Abstiegskampf, sondern praktisch zu einem freiwilligen Rückzug in Liga 2.
    Er war in der letzten Saison einfach zu faul seinen Job zu machen. Leider hat es keiner gemerkt….

  4. NICK says:

    Mich. Mich interessiert das. Mich interessiert das wenn der Typ hier durch die Stadt läuft, kleine Kinder segnet und bejubelt wird, als wenn nix passiert wäre…

    Wen das nicht interessiert, der muss den Artikel ja nicht lesen. So hane auch ich mir angewöhnt die ein oder anderen aufsatzähnlichen Kommentar-Monologe, des ein oder anderen Märchenonkels nur noch zu überfliegen…viel Text, wenig Inhalt…

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