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Schmitz wackelt: Schlägt jetzt Sörensens Stunde?

Neun Spieltage lang stand Frederik Sörensen nicht einmal im Kader des 1. FC Köln. Der Däne, der den Klub im Sommer eigentlich verlassen wollte, fand praktisch nicht statt. Seit der Verletzung von Lasse Sobiech gehört der Däne zumindest stets zum Kader an den Spieltagen. Doch bislang bekam er keine Chance zu zeigen, was er noch zu leisten im Stande ist. Ändert sich dies nun gegen Regensburg?

Köln – „Wir sind in einer Situation, in der wir vielleicht umbauen müssen. Da werden wir abwarten müssen, wie die Jungs darauf reagieren“, sagte Markus Anfang am Mittwoch. Der FC-Trainer meinte die drei kurzfristig Verletzten Marco Höger, Louis Schaub und Benno Schmitz. Dass Schaub und Höger ausfallen könnten, hatte sich beim FC schon am Dienstag abgezeichnet. Dass dann aber auch noch die Sorgen um Schmitz dazu kamen, hätte Anfang wohl nicht auch noch gebraucht.

Nach Lasse Sobiech und Jonas Hector droht mit Schmitz nun der nächste Spieler in der Defensive zu fehlen. Der Neuzugang von RB Leipzig hatte sich zuletzt als Bestandteil der Dreierkette neben Jorge Meré und Rafael Czichos stabilisiert und etabliert. Ein Schlag auf den Knöchel am Dienstag hat nun ein Fragezeichen hinter seinen Einsatz am Freitagabend geschrieben. Die Alternativen sind rar gesät. Auch, weil Marco Höger ebenfalls auszufallen droht. Er wäre wohl Anfangs erste Option für Schmitz gewesen.

Kann sich Sörensen beweisen?

So richten sich nun möglicherweise alle Augen auf Frederik Sörensen, den monatelang verschmähten Innenverteidiger, der vom FC in der letzten Saison als Rechtsverteidiger gänzlich verbrannt worden war. Der Marktwert im Keller, das Selbstvertrauen gleich mit, ein Spieler, der vieles seiner Fähigkeiten eingebüßt zu haben schien. So hatte sich Sörensen in der Abstiegssaison präsentiert, ebenso in der Sommervorbereitung. Der Däne schien nur noch ein Schatten des Spielers, der die Kölner Abwehr neben Dominique Heintz über zwei Jahre stabilisiert hatte.

Der inzwischen 26-Jährige weiß um seine Rolle beim FC, sucht im Hintergrund weiterhin mit seinem Berater nach einem neuen Verein. Am Freitagabend könnte er nun überraschend die Möglichkeit bekommen sich zu beweisen. Sollten Schmitz und Höger tatsächlich ausfallen, schlüge wohl Sörensens Stunde. Sollte Anfang in den letzten Wochen das Vertrauen zum langen Blonden gefunden haben, dann wäre die Nominierung des Innenverteidigers die logische Folge, zumal Sörensen in seiner Zeit in Italien das Spielen in einer Dreierkette über Jahre erlernt hat.

Andere Alternativen ergeben sich kaum. Matthias Bader gehörte zuletzt ebenso nicht zum Kader wie Matthias Lehmann. Salih Özcan wäre zwar ein Kandidat für die Sechs, wohl aber nicht für die zentrale Position in einer Dreierkette, sofern Jorge Meré rausrücken würde. Denkbar wäre noch – und nicht ganz ohne Charme – die Variante, Jannes Horn in die Dreierkette zu beordern. Der Linksfuß zeigte in der vergangenen Saison aushilfsweise als Innenverteidiger und in einer Dreierkette bereits gute Leistungen. Er wäre eine Alternative – sofern Anfang dann auf links dem erst 17-jährigen Noah Katterbach einen Startelfeinsatz zutrauen würde. Für den FC-Coach wird alles an Höger und Schmitz hängen.

5 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Nicht das einer auf die Idee kommt Söri als IV und Jorge auf AV zu stellen.Ich denke Schmitz wird bis morgen Abend fit,Özcan oder Koziello beginnen auf der 6….hm,wie schnell sich bei ein paar Verletzten unsere Mannschaft doch selbst aufstellt,bitte nachbessern

  2. Huey L. says:

    Was wäre das denn für ein Zeichen an Bader, wenn der abwanderungswillige Sörensen quasi von Tribüne in die Startelf rückt? Ich hab mich schon in anderen Kommentaren zur doch sehr „verhaltenen“ Aufbau-/ Eingliederungspolitik unserer Nachwuchsleute und Hoffnungsträger für die Zukunft geäußert. Wenn nicht in der 2. Liga und dann auch noch in einer personell angespannten Situation, wann dann? Selbstbewusstsein/ Selbstvertrauen wird Bader jedenfalls nicht dadurch erlangen, wenn ihm Sörensen vorgezogen würde. Von Spielpaxis/ -erfahrung unter Wettkampfbedingungen mal ganz abgesehen.

  3. Gerd Mrosk says:

    Nun ja,wie gesagt ich bin keinesfalls für Söri auf rechts ,allerdings ist er seit Wochen im 18er Kader (auch wegen Sobiech natürlich) und es entscheiden laut Anfang die Trainingseindrücke Sollte er denn spielen auf rechts wäre es demnach eine sportliche Entscheidung gegen Bader weniger eine für Söri

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