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Timo Horn: „Tony hat in der Kabine sofort den DJ-Part übernommen“

Die letzten drei Spiele hat der 1. FC Köln allesamt gewonnen. In den letzten beiden Partien blieb der Effzeh ohne Gegentor. Keeper Timo Horn ist mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden. Ein Sonderlob gab es für seine Vorderleute, die Torjäger und Stimmungskanone Anthony Modeste.

Köln – 18 Gegentreffer mussten die Geissböcke in dieser Saison bereits hinnehmen. Zu viele für die Ansprüche der Köln. In den vergangenen Spielen stand Köln in der Defensive aber deutlich stabiler. Timo Horn hatte in diesen Partien, vor allem gegen Fürth, allerdings bemerkenswert wenig zu tun. Am Dienstag sprach der Torhüter mit Medienvertretern über…

…sein letztes Spiel gegen Jahn Regensburg: „Es ging damals denkbar schlecht los für uns. Wir sind mit 0:2 in Rückstand geraten und haben kein gutes Spiel gemacht. Hinten raus hätte es aber kaum schöner laufen können. Es passiert nicht alle Tage, dass man einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg dreht. Sascha Bigalke war es damals in der letzten Minute. Die Freude war natürlich riesig und hat uns extra gepusht für die folgenden Spiele. Aber wie vor fünf Jahren sind wir auch heute gewarnt. Regensburg ist läuferisch noch immer eine starke Mannschaft und gerade zu Hause sehr aggressiv. Wir haben gegen Darmstadt gesehen, dass man da Stand halten muss.“

…die aktuelle Form des FC: „Man sieht, wie schnell die Stimmung umschlagen kann. Vor zwei, drei Wochen haben wir noch über ganz andere Dinge geredet. Jetzt haben wir drei Spiele gemacht, die sehr überzeugend waren, die erste Halbzeit in Darmstadt mal ausgenommen. Gegen Fürth so dominant zu spielen, ist schon sehr stark. Auch, wie viele Chancen wir uns herausspielen. Ich musste gar nicht viel dazu beitragen, dass hinten die Null stand. Es kann gerne so weitergehen. Ich bin gerne beschäftigungslos.“

Am Ende wollen wir vor dem HSV stehen

…die Entwicklung der Mannschaft: „Der Trainer hat es angesprochen, dass es jetzt so weitergehen muss. Wir dürfen uns nicht ausruhen. Das ist immer die Gefahr. Wir wollen kein böses Erwachen erleben, wie wir es in dieser Saison schon einmal hatten. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir daraus gelernt haben, und mit unseren beiden Stürmern haben wir vorne eine große Durchschlagskraft, sodass wir immer für Tore gut sind. Ich muss auch die Jungs vor mir in der Abwehr loben, wir haben uns wirklich gut weiterentwickelt. Die Jungs machen einen sehr guten Job. Wir sind mittlerweile auch ein Stück eingespielter. Wir lassen deutlich weniger zu. Das fängt vorne bei Simon Terodde mit dem Anlaufen an und hört hinten auf.“

…die Konkurrenz im Aufstiegsrennen: „Uns ist es egal, ob wir Erster oder Zweiter sind. Wir wollen aufsteigen. Das ist das einzige Ziel. Natürlich ist es immer das i-Tüpfelchen, wenn wir als Meister hochgehen. Das war auch beim letzten Mal so. Am Ende wollen wir gerne vor dem HSV stehen. Hätten wir in Hamburg nicht so ein schlechtes Spiel gemacht, dann wäre das jetzt auch der Fall. Wir können das alles richtig einschätzen. Hamburg wird sicherlich auch noch eine schwierige Phase bekommen, auch wenn die im Moment alles gewinnen. Jetzt kommen wir langsam in die entscheidende Phase mit den Spielen vor und nach der Winterpause. Wir wollen konstant weiter punkten und keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass der Weg in die Bundesliga führt.“

Tony ist der gleiche Charakter in der Kabine geblieben

…Rückkehrer Anthony Modeste: „Wer Tony kennt, weiß, dass er unheimlich große Qualitäten im Abschluss hat. Er macht im Training alle Bälle weg, wenn er sie aufgelegt bekommt. Er ist vor dem Tor sehr sicher. Als Torwart ist es da schwierig zu spekulieren. Auch als Typ ist Tony noch der Alte. Er hat in der Kabine sofort den DJ-Part übernommen. Er hat eine große Anlage mitgebracht. Er ist der gleiche Charakter in der Kabine geblieben und ich glaube, das wird sich noch mehr zeigen, wenn er seine ersten Spiele für uns gemacht hat. Ein bisschen fehlen ihm noch das Tempo und die Fitness, aber das kommt dann mit der Spielpraxis. Dann haben wir ein echtes Luxusproblem. Ich bin gespannt, wie wir das lösen werden. Andererseits weiß man auch nie, was in den nächsten Wochen so passiert. Es ist schon Wahnsinn, was wir in der 2. Liga für Möglichkeiten im Sturm haben.“

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