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Durchstarter Drexler: „Ich sehe den FC nicht als Sprungbrett“

Drexler über seinen späten Durchbruch, Toni Kroos und Christoph Kramer

Armin Veh hat über Sie gesagt, dass Sie “zu Höherem berufen sind“. Macht sie das stolz oder haben Sie das Gefühl Zeit vergeudet zu haben?

Ich kann von Herzen sagen, dass ich keine Zeit vergeudet habe, weil ich immer alles gegeben habe. Ich bin keiner von den Spielern, über den man später schreibt, dass er sein Talent vergeudet hätte oder viel höher hätte spielen können. Ich habe auch früher schon sehr professionell gelebt und dem Fußball alles untergeordnet. Jetzt ist es eine schöne Belohnung wenn ich ehrlich bin.

Ich könnte den Ball nie zehn von zehn Mal so perfekt annehmen wie Toni Kroos

Bei Bayer 04 Leverkusen haben Sie zusammen mit Top-Stars wie Toni Kroos oder Arturo Vidal gespielt. Was haben Sie von ihnen gelernt?

Arturo Vidal hatte damals schon ein sehr gutes Gespür bei der Ballannahme. Toni Kroos war im selben Alter wie ich, aber schon viel weiter. Die Art und Weise seiner Ballannahme konnte ich mit 19 Jahren nicht mehr lernen. Aber ich konnte versuchen zu verstehen, warum er den Ball mit dem schwachen Fuß annimmt und sich dann nach hinten dreht: Weil er genau wusste, dass er Druck von der anderen Seite bekommt. Ich könnte den Ball nie zehn von zehn Mal so perfekt annehmen wie er – aber ich kann mich in die gleiche Richtung drehen. Wenn ich das mache, komme ich trotzdem an den meisten Gegenspielern vorbei. Nur nicht so schön wie Kroos. (lacht)

Haben Sie noch Kontakt zu Spielern von damals?

Mit “Cello” habe ich damals ein Jahr zusammen gespielt. Auch zu Richard Sukuta-Pasu habe ich noch Kontakt. Aus meiner Jugendzeit hat aber vor allem die Freundschaft zu Christoph Kramer Bestand.

Der zweite Teil des großen Interviews mit Dominick Drexler erscheint am Mittwoch.

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