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Mehr Optionen: Aber ist Kainz die langfristige Lösung?


Der 1. FC Köln ist aus dem Trainingslager auf Mallorca zurück in der Domstadt. Die Geissböcke haben den Freitag frei bekommen. Am Samstag geht es für den FC weiter. Dann wird auch Florian Kainz mit dabei sein, der am Freitag seinen Medizincheck in Köln absolvieren wird. Aber kann der Linksaußen dem FC langfristig wirklich helfen?

Köln – Am Donnerstag landete Florian Kainz in Köln, genauso wie seine zukünftige Mannschaft. Wenn bei den ärztlichen Untersuchungen nichts Unerwartetes passiert, wird der Österreicher einen Vertrag beim FC unterschreiben und sich bis 2022 an Köln binden. Rund drei Millionen Euro soll die Ablöse für den offensiven Flügelspieler betragen. Viel Geld für den FC, viel Geld für den 26-Jährigen.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir auf links noch jemanden gesucht haben. Im Sommer haben wir uns für Drexler entschieden, aber er war immer bei uns im Fokus“, sagte Sportchef Armin Veh auf Mallorca. Im Winter ergab sich nun die Möglichkeit, Kainz vom SV Werder Bremen zu verpflichten. „Den Spieler habe ich schon lange im Blickfeld. Er passt zu uns, besitzt die Eigenschaften, die wir bislang nicht haben. Und er wäre ein Spieler, den ich auch in der Bundesliga im Blick gehabt hätte.“

Geis und Kainz – zwei unterschiedliche Transfers

In Bremen war man davon dagegen schon seit längerem nicht mehr überzeugt. Bei Werder, einem Team des Bundesliga-Durchschnitts, stand Kainz in zweieinhalb Jahren nur in weniger als der Hälfte aller Spiele in der Startelf. Zuletzt saß der 26-Jährige gar nur noch auf der Tribüne. Aus Sicht des Zweitligisten 1. FC Köln ist Kainz als klarer Gewinn, erweitert die offensiven Möglichkeiten, ist der fehlende Linksaußen, den es im Kader aktuell nicht gibt. Im Falle eines Aufstiegs aber müsste der Österreicher und ehemalige Teamkollege von Louis Schaub bei Rapid Wien erst noch beweisen, dass er den Geissböcken wirklich weiterhelfen kann.

Veh machte indirekt deutlich, dass die beiden Kölner Wintertransfers – Florian Kainz und Johannes Geis – unterschiedlich zu bewerten sind. Während Geis aus Kölner Sicht ein Experiment ist, sich im besten Fall zu einer Win-Win-Situationen für Klub und Spieler entwickeln könnte und im schlechtesten Fall kein Risiko darstellt, soll der Noch-Bremer als Linksaußen der gesuchte Mann nicht nur für den Aufstieg sein, sondern auch für eine Zukunft in der Bundesliga. Zu Geis sagte Veh: „Wir müssen uns auch an ein Budget halten, weshalb wir nicht einfach einen Spieler für zweieinhalb Jahre unter Vertrag nehmen können, von dem wir nicht wissen, ob er bei uns einschlägt.“ Kainz hingegen, der in 52 Bundesliga-Spielen für Bremen nur fünf Tore erzielen und sieben vorbereiten konnte, darf aufgrund des engen Kölner Budgets mit einer Ablöse von drei Millionen Euro bereits als Vorgriff auf die nächste Saison angesehen werden.

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