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Neuer Sechser: Muss Veh seinen Königstransfer vorziehen?

Seit Jahren fahndet der 1. FC Köln nach einem neuen Sechser. Spätestens im Sommer sollte endlich ein Neuzugang präsentiert werden. Doch aufgrund der Ausfälle im Mittelfeld-Zentrum könnte Sportchef Armin Veh nun gezwungen sein, seinen Königstransfer vorziehen.

Aus dem Trainingslager auf Mallorca berichtet Jonas Klee

Vor einem Jahr landete Armin Veh mit den Verpflichtungen von Vincent Koziello und Simon Terodde gleich zwei Transfercoups in einer Winter-Transferperiode. Und auch in diesem Winter fahndet der Sportchef offenbar intensiv nach möglichen Verstärkungen – insbesondere für die Position vor der Abwehr. Marco Höger, Vincent Koziello und Matthias Lehmann fehlen aktuell verletzt. Zudem wird Jonas Hector das erste Spiel nach der Pause gegen Union Berlin wegen einer Gelb-Sperre verpassen. Im Mittelfeld-Zentrum gehen dem Effzeh die Alternativen aus.

Müssen uns so aufstellen, dass wir gut in die Rückrunde starten können

Am Rande des Trainingslagers sprach Armin Veh bereits über mögliche Neuzugänge auf der Sechs. Man müsse sich natürlich Gedanken machen, wenn plötzlich drei Sechser ausfallen, so der Sportchef. Am Freitag blies FC-Trainer Markus Anfang ins gleiche Horn: „Es ist schade für uns, dass wir so viele Verletzte haben. Wir müssen zusehen, dass wir uns so aufstellen, dass wir vom ersten Tag an gut in die Rückrunde starten können. Die Spiele gegen Union und Aue sind zwei sehr wichtige Spiele. Dementsprechend müssen wir uns vorbereiten.“

Als mögliche Verstärkung wurde bereits David Kinsombi von Holstein Kiel gehandelt. Der 23-Jährige Abräumer spielt eine starke Saison und hat bereits vier Tore und zwei Vorlagen auf dem Konto. Der Holstein-Kapitän kennt zudem das Anfang-System noch aus der letzten Saison und bräuchte in Köln wenig Eingewöhnungszeit. Sein Vertrag bei den Störchen läuft allerdings noch bis 2021. Ob er Kiel schon im Winter verlassen will, ist fraglich. Zudem dürfte der Sechser bei einem vorzeitigen Wechsel nicht günstig zu haben sein.

Wir werden nicht in Aktionismus verfallen

„Wir haben auf der Position im defensiven Mittelfeld aktuell ein paar Schwierigkeiten, so ehrlich müssen wir sein“, sagte Markus Anfang am Freitag nach Nachmittagseinheit. „Aber wir werden nicht in Aktionismus verfallen und einen Spieler für ein oder zwei Spiele holen.“ Gleichzeitig betonte er: „Wir beobachten den Markt. Aber wir wollen nur jemanden holen, der auch zu uns passt.“

Veh hatte im Trainingslager ebenfalls betont, dass er nicht in Aktionismus verfallen werde und dass ein Transfer auch finanziell passen müsste. Kinsombis Marktwert wird auf drei Millionen Euro taxiert. Eine Verpflichtung im Winter würde für den Effzeh wohl nur Sinn ergeben, wenn der 23-Jährige auch als Sechser für die Bundesliga eingeplant ist.

Nur wenn uns ein Spieler auf Sicht stärker macht, dann macht ein Transfer auch Sinn

Angeblich soll auch Marc Stendera ein Kandidat beim FC sein. Veh kennt den 23-Jährigen noch aus Frankfurter Zeiten, doch die Verletzungshistorie des Mittelfeldspielers spricht klar gegen eine Verpflichtung. Ein Kreuzbandriss und Knieprobleme zwangen Stendera immer wieder zu langen Pausen. In den letzten zweieinhalb Jahren kam er bei der Eintracht lediglich 19 Mal zum Einsatz.

Markus Anfang hat jedenfalls eine klare Vorstellungen davon, was ein möglicher Neuzugang mitbringen muss: „Nur, wenn uns ein Spieler auf Sicht stärker macht, macht ein Transfer auch Sinn. Es geht darum, die Mannschaft sukzessive zu verbessern. Egal ob das im Winter ist, oder im Sommer.“ Stendera wäre, wenn überhaupt, eine kurzfristige Lösung, bei Kinsombi bliebe zumindest ein Risiko, immerhin verfügt der 23-Jährige über kaum Bundesliga-Erfahrung. Ob einer der beiden ein Königstransfer des Kalibers Terodde oder Koziello werden könnte, bliebe abzuwarten.

12 Kommentare
  1. 1.Effzeh Porz says:

    Sorry lehmann ist schon lange keine Alternative mehr,verletzt oder gesund. Hector ist und wird nie ein guter Sechser sein.Ich denke das haben wir alle diese und letzte Saison gesehen. Zu Stendera. Möchte Ihm keine Qualitäten absprechen aber der is ja leider noch verletzungsanfälliger als Clemens und Höger zusammen.und in meinen Augen eher ein Achter oder Zehner…Gerne den Kinsombi holen,am besten sofort und auch dafür in die Tasche greifen wenn es sein muss.Dafür den Schindler im Sommer für umme… comon effzeh

  2. guido says:

    Völlig richtig!
    Aber leider traue ich Veh zu Stendera zu holen.
    Veh kennt ihn ja noch aus Stuttgart und das reicht ja dann.
    Kinsombi fände ich auch ok, allerdings nicht als alleiniger 6er, sondern mit Koziello zusammen. Viel mehr geben die Berater wohl nicht her.
    Scouting des Effzeh, überragend ;-)

  3. standmattes says:

    Die Qualtiät des Scoutings können wir als Außenstehende doch null beurteilen.
    Entscheidend ist letzten Endes die Wertschöpfung; d.h. welchen Nutzen bringt der
    neuverpflichtete Spieler im Sinne des Erfolges der Mannschaft.
    Das ist, was wir sehen und mehr oder weniger bewerten können.
    Wieviel dann jeweils dem Scouting zu verdanken ist, steht noch mal auf einem anderen Blatt.

    Hinsichtlich eines neuen Sechsers und weitere Neuverpflichtungen, stehe ich
    voll hinter 1.effzeh Porz – joot jemaat!

  4. Susanne Lex says:

    Wenn man sieht das die Kieler Spieler wie Cichos, Kinsombi, Drexler usw vor ca 2 Jahren gescoutet haben und der FC seit Jahren nach einer starken 6 bzw einem starken Rechten Verteidiger sucht, dann will doch keiner hier das bestreiten oder ichfreumich?? Also was schreibst du da. Natürlich waren da auch gute Zugänge dabei. Aber das es fast regelmäßig zum Abstieg kommt zeigt die “ gute scouting“ Arbeit.
    Mal welche holen die einschlagen vorher keiner kannte und jung,das muss die Abteilung finden. Mere kosziello waren solche. Drexler, junge, der rennt seit Jahren hier rum. Kiel hat es gemerkt. Dann wird er für 4,5 Millionen gekauft und haette ihn vorher wesentlich billiger bekommen. SUPER DER MUELL. Wer sitzt da? Junge junge

  5. NICK says:

    Susanne. Das sind ja mal sinnvolle, fast ohne Schreierei, vorgebrachte Argumente. 2019 – weiter so…

    Vielleicht sollte man die Kieler Scouts einkaufen, als dem Verein die ganzen Spieler abzuwerben. Gute Transferpolitik sieht eigentlich anders aus, als bei einem Verein den Kader leer zu kaufen…

  6. Ulrich Treimer says:

    Die Verantwortlichen rund zu machen für Transfers (z. B. Stendera), die gar nicht erfolgt sind, ist armselig. Man sollte schon die Entwicklung abwarten und dann seine Meinung dazu äüßern.

    Ich würde jetzt keinen Spieler mehr verpflichten. Der Kader reicht aus.

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