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Teamgröße, Alter, Verträge: So sieht Kölns Kader aus


Der 1. FC Köln hat im Winter mit Johannes Geis und Florian Kainz zweimal auf dem Transfermarkt nachgelegt und hofft, mit Anthony Modeste in den kommenden zwei Wochen einen weiteren Neuzugang endgültig mit Spielgenehmigung willkommen zu heißen. Was bedeutet das für die Entwicklung des Kaders?

Köln – „Wir haben einen ganz normalen, ausgewogenen Kader“, sagte Armin Veh auf Mallorca. Der Sportchef betonte, auch in Zukunft „die Kadergröße so belassen“ zu wollen. Aktuell finden sich im Kölner Team Spieler aller Altersstufen, nur Simon Terodde (30), Thomas Kessler (32), Matthias Lehmann (35) sowie Modeste (30) haben die magische Grenze der 30 bereits überschritten.

Veränderungen auf diversen Positionen

Kesslers und Lehmanns Verträge laufen im Sommer aus. Der Ersatztorwart könnte noch einmal einen neuen Vertrag erhalten. Lehmann dagegen wird 2019/20 wohl nicht mehr zum Profikader gehören (aber möglicherweise sehr wohl noch zum 1. FC Köln). Weil zudem Frederik Sörensen den Klub verlassen und Nikolas Nartey ausgeliehen werden könnte, dürfte sich im Sommer das Gesicht der Mannschaft erneut auf diversen Positionen verändern. Zudem will der FC mit Noah Katterbach und wohl auch Darko Churlinov zwei Talente aus der U19 dauerhaft einbauen.

Der Umbruch schreitet also voran. Dennoch gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Kritik an den langen Vertragslaufzeiten für Spieler wie Rafael Czichos, Dominick Drexler oder Lasse Sobiech, die bislang entweder noch gänzlich ohne Bundesliga-Erfahrung oder nur wenig Erfolg im Oberhaus sind. Alle drei werden im Falle der Vertragserfüllung bis 2022 in Köln bleiben und damit zu den künftigen Ü30ern des Kaders zählen.

Die Fluktuation wird zunehmen

Veh betont, dass die Mischung aus Jung und Alt in einer Mannschaft entscheidend sei und dass „wir viele junge Spieler unter Vertrag genommen haben, weil wir denken, dass sie es bei uns schaffen können“. Weil der Sportchef von diesen jungen Spielern immer wieder welche verleihen möchte, um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen, wird die Fluktuation im Kader künftig wohl zunehmen. Yann Aurel Bisseck, Tim Handwerker und Joao Queiros sollen bekanntlich nur der Anfang sein (mehr dazu hier).

Es soll weiterhin ein Kader wie der aktuelle erhalten bleiben. Dieser umfasst aktuell zwei Profi- sowie zwei Nachwuchstorhüter. Darüber hinaus stehen 22 Profis plus Anthony Modeste und das Nachwuchs-Trio Nartey, Katterbach und Churlinov im Training. In der Vergangenheit hatte der Effzeh allerdings immer wieder Probleme, Spieler abzugeben, auf die man nicht mehr zählte. Auch, weil ihre gut dotierten Verträge langfristig liefen, sich die Spieler persönlich in Köln wohl fühlten und keine zwingende Notwendigkeit sahen, sich einen neuen Klub zu suchen.

Ein Risiko bleibt

Die ausgestellten Verträge der aktuellen Mannschaft sehen vor, dass 14 Profis den Klub noch bis 2022 erhalten bleiben – also noch dreieinhalb Jahre. Eine Ewigkeit im Fußball, jedoch oft begründet durch die gestiegenen Transfersummen. Was allerdings auch dazu führen könnte, dass aus den heutigen vier Ü30-Spielern im Jahr 2022 eine Gruppe von acht würde.

Was nicht schlecht sein muss, wenn wiederum junge Spieler wie Meré, Schaub, Koziello, Horn oder Hauptmann in ihre besten Fußballerjahre kommen und hochtalentierte Nachwuchsspieler den Sprung zu den Profis schaffen. Ein Risiko bleibt, wie bei jeder Kaderplanung, dass die älteren Spieler jedoch ihr Niveau nicht halten und zur Last – mindestens finanziell – werden können. Dieser Gefahr müssen sich die Verantwortlichen stellen. Veh hatte eine klare Vorstellung von der Zusammensetzung des aktuellen FC-Kaders mit dem einzigen Ziel, den Aufstieg zu erreichen. Der bisherige Erfolg gibt ihm Recht. Erst im Fall des Bundesliga-Aufstiegs würde sich zeigen, welche Qualität und Perspektive der Kader wirklich hat.

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