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Koziello vor Comeback, weil Köln zu viele Verletzte hat?

Der 1. FC Köln muss in den kommenden Wochen auf Niklas Hauptmann verzichten. Der Ausfall des zentralen Mittelfeldspielers ist nur die nächste schlechte Kunde aus der medizinischen Abteilung, nachdem sich in den letzten Wochen immer wieder FC-Spieler verletzt abgemeldet hatten. Muss deswegen nun Vincent Koziello schon früher als gedacht wieder in den Kader rücken?

Köln – Eigentlich hatte Markus Anfang eine Nominierung Koziellos am Montag bereits ausgeschlossen. Der Franzose sei, genauso wie Marco Höger, noch längst nicht wieder fit. „Er hat ja lange gefehlt“, hatte Anfang erklärt und betont, dass eigentlich weder Koziello noch Höger Kandidaten für den Kader am Freitag beim SC Paderborn seien. Da wusste der FC-Coach aber noch nicht, dass ihm in den kommenden Tagen mit Hauptmann ein weiterer Spieler im zentralen Mittelfeld wegbrechen würde.

Koziello im Dezember, Höger Anfang Januar, Salih Özcan Ende Januar, nun Hauptmann, dazu Louis Schaub im Januar und zwischenzeitlich auch Matthias Lehmann – das Kölner Mittelfeldzentrum geht am Stock. Aktuell stehen mit Johannes Geis, Nikolas Nartey, Dominick Drexler und dem ins Zentrum versetzten Jonas Hector nur vier Spieler für die drei Positionen im 3-5-2 zur Verfügung. Höger wird noch ein, zwei Wochen brauchen. Özcan könnte nächste Woche wieder einsteigen, wird dann aber wohl noch bis in den März hinein brauchen, um seinen körperlichen Rückstand aufzuholen. Hauptmann wird mehrere Wochen fehlen, Schaubs Rückkehr ist gänzlich offen, Lehmann zwar wieder fit, aber in Anfangs Überlegungen eigentlich kein Startelf-Kandidat mehr.

So musste der FC-Coach am Mittwoch, zwei Tage nach seinen Aussagen zu Koziello und Höger, seine Einschätzung zum Franzosen wieder revidieren. „Vince macht im Training schon einen guten Eindruck. Wir wollen mit ihm noch einmal Rücksprache halten, ob er eine Alternative für Freitag sein könnte“, hieß es da plötzlich von Anfang, der den 23-Jährigen als Alternative von der Bank gut gebrauchen könnte. „Eigentlich würde es recht früh kommen, aber der Junge hat in der Reha gut gearbeitet. Es könnte sein, dass er schon dazu stoßen wird.“

Koziello als Absicherung – Modeste unwahrscheinlich

Koziello hatte sich im Spiel in Regensburg Anfang Dezember eine Knieverletzung zugezogen, aufgrund der er eigentlich bis Ende Februar hätte ausfallen sollen. Doch der Techniker meldete sich früher als erwartet zurück und konnte in dieser Woche die Trainingseinheiten vollständig und ohne Probleme absolvieren. Gut möglich also, dass Anfang Koziello zumindest als Absicherung mit nach Paderborn nehmen wird. Johannes Geis, Dominick Drexler und Jonas Hector dürften für die Startelf gesetzt sein. Mit Nikolas Nartey, Lehmann und Koziello hätte der FC-Coach dann aber zumindest drei unterschiedliche Spielertypen als Alternativen in der Hinterhand.

Ob zu diesen Alternativen – wenn auch nicht im Mittelfeld, sondern im Sturm – auch Anthony Modeste in Paderborn gehören wird, blieb am Mittwoch weiter offen. „Ich warte noch ab, wie es am Donnerstag ist. Dann werden wir eine Entscheidung treffen. Es ist alles möglich, Tony könnte theoretisch auch noch nachkommen“, sagte Anfang. „Wir warten eigentlich stündlich auf eine Info. Franz Beckenbauer würde sagen: Schaun mer mal…“ Dass die FIFA noch rechtzeitig eine Entscheidung trifft und diese dann tatsächlich pro FC und Modeste ausfällt, gilt zumindest mit Blick auf die Partie am Freitagabend beim SC Paderborn als unwahrscheinlich.

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