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Mehr Fragen als Antworten: Das war gut, das war schlecht

Nur die individuelle Klasse punktet

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Der 1. FC Köln hat das erste der drei Zweitliga-Spiele in der Englischen Woche mit 3:1 (0:1) gewonnen. Doch der Sieg gegen den SV Sandhausen lässt kaum Schlüsse zu, ob die Spieler verstanden haben, worum es geht. Die 90 Minuten warfen mehr Fragen auf, als dass sie Antworten lieferten.

Köln – Der doppelte Modeste, sonst hatte der 1. FC Köln am Samstag gegen Sandhausen wenig zu bieten gehabt. Das Team von Trainer Markus Anfang verpasste die Chance, sich neuen Kredit zu erspielen. Dabei wäre ein Signal, auch nach innen, vor den Spielen in Aue und Ingolstadt wichtig gewesen.

Das war gut

In der ersten Halbzeit konnte selbst dem FC zugeneigten Beobachter nicht viel Positives auffallen. Und das, was in die Kategorie „gut“ gehören könnte, war nicht wirklich gut, sondern maximal befriedigend. Lediglich drei Spieler machten in den ersten 45 Minuten hin und wieder auf sich aufmerksam: Jhon Cordoba allen voran und mit Abstrichen noch Christian Clemens und Dominick Drexler. Einzig dieses Trio zeigte sich bemüht, so etwas wie Fußball auf den Rasen in Müngersdorf zu bringen.

Bemerkenswert ist dies durchaus. Schließlich gehören diese drei Spieler zu jenen FC-Profis, die Trainer Markus Anfang einiges zu verdanken haben. Drexler ohnehin, der seinem Coach aus Kiel nach Köln folgen durfte. Aber auch Clemens, der nach völlig verkorksten anderthalb Jahren seit seiner Rückkehr zum FC schon auf dem Abstellgleis schien, unter Anfang aber aufblühte: zwei Tore und vier Vorlagen zu Saisonbeginn zeugten von einem gänzlich anderen Clemens, bis er sich schwer verletzte und jetzt versucht wieder in die Form des Sommers zu kommen. Und dann wäre da natürlich noch Cordoba, aus dem Anfang den Stürmer formte, den viele in Köln schon abgeschrieben hatten – Anfangs fraglos größte Leistung bislang als FC-Trainer. Dass lediglich diese drei Spieler in Halbzeit eins engagiert auftraten, mochte Zufall gewesen sein. Auffällig war es dennoch.

Positiv und spielentscheidend war, dass Anfang gegen Sandhausen mit seinen Auswechslungen und Umstellungen nach der Pause richtig lag. Marco Höger überzeugte gegen müder werdende Gäste mit klugem Aufbauspiel in der Dreierkette. Louis Schaub und Anthony Modeste erledigten mit ihrer individuellen Klasse in der Schlussphase den Rest. Jedoch war die Summe der Qualität aller Einzelspieler am Ende auch nötig, um Sandhausen zu besiegen. Denn im Kollektiv hatte es der FC nicht geschafft, das eigene Potential auch nur ansatzweise abzurufen.

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