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Warnstufe Violett: Kann Köln von der Verlegung profitieren?

Unverrichteter Dinge ist der 1. FC Köln am Sonntagmorgen aus Aue wieder abgereist. Starker Schneefall und Glätte auf den Straßen hatten ein Anpfiff der Zweitligapartie unmöglich gemacht. Während ein neuer Spieltermin noch nicht feststeht, könnten die Kölner am Ende auch von der Verlegung profitieren. 

Köln – Das Erzgebirge hat am Sonntag zwischenzeitlich die Warnstufe Violett ausgegeben. Warnung vor extrem starkem Unwetter bedeutet die Farbe in der Unwetterzentrale Sachsen. Schneeverwehungen und bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sind gestern im Erzgebirge heruntergekommen. Mit der Absage haben die Verantwortlichen nicht nur die Gesundheit der Spieler auf den Platz gesichert, sondern auch die der anreisenden Zuschauer über die verschiedenen Zufahrtswege. „Es war mehr als sinnvoll, das Spiel abzusagen“, meinte auch Geschäftsführer Armin Veh, der sich selbst ein Bild von den Platzverhältnissen gemacht hatte.

Für Aue ist die Absage ärgerlicher als für Köln

Zwar ist die kurzfristige Absage für alle weit her angereisten Fans bitter. Und auch für den Effzeh, der nach dem Spiel gegen Union direkt in Berlin geblieben war, war die Verlegung ungünstig. Doch in Aue hatte man sich auf dem verschneiten Geläuf größere Chancen erhofft, den spielstarken Kölnern Paroli bieten zu können. „Ich glaube, die Vorzeichen wären für uns heute gut gewesen. Bei den Bedingungen hätte man Köln auf das eigene Niveau runterkämpfen können“, meinte Erzgebirge-Coach Daniel Meyer. Wer sich jedoch an den 10. Dezember 2017 erinnert, dürfte dazu vielleicht sogar eine andere Meinung haben. Damals empfing der bis dato noch sieglose Effzeh den SC Freiburg. Nachdem der Anstoß aufgrund von heftigem Schneefall mehrfach nach hinten verschoben werden musste, pfiff das Schiedsrichtergespann die Partie trotz schneebedecktem Platz letztendlich an. Zur Überraschung aller führten die Kölner nach einer halben Stunde mit 3:0. Erst nachdem sich die Platzverhältnisse gebessert hatten, lief es erneut gegen die Geißböcke – das Spiel endete bekanntlich mit 3:4.

Mehr Zeit zur Regeneration

Eine längere Vorbereitungszeit auf das Spiel am Freitag gegen den FC St. Pauli bleibt den Kölnern zwar nicht, schließlich hatte sich der FC-Tross bis drei Stunden vor dem geplanten Anpfiff mit den FC Erzgebirge beschäftigt. Allerdings können die Kölner am Freitag ausgeruhter in die Begegnung gegen den direkten Verfolger gehen. Und je nach Nachholtermin könnten Markus Anfang dann bereits wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen. Möglich sogar, dass selbst Anthony Modeste beim nächsten Versuch in Aue mit von der Partie sein kann. Eine neuer Termin soll schnellstmöglich festgelegt werden. Dann wird auch bekanntgegeben, wie es sich mit den bereits bezahlten Tickets der Anhänger verhält. Trotz all der widrigen Umstände, die Fans und Mannschaft am Sonntag zu Teil geworden sind, bleibt die Hauptsache, dass weder Spieler noch Fans bei dem Schneechaos zu Schaden gekommen sind.

6 Kommentare
  1. OlliW says:

    Ich denke, dass der FC von der Spielabsage bzw. dessen Verlegung eher profitiert. Die Reise nach Berlin war ja insgesamt eher negativ. Dann dort im Schnee festzustecken und dann mit dem Druck ein sehr schweres Spiel noch schwerer zu machen, hätte am Ende gut in die Hose gehen können.
    Einzig psychologisch wunder Punkt ist, dass heute Abend Pauli oder Union den FC auf Platz drei schießen können. Also hoffen wir mal auf ein Unentschieden, dass trotz Spielrückstand alles bleibt, wie es ist ;-)
    Wann auch immer das Aue-Spiel nachgeholt wird, es sollte dem FC zugute kommen. Wegen der Verletzen und weil man dann (hoffentlich!!!) mit weit weniger Druck und nicht zwei Niederlagen im Nacken da hin fährt.

  2. OlliW says:

    Das heißt, Du glaubst nicht, dass sich an Einstellung und „System“ bis dahin was ändert? Was soll sich ändern? Der FC spiel, wie er eben spielt. Das reicht meistens. Wenn man angesichts der vielen guten Leistungen in der Hinrunde nicht dran glaubt, dass man da wieder hin kommt, kann man in der Tat das Wiederholungsspiel schon mal verloren geben, wie auch die gesamte Saison. Dazu bin ich nie und nimmer bereit.

  3. Gerd Mrosk says:

    Spricht schon einiges dafür das der FC da mehr von profitiert Die Einstellung muss mal sowieso stimmen,ergo sind da die Punkte des besser zu bespielenden Platzes und der Erwartung mit weniger Ausfällen das Spiel zu bestreiten. Aber insgesamt alles hypothetisch Wird beantwortet mit nem 3:1 Sieg,egal wann und wie,am liebsten auf meinen Geburtstag am 19.2.

  4. NICK says:

    Die Tabelle lügt nicht. Wenn man sieht wie schwer wir uns gegen die Mannschaften auf den ersten acht Plätzen getan haben, dann macht mir das wenig Mut für die erste Liga. Auch wenn dann nicht mehr jeder gegen uns so ackert als wäre es ein Pokalspiel.

    Ich glaube auch nicht das es am Personal liegt. Es liegt am 1.FC Köln und der Strahlkraft dieses Vereins…hier verdienen die Spieler mehr als bei manchen Erstligisten, hier gehen Nationalspieler mit in die zweitd Liga, wenn hier so ein Drexler oder Czichos oder Anfang hinkommt – die verdienen plötzlich das fünffache (oder mehr) von dem was sie vorher hatten, dann spielen die zu Hause immer vor 50.000 Leuten…plötzlich gewinnen die mal drei Spiele am Stück und schon träumen die Spieler, dass Jögi Löw Morgen anruft und stellen sich die Championsleaque-Hymne als Klingelton ein und dann fliegen sie nach Berlin und spielen gegen Union. „Union wer? Waren die schonmal in der ersten Liga???“…dann geht auf den Platz und man meint, die spielen wir jetzt locker aus und dann gehts Paff-Paff und Mannschften wie Duisburg, Heidenheim, Pauli, Union, Bochum hauen die die Dinger massenweise aufs Tor und dann rutscht das Herz erstmal in die Hose und man wünschte, man wär doch wieder bei einen kleinen Verein wo das alles nicht so auffällt…Bein 1.FC Köln Fussball zu spielen ist gar nicht so einfach…

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