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Eine Woche zwischen Effektivität und viel Spielglück

Stabiler als zuvor und stark bei Standards

Der 1. FC Köln zwischen der Rückkehr zum sportlichem Erfolg und dem Rückfall in alte Zeiten politischer Zwiste: Auf dem Rasen haben die FC-Profis gegen Sandhausen, Aue und Ingolstadt zwar nicht geglänzt. Inzwischen scheint aber ohnehin nur noch das Endergebnis zu zählen. Vor allem mit Blick auf die nächsten Wochen.

Köln – Die Englische Woche des 1. FC Köln verlief effektiv und effizient zugleich: Mit neun Punkten war sie erfolgreich und damit höchst effektiv, weil der FC das maximal mögliche Ziel mit drei Siegen aus drei Spielen erreichte. Sie war aber auch in Sachen Kosten-Nutzen-Relation höchst effizient. Denn dafür, dass der FC so wenig Spielerisches zustande brachte, stand am Ende ein perfekter Return on Investment.

Das war gut

Markus Anfang lobte seine Mannschaft am Sonntag nach dem 2:1 in Ingolstadt für die Leidenschaft, die seine Spieler auf den Rasen gebracht hatten. Tatsächlich waren der Einsatz und die nötige Härte gegen unangenehme Schanzer der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Wenn es spielerisch schon nicht läuft, muss eine Mannschaft dem Gegner alles abverlangen, um im Zweifel glücklich zu siegen.

Dass dies gelang, war zunächst einer verbesserten Defensive geschuldet. Zwar musste Timo Horn in den ersten zehn Minuten zweimal eingreifen und hatte anschließend Glück, dass Dario Lezcano aus aussichtsreicher Position zweimal verzog. Doch gerade in Hälfte zwei ließ Köln defensiv nahezu nichts mehr anbrennen. Großchancen für Ingolstadt gab es keine mehr – der Anschlusstreffer wäre nicht gefallen, hätte Rafael Czichos kein Luftloch geschlagen. Dann wäre es auch das zweite Spiel ohne Gegentor in Folge geworden. Insofern konnte die Anfang-Elf zufrieden sein mit dem Gebotenen.

Und dann war da noch das Ausnutzen der wenigen Torchancen, die man sich selbst zwar nicht herausspielte, aber doch serviert bekam. Der Elfmeter, den Jhon Cordoba durch seine Explosivität herausholte und den Anthony Modeste sicher verwandelte. Der Eckball, den Johannes Geis perfekt auf den Fuß von Dominick Drexler servierte. Wem spielerisch wenig gelingt, der muss in den wenigen Momenten, die sich bieten, zuschlagen. So wie gegen Sandhausen, in Aue, in Ingolstadt. Das ist nicht schön anzusehen, aber eben effizient.

Aus der Englischen Woche bleibt also das Positive zurück mit nur zwei Gegentoren in drei Spielen, einer über die Spiele besser gewordenen Defensive sowie drei Toren nach Ecken und Freistößen in drei Spielen. Nicht auszumalen, was der FC erreichen könnte, wenn er jetzt auch spielerisch wieder abrufen würde, was er in dieser Saison schon gezeigt hat.

10 Kommentare
  1. Woeschelterjong says:

    Mit der Beschreibung der letzten drei Spiele bin ich voll und ganz einverstanden! Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es die geschilderten Unzulänglichkeiten eigentlich schon seit Saisonbeginn gibt!
    in meinen nunmehr 56 Jahren als FC Fan habe ich noch nie die Trennung von einem Trainer gefordert (habe ich ja auch kein Recht zu, aber ihr wisst, was ich meine), aber in dieser Saison sehe ich das anders! Ein neuer Trainer braucht üblicherweise eine gewisse Zeit, um seine Mannschaft so zu formen, dass sie als Mannschaft gut funktioniert! aber genau das kann ich nach zwei Drittel der Saison immer noch nicht erkennen! Kein stabiles System, oftmals sehr merkwürdige Spielerwechsel während des Spiels und es anscheinend erreicht er auch die Mannschaft während des Spiels nicht, um sie wirklich zu unterstützen und auf den richtigen Weg zu bringen oder zu halten! Auch wenn wir die Tabelle anführen, dürfen wir doch sehr sehr unzufrieden sein, vor allem in Hinblick auf die nächste Saison! Ich will mir nicht vorstellen, wie wir mit all diesen Unzulänglichkeiten den anderen bundesligavereinen zum Fraß vorgeworfen werden. Und unsere Missstände werden in der Bundesliga viel gnadenloser ausgenutzt als in der zweiten Liga!
    Was ich damit sagen will ist, man sollte wirklich jetzt handeln, damit der neue Trainer noch genügend Gelegenheit hat die Mannschaft schon diese Saison und dann auch in der Vorbereitung auf die neue Saison richtig auf die Bundesliga vorzubereiten! Es gehört sicherlich etwas Mut dazu, als Tabellenführer den Trainer zu wechseln! ohne es wirklich zu wissen, dann gehe ich davon aus, dass A.Veh genau das vorhatte Komma aber von Irgendjemandem ausgebremst wurde! Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung! aber wenn ich als sportlich Verantwortlich war mindestens zweimal massiv in die Traineraufgaben eingreifen muss, wie Armin Veh das getan hat, dann weiß ich was zu tun ist!
    meine große Bitte an alle handelnden Personen, unterstützt Armin Veh dabei, unsere Mannschaft richtig auf die erste Bundesliga vorzubereiten und jetzt die richtigen Weichen zu stellen!

  2. Jose Mourinho says:

    Während der Saison als Tabellenführer den Trainer zu wechseln ist mitnichten mutig, sondern vielmehr wahnsinnig. Dies gilt unabhängig davon, was man vom Trainer halten mag. Um das zu erkennen, muss man sich nur mal vorstellen, dass man dann mit dem neuen Trainer nicht aufsteigt. Sollte die sportliche Leitung (welche dann auch immer ;-) ) nach der Saison der Meinung sein, Anfang sei nicht der Richtige für Liga 1, dann wäre auch genau dann der richtige Zeitpunkt, einen solchen Schritt zu vollziehen.
    Wenn man sich die Spiele des HSV der letzten Zeit einsieht, könnte es dort mit ein wenig Glück noch dazu kommen. Ich bin gespannt, wie man in diesem Fall den Rauswurf von Titz nachträglich sehen würde, der passiert ist um die Saisonziele nicht zu gefährden.

  3. hennesarmin says:

    Ich schätze mal, dass bereits klar ist, dass für die 1. Liga ein neuer Trainer kommen wird. Die Suche dürfte bereits im Gange sein. Durchaus möglich, dass der beschriebene „Machtkampf“ auch um diese Frage geht, und Spinner eher am bisherigen Trainer festhalten will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die 1. Liga mit Anfang gemeistert werden kann.

  4. Ottla says:

    Genau so steigst du auf! Fordere ich schon seit Langem – Kringel mit Kirsche oben drauf klappt in der Liga eben oftmals nicht – dann brauchst du einen Plan B – wenn du den Kampf annimmst, hinten sicher stehst und auf die Qualität Vorne vertraust, dann klappt das schon – wenn du mit dem Anspruch des An-die-Wand-Spielen antrittst, kann das auch klappen, ja – s.h. Dresden – ABER: du musst ein Gespür dafür haben, wann was besser klappen kann – und es ist doch völlig klar, dass das eine Grundsatzentscheidung vor jedem Spiel ist und du zw. den beiden Spielweisen nicht sooo einfach mitten im Spiel hin und her switchen kannst (vor allem, wenn ein Schaub fehlt), wie in dem GBK-Beitrag gefordert – finde es super, dass Anfang das jetzt auch „Plan B“ als Spielmöglichkeit durchgehen lässt (vl. ja auch ein stückweit aufgrund des Feedbacks aus der Mannschaft nach der Aussprache nach dem SCP-Spiel).

  5. Holger says:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, das der Trainer und seine Spielidee……diese Mannschaft und der Verein nicht zueinander passen. Es gibt immer einige Spieler die man einen Hänger haben, aber aktuell frage ich mich, welcher Spieler normal Niveau hat…..mal ein paar Spiele am Stück?
    Normal ist das nicht.

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