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Gewinner Anfang über Veh: „Es war ein Fingerzeig“

Vehs Hoffnung geht auf - Anfang bedauert Spinner-Aus

Veh hatte auf Lerneffekt gesetzt

Genau diesen Lerneffekt hatte sich der langjährige Trainer und Meistercoach der Bundesliga vom 44-Jährigen erhofft. Veh hatte immer wieder erklärt, an Anfang zu glauben und in ihm ein großes Trainertalent zu sehen. Nur schien die Entwicklung beim FC zu stocken, sodass sich Veh für einen Weckruf entschieden hatte. Am Dienstag deutete Anfang an, dass er diese Worte nach der Pleite in Paderborn auch so interpretiert habe. „Am Ende war es ein Fingerzeig in einer Situation, in der die Ergebnisse ausgeblieben sind“, sagte Anfang und war sich offenbar sehr wohl bewusst, dass ihm weitere Misserfolge den Job hätten kosten können.

Anfang aber schaffte die Wende mit einer Mannschaft, die den Weckruf offenbar auch gehört hatte und nun wieder in der Lage scheint, ihr Potential abzurufen. Derweil waren die Gespräche zwischen Veh und Anfang nie abgerissen, die beiden Fußballlehrer tauschten sich auch vor dem Duell gegen Bielefeld intensiv aus, wie der FC-Trainer bestätigte und dabei auch ein Beispiel nannte, in dem die beiden sportlichen Leiter offenbar nicht gänzlich einer Meinung gewesen waren: in der Frage, ob der FC mit Johannes Geis, Marco Höger oder beiden auflaufen solle. „Wir unterhalten uns sehr häufig über Fußball. Es gibt viele Dinge, die gut sind, aber auch andere Dinge, die man anders sehen kann. Wir haben jetzt mit Geis und Höger gespielt. Da war auch das Thema: Sollen wir nur mit einem spielen? Aber wir wollten mit beiden spielen, weil wir geglaubt haben, das könnte für uns wichtig werden.“ Am Ende lagen Anfang und sein Trainerteam richtig, Geis und Höger harmonierten gut und spielten stark.

Wenn man gemeinsam startet, will man gemeinsam ankommen

Nun also liegt der FC mit 51 Punkten aus 25 Spielen auf Kurs in Richtung Bundesliga. Der vierte Tabellenplatz ist bereits mit acht Zählern distanziert, ein Dreikampf an der Spitze mit dem HSV und Union Berlin zeichnet sich immer klarer ab. Neun Spiele stehen noch an, dann soll spätestens am 19. Mai gefeiert werden. Einen kleinen Wermutstropfen empfindet Anfang allerdings doch: das Aus von Präsident Werner Spinner. „Wenn man gemeinsam startet, will man gemeinsam ankommen“, sagte Anfang, der einst vom Vorstand als potentieller Nachfolger von Peter Stöger ausgeguckt worden war. Nun könnte der 44-Jährige in wenigen Wochen schaffen, was Stöger 2013/14 gelang. Und wenn es nach ihm und Veh geht, soll der nächste Schritt dann in der Bundesliga erfolgen.

2 Kommentare
  1. Jhen says:

    Geisi und Högi als doppel6i ist ok aber nicht wie zuvor Geisi in der Abwehrkette. So können die beiden sich die Strecken teilen, das ist wie bei Hase und Igel wobei Geisi und Högi die Igel sind.
    Und Hector im Mittelfeld war auch eine Schnapsidee. Durch Zufall und Ausfall hat es beim letzten Mal gepasst. Kann sich das Anfang wirklich auf die Fahnen schreiben?

  2. Jose Mourinho says:

    Man kann es natürlich auch anders machen: wenn etwas nicht klappt, ist es Anfangs Fehler. Wenn etwas klappt, war es Zufall. Ich persönlich finde eine solche Argumentation lächerlich, aber muss ja jeder selber wissen.

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