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Millionen-Streit um Modeste: Cannavaro muss aussagen

Der Streit zwischen dem 1. FC Köln und der Firma des Spielervermittlers Giacomo Petralito geht in die nächste Runde. Das Landgericht Köln hat nun angekündigt, dass im Zusammenhang mit dem Transfer von Anthony Modeste zum FC Tianjin im Sommer 2017 nun ein weiterer Zeuge gehört werden soll: Weltmeister und Ex-Tianjin-Trainer Fabio Cannavaro.

Köln – Wie das Landgericht Köln erklärte, erhofft man sich von einer Aussage des 45-Jährigen eine Klärung der Frage, ob Petralito im Sommer 2017 in persönlichen Gesprächen mit dem Italiener Einfluss auf den Transfer genommen hatte oder nicht. Es gehe darum herauszufinden, ob der Spielervermittler „den damaligen Trainer des FC Tianjin von einer Verpflichtung des Spielers Modeste überzeugt und insbesondere Zweifel an dessen sportlichen Qualitäten im Vergleich zu anderen Stürmern ausgeräumt hat“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Petralito erklärte, Cannavaro habe aufgrund der Arbeit des Spielervermittlers den FC-Stürmer als seinen Wunschspieler bezeichnet und die Vereinsbosse in China zu einem Transfer bewegt. Dieser Behauptung widerspricht der Effzeh, weshalb auch geklärt werden muss, ob Cannavaro überhaupt in der Position war, über die Verpflichtung eines Spielers „maßgeblich“ entscheiden zu können, wie das Landgericht weiter erklärte.

Was heißt „nicht wesentlich beteiligt“?

Petralito fordert vom 1. FC Köln eine Provision in Höhe von zwei Millionen Euro für die Vermittlung des Franzosen an den chinesischen Klub. Der Effzeh lehnt eine Zahlung bislang ab, da der Spielervermittler aus Sicht des Klubs „an dem Transfer nicht wesentlich beteiligt“ wegen war. So hatte es der 1. FC Köln in einer Stellungnahme im Januar kommuniziert. Wie „wesentlich“ diese Beteiligung tatsächlich war, soll nun durch die Zeugenaussage von Fabio Cannavaro ermittelt werden. Der Termin für die Anhörung wurde auf den 6. Juni 2019 festgelegt.

4 Kommentare
    • Pascal says:

      So ist das als Redakteur, mal gibt es mehr, mal weniger zu sagen – aber Geld müssen die trotzdem verdienen. Es ist doch gut, dass es wieder etwas ruhiger ist. Wenn dir eine Schlagzeile zu langweilig ist, lies den Artikel einfach nicht.

  1. Gerd Mrosk says:

    Ja mcwolli,anscheinend ist dir eher langweilig Nicht,das ich es nicht kennen würde,aber dafür die Berichter zu kritisieren erschliesst sich mir nicht Ich jedenfalls war den ganzen Tag arbeiten und wusste diese Infos nicht

  2. Dieter says:

    Zu solchen Transaktionen sollte es doch bestimmt ein Vertragswerk geben. Da vertraue ich doch mal auf Alexander Wehrle. „Nicht wesentlich beteiligt“ hört sich fast so an „wie ein bisschen schwanger“. Spielervermittler kann man mögen oder nicht, ich tendiere zum letzteren.

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