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Starke Leistungen, aber Talente müssen sich gedulden


Der 1. FC Köln wird in dieser Woche nur mit einer reduzierten Mannschaft auf dem Trainingsplatz stehen (mehr dazu hier). Insgesamt fünf Profis fehlen durch Abstellungen ihrer Nationalmannschaften, darüber hinaus vier weitere erkrankt oder verletzt. Eigentlich die Chance für die größten FC-Talente aus dem Nachwuchs. Doch diese sind selbst unterwegs.

Köln – „Aus der Jugend können wir niemanden nach oben ziehen, denn gerade in der Phase, in der wir das machen könnten, sind auch die bei ihren Nationalmannschaften“, sagte Markus Anfang am Montag, nachdem er mit einer überschaubaren Trainingsgruppe die erste Einheit der Woche absolviert hatte.

Gerne hätte Anfang neben Nikolas Nartey die drei U19-Talente Darko Churlinov, Noah Katterbach und Tomas Ostrak in dieser Woche zu den Profis befördert. Doch der Mazedonien Churlinov wurde mit seinen erst 18 Jahre in die A-Nationalmannschaft seines Landes berufen. Katterbach weilt bei der deutschen U18, Ostrak wurde für die tschechische U19 nominiert. Und weil auch Nartey mit der dänischen U19 unterwegs ist, können die vier größten FC-Talente aus dem Nachwuchs die Chance nicht nutzen, sich bei den Profis zu zeigen.

U19-Talente wollen um Meistertitel mitspielen

Anfang betonte zwar, dass es für die jungen Spieler wichtige Erfahrungen bei den Nationalmannschaften seien. Doch das Quartett muss sich weiter gedulden. Aktuell ist Nartey der einzige Youngster, der auch während des Ligabetriebs mit den Profis trainiert, an den Wochenenden dann bei der U21 in der Regionalliga zum Einsatz kommt. Churlinov, Katterbach und Ostrak dagegen sollen sich auf die U19-Bundesliga konzentrieren, wo die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck auf dem ersten Tabellenplatz in der Staffel West liegt und sich unbedingt für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren will. Das U19-Trio spielt dabei eine tragende Rolle in der Ruthenbeck-Elf, weshalb man sich beim FC darauf verständigt hat, dass sich die drei Leistungsträger bis Saisonende primär auf die U19 konzentrieren sollen – mit der Perspektive, im Sommer den Sprung zu den Profis zu wagen.

Das könnte dann auch auf Nartey zutreffen, sofern sich der Däne weiter so entwickelt wie in den vergangenen Wochen. Lange hatte der Mittelfeldspieler mit Verletzungen zu kämpfen. Nun ist der 19-Jährige fit und avanciert bei der U21 des Effzeh zu dem Leistungsträger, den man schon länger in ihm gesehen hatte. Mit drei Toren in den letzten zwei Spielen trug Nartey wesentlich zum Erfolg der Elf von Trainer Andre Pawlak bei. In den kommenden Wochen soll er maßgeblichen Anteil daran haben, dass die U21 doch noch viertklassig bleibt. Gelingt ihm dabei der nächste Leistungssprung, könnte ihm im Sommer ein dauerhafter Platz bei den Profis winken – oder eine Vertragsverlängerung mit gleichzeitiger Ausleihe, um anderswo weiter Spielpraxis zu sammeln. Bis zum Sommer aber müssen sich Nartey und die drei U19-Talente trotz ihrer guten Leistungen gedulden.

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