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Modeste der einzige Verlierer des Spielausfalls

Anthony Modeste hätte gerne am Sonntag für den 1. FC Köln sein zweites Zweitliga-Spiel von Beginn an bestritten. Wegen der Erkrankung von Simon Terodde hatte es als sicher gegolten, dass der Franzose beim MSV Duisburg in der Startelf gestanden hätte. Durch die Spielabsage wurde der 30-Jährige zum einzigen Kölner Verlierer des Wochenendes.

Köln – Nach dem Dreierpack von Simon Terodde in der Vorwoche gegen Arminia Bielefeld hatte sich Modeste ausgerechnet, in Duisburg beim Tabellen-17. ebenfalls ein Ausrufezeichen setzen zu können. Vier Tore in fünf Einsätzen, zumal nur einmal von Beginn an, hatten dem Franzosen ein Traum-Comeback beim FC beschert. Nun hätte ihn Anfang wohl neben Jhon Cordoba aufgeboten, doch die Spielabsage machte dieser Hoffnung des Angreifers einen Strich durch die Rechnung.

Durch Teroddes Mandelentzündung hätte Modeste nicht nur die Chance bekommen, den FC zum Sieg zu schießen. Er hätte sich auch die dringend benötigten Restprozente holen können, die ihm körperlich noch fehlen. Der Franzose hatte zuletzt betont, körperlich die 100 Prozent noch nicht erreicht zu haben. Und auch Markus Anfang ist sich bewusst, dass sein Winter-Neuzugang noch nicht bei voller Leistungsfähigkeit ist. „Tony schätzt sich sehr realistisch ein und hat Recht mit seiner Einschätzung“, hatte der FC-Coach vor der Spielabsage erklärt. „Das hat aber keine Aussagekraft, ob er von Anfang an spielen kann. Es hat nur Aussagekraft darüber, ob er 90 Minuten das Tempo gehen kann, das wir brauchen, oder ob er das nur 80 oder 75 Minuten gehen kann.“

Du musst damit rechnen, dass du wechseln musst

Da Modeste bereits in Ingolstadt erst kurz vor Schluss ausgewechselt worden war, weiß Anfang durchaus, dass Modeste die Partie in Duisburg hätte durchziehen können. Allerdings verwies der FC-Trainer auch darauf, dass die Personalie Modeste für ihn mit weiteren Überlegungen verbunden gewesen wäre. „Wenn ein Spieler nicht bei 100 Prozent ist, musst du damit rechnen, dass du auf der Position wechseln musst“, sagte Anfang und erklärte seine Gedankenspiele: „Was ist, wenn du dann wechselst? Wie wirkt sich ein Wechsel auf den Spielverlauf aus? Willst du vielleicht offensiv noch mal nachlegen, aber eigentlich musst du auch wechseln? Das muss man planen.“

Bei Terodde wusste Anfang zuletzt, dass dieser nicht nur im Strafraum über 90 Minuten auf der Höhe war, sondern auch körperlich im Spiel gegen den Ball. Nun hat die Erkrankung den Stürmer zurückgeworfen, während Modeste nicht die erhofften 90 Minuten in Duisburg bekommen konnte. Der Franzose wird daher im Testspiel am Donnerstag gegen den SC Paderborn nachholen, was ihm am Sonntag verloren gegangen war. Terodde hingegen wird zuhause darauf hoffen, nicht allzu viel von seiner Fitness zu verlieren. „Die Werte sind besser geworden. Er ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch keinen Zeitplan“, verriet Anfang am Montag. „Wir sind aber auch nicht unter Zeitdruck.“

Noch zwölf Tage haben die Geissböcke bis zum nächsten Pflichtspiel daheim gegen Holstein Kiel. Bis dahin dürfte Terodde wieder fit sein, bis dahin will auch Modeste weiter sein als zuletzt. Für den FC also eigentlich eine Situation, aus der die Mannschaft als Gewinner hervorgehen sollte. Modeste selbst jedoch dürfte wissen, dass ihm am Sonntag durch die Spielabsage eine doppelte Chance entgangen ist: sich mehr Spielpraxis zu holen und sich sportlich durch Tore hervorzutun.

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