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Müller-Römer übernimmt und wird nicht für Vorstand kandidieren

Ab Dienstag, dem 12. März 2019, ist Werner Spinner nicht mehr Präsident des 1. FC Köln. Der 70-Jährige hat am Montagabend gegenüber dem Mitgliederrat seinen Rücktritt erklärt. Das Gremium wählte daraufhin einstimmig Stefan Müller-Römer anstelle des scheidenden Präsidenten in den Vorstand. Das gab der FC am Abend bekannt.

Köln – Allerdings ließ der FC offen, ob Müller-Römer als Interimspräsident oder Interimsmitglied des Vorstands agieren wird, da dies „rechtlich unklar“ sei, hieß es in der Mitteilung des Klubs. Müller-Römer erklärte dazu: „Das ist nicht so wichtig und muss meines Erachtens auch nicht entschieden werden. Ich werde den beiden Vorstandskollegen vorschlagen, dass wir diese Frage ausklammern und einfach kollegial zusammenarbeiten. Wichtig ist jetzt der Verein, nicht irgendwelche Titel oder Eitelkeiten.“

Müller-Römer stellte zudem klar, dass er die Vorstandsaufgabe ausschließlich für die Übergangszeit bis zur kommenden ordentlichen Mitgliederversammlung Anfang September übernehmen werde. „Ich werde bei der Neuwahl des Vorstands im Herbst nicht für den Vorstand kandidieren, weder als Präsident noch als Vizepräsident.“

Jetzt setzen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit

Da Müller-Römer für seine Zeit als kommissarischer Vorstand sein Amt als Mitgliederrat und dessen Vorsitzenden ruhen lassen muss, übernimmt diese Position vorübergehend Carsten Wettich. Dessen Posten als Stellvertreter wird wie erwartet Walther Boecker bis zur nächsten Mitgliederversammlung ausüben. Damit sitzen bis zur nächsten Vorstandswahl mit Müller-Römer, Wettich und Boecker drei ursprüngliche Mitgliederräte im Gemeinsamen Ausschuss.

Auch die Vizepräsidenten Markus Ritterbach und Toni Schumacher ließen sich in der FC-Mitteilung zitieren: „Herzlichen Glückwunsch und zugleich ein Dankeschön an Stefan Müller-Römer, Carsten Wettich und Walther Boecker, die sich in neuer Rolle für den FC einsetzen. Wir danken Werner Spinner für seinen Einsatz als Präsident in unserem Vorstandsteam seit 2012. Jetzt setzen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit sowohl im Vorstand als auch im Gemeinsamen Ausschuss im Sinne des 1. FC Köln.“

21 Kommentare
    • Michael H says:

      Zu SMR habe ich keine klare Meinung.

      Aber… die Idee eines Mitgliederrates war Mumpitz. Klar, das war Overraths desaströsem Vorsitz geschuldet und irgendwas musste passieren. Dennoch, da gibt es Menschen des lokalen öffentlichen Lebens und ein paar sogenannte Fans, die Verein bzw. KGaA kontrollieren sollen? Nunja. Da kann man den Karnevalspräsidenten auch direkt in den Vorstand wählen…

      • JuppZupp says:

        Oh man, „Zu SMR habe ich keine Meinung“, wieso kommentierst du etwas wovon du keinerlei Ahnung hast, gesteigertes Mitteilungsbedürfnis oder was, du hältst dich wohl für die Elite der „nicht sogenannten Fans“, nein du bist kein Fan du bist ein dummschwätzender Eventie, du stehst wahrscheinlich auch mit dem Smartphone im Stadion um auch jedem zu zeigen dass du dabei warst, natürlich nur solange es rund läuft. Ich empfehle für „Elite Fans“ wie dich zu den Bretzeln zu gehen und hier keinen Scheiß zu erzählen, zumal du anscheinend absolut keinen Plan hast was Sache ist.

      • major says:

        Die Idee eines Mitgliederrates war kein Mumpitz, lediglich die Ausgestaltung war es. Warum der Mitgliederrat im Rücktrittfall einen Ersatz stellt – niemand weiß es und damals hörte sich das theoretisch ja ganz toll für die Mitglieder an. Ein vom gemeinsamen Ausschuss gewählter Ersatzvorstand wäre „konkordialer“ gewesen.

        So hat SMR jetzt das einzige kritikfähige Organ „Mitgliederrat“ hinter sich und steht ganz oben. ich denke, daß „uns“ damals die neue Satzung nicht so von ihm verkauft wurde. Die Formulierung „Das Amt des entsandten Mitglieds im Mitgliederrat ruht während dieser Zeit“ hätte er sich schlicht sparen können, faktisch hat er dort seinen Statthalter und sein Posten wird ihm dort auch frei und warm gehalten.

  1. LOCUTUS says:

    SMR hat es verdient, dass man ihm eine faire Chance gibt und dann spätestens im September objektiv beurteilt.
    Er wurde vom Mitgliederrat, den „wir“ gewählt haben, in das Präsidium gewählt; basierend auf einer Satzung, die „wir“ abgesegnet haben.
    Dies nennt man demokratische Strukturen.
    Seine Absage an eine Kandidatur auf den Präsidenten-Posten im September direkt zu Beginn, rechne ich ihm hoch an, und lässt mich daran glauben, dass für ihn das Wohl unseres FC an erster Stelle steht.
    Ich drücke ihm die Daumen und bin gespannt, wie Ritterbach u Schumacher mit ihm umgehen werden; bei den beiden letztgenannten sehe ich die viel größere Gefahr für Unruhe und Intrigen.
    Es bleibt spannend.

  2. major says:

    SMR 2011: „Die modernste Satzung aller deutschen Fußballvereine“
    SMR 2019: “ „rechtlich unklar“ sei, hieß es in der Mitteilung des Klubs. Müller-Römer erklärte dazu: „Das ist nicht so wichtig und muss meines Erachtens auch nicht entschieden werden.“

    Rechtliche Unklarheiten sind Anwalts Liebling. Kann er ja wieder klagen.

    Und zu @Locutus: Mit Hilfe „demokratischer Strukturen“ sind schon ganz andere in Positionen und Situationen gekommen, die nachher niemand wollte. Da braucht man nicht nach Amerika, Ankara oder auf den Brexit zu schauen. Overath war auch ein Ergebnis demokratischer Strukturen.
    Überhaupt werden diese „demokratischen Strukturen“ nur dann gelobt, wenn sie einem passen. Letztlich ist sogar Hitler durch „demokratische Strukturen“ und einen eher simplen Geschäftsordnungstrick an die Macht gekommen, aber sowas darf man von einem Anwalt sicher nicht erwarten, der schon den Verein verklagt hat, in dessen Vorstand er jetzt sitzt.

    Ich wiederhole das nochmal: Stefan Müller-Römer – damals ohne jede Funktion im Verein – hat 2011 den Verein verklagt, die Namen und Anschriften ALLER volljährigen Mitglieder herauszugeben, unabhängig von deren Widersprüchen dagegen und sich anderen Lösungen, die die Persönlichkeitsrechte der Mitglieder gewahrt hätten, verweigert. Theoretisch – bis er wieder klagt – ist das nach der neuen DSGVO nicht mehr möglich, aber als DatenSCHUTZ-Anwalt kennt er sicher alle Kniffe.

    Ich traue SMR nicht weiter als ein Maikäfer pinkeln kann.

      • major says:

        Du meinst, der „Selbstversorgung“ ;)

        Aber da er ja bei dieser rechtlich unklaren Regelung federführend war, fällt ihm das jetzt schon vor die Füße.

        Bleibt die Frage, ob „seine“ angeblich so starke 50+1-Regelung denn „rechtlich klar“ ist. 1860 München hat die immer noch – der Jordanier hat die 60er aber so von seinem Kapital abhängig gemacht, daß die das Papier nicht mehr wert ist

        Damit hat man nur die DFL-Regelung übernommen, deren Anwendbarkeit mit EU-Recht aber umstritten ist. Und klar: der Jordanier von oben klagt angeblich dagegen, aber das arabische Großmaul wollte auch schon ein Löwengehege für die 60er an der Allianz-Arena bauen.
        bin mal gespannt, wann jemand einen Pandazoo oder ein Kamelmuseum in Müngersdorf ankündigt…

        Am Ende gibt es dann eben doch Mateschitz, Hopp und Co, die diese Regel erfolgreich untergraben haben oder wie Kind untergraben wollen.
        Am Rande: RB Leipzig hat ganze 7 stimmberechtigte Vereinsmitglieder und alle haben Flüüügel…

        Da stellt sich für mich die Frage, ob die von Stefan Müller-Römer vor allem wegen und gegen Overath durchgeboxte Satzung überhaupt noch so modern ist, oder jemals war. Ich glaube, das waren nur Zückerchen für die Mitglieder, damit die die versteckten Kröten schlucken. Ein Nachrückervorstand aus anderen Gremien – der Gemeinsame Ausschuss hätte sich angeboten – wäre schließlich auch denkbar gewesen. So beerbt sich SMR mit „seiner“ Satzung und „seinem “ Mitgliederrat aber eben selbst.

    • guido says:

      Fc Reloaded, im übrigen alles Vereinsmitglieder, haben damals den Vorstand gebeten ein Schreiben zwecks AMV an alle Mitglieder zu versenden, oder dies im Vereinsorgan zu veröffentlichen. Dies ist das RECHT jedes Mitglieds.
      Der Verein hat sich geweigert dieses Schreiben weiterzuleiten bzw. zu veröffentlichen.
      Daraufhin wurde die herausgabe der Adressen an einen TREUHÄNDLER angefragt, nur zum zwecke der Weiterleitung des Anschreibens. Ebenfalls verweigert …..
      Welche anderen Lösungen, die die Persönlichkeitsrechte der Mitglieder gewahrt hätten, hätte es denn gegeben du Schwadlappen?
      Aber arbeite ruhig an deiner Hetzkampagne weiter

      • major says:

        Also erstmal heißt es Treuhänder, zweitens heißt es Schwaadlappe und drittens wurde dies vom Verein angeboten und von FC:Reloaded/SMR abgelehnt, weil es für die zu teuer gewesen wäre, einen Vergleich zu schließen:
        https://fc.de/de/fc-info/news/detailseite/details/schreiben-des-praesidiums/

        Dieses Schreiben steht unwidersprochen seit Februar 2011 im Netz. Google ist Dein Freund, es gibt noch jede Menge andere Quellen dafür.

        Was sind denn Deine Quellen? Hat der Bruder vom Schwager der Brotverkäuferin selbst von seinem Onkel gehört? Wer hier die allgemeine Legende nachplappert is ne Schwaadlappe.

        Hetzkampagne…als nächstes bin ich Terrorist und dann kann man ja endlich doch noch das neue Polizeigesetz sinnvoll anwenden, oder ? Geh Deinem neuen Fürsten die Stiefel lecken, Scherge.

        • guido says:

          Joo, heißt Treuhänder.
          Ja, stimmt. Es wurde vom Verein angeboten einen externen Treuhänder einzusetzen, bei Übernahme der Kosten durch die Initiative. Dies war dann der Initiative (Vereinsmitglieder) zu teuer. Klassisch ausgebremst! Gelebtes Vereinsrecht?
          Aber zigtausend Karten zu drucken, mit einem Häckchen ich widerspreche der Herausgabe…, das Geld war von Vereinsseite vorhanden (ebenfalls Vereinsmitglieder).
          Meine Quellen sind / waren im übrigen die Initiatoren selbst, die diese Informationen veröffentlichten.
          Aber ich verspreche dir, dich nicht als Terrorist zu betiteln.
          Ich rede hier von einem VEREIN, von Mitglieder rechten etc.
          Du lederst hier überall gegen SMR ab, da du in ihm eine Machtgeile Person siehst, nur auf eigenen Vorteil bedacht.
          Belege dafür hast du aber keine, sondern nur Aussagen wie:
          „Ich traue SMR nicht weiter als ein Maikäfer pinkeln kann“

          Egal, ich habe leider gar nicht die Zeit um hier Stundenlang zu schreiben. darum ein abschließenden.
          Schwaadlappe

  3. Jose Mourinho says:

    Ich kann mich major hier nur anschließen. Wenn es hart auf hart kommt, wird er meines Erachtens auch die ausgeklammerte Frage wohl doch entscheiden wollen, welche Position er nun eigentlich inne hat.
    Im Übrigen muss MR auch bewußt sein, dass er jemand ist, der unter den MItgliedern extrem polarisiert. Schon aus diesem Grund hätte er darauf verzichten müssen, selbst in den Vorstand nachzurücken, wenn es ihm um das Beste für den Club gehen würde. Es dürfte aber klar sein, dass ein Kandidat mit dem sich die große Mehrheit der MItglieder hätte anfreunden können und der auch unbelastet in die Arbeit mit Vorstand und Geschäftsführung hätte gehen können, die bessere Lösung gewesen wäre als ein Spaltpilz. Aber einen solchen Verzicht hat das Ego dann wohl doch nicht zugelassen.

    • major says:

      Ich sehe da persönlich lieber den worst case, dann bin ich nicht so entsetzt, wenn er eintritt. Aber ich muss zugeben, daß ich das alles auch nicht erwartet habe.

      Aber ich habe noch Luft nach oben. Da gäbe es Klagen vor dem Landgericht wegen der „offenen Frage“, Eilanordnungen, und und und.

      SMR ist ein Spaltpilz, der vor allem von den Gräben, die er selbst ausgehoben hat, gut lebt, jetzt sogar auf Kosten der KGaA, sofern er nicht, wie Spinner, auf das Geld verzichtet oder der Stiftung zukommen lässt.
      Aber wie würde er uns das mitteilen? Immerhin steht er mit „Dialog mit Fanszene und Fanclubs“ auf der FC-Mitgliederrat-Seite. Von Dialog kann ich nicht viel bei SMR feststellen, mit mir redet er jedenfalls nicht.

  4. Stefan Arnold says:

    Ich finde es ganz gut, dass Müller-Römer jetzt in den Vorstand wechselt. Bisher wurde vom Mitgliederrat nur kontrolliert bzw. Kritik geübt. Jetzt kann man mal sehen, ob er als Vorstand was bewegen und es besser machen kann. Ich hoffe, dass sich alle Gremien bis zur Mitgliederversammlung jetzt am Riehmen reißen und den Aufstieg nicht gefährden. Dann bin ich mal gespannt, wer als neuer Vorstand vorgeschlagen wird. Das wird meiner Meinung nach noch sehr schwierig geeignete Kandidaten zu finden, die sich das auch antun wollen.

  5. HanseaticGeissbock says:

    Es ist mir unverständlich, warum hier so überwiegend negative Kommentare zu SMR abgegeben werden. Wir haben seit Jahren Egomanen an der Spitze unseres Vereins, die als Alleinherrscher versuchen durchzuregieren. Da war ein Werner Spinner keinen Deut besser als ein Wolfgang Overath. Ja, SMR hat vielleicht eine gewisse Eitelkeit, aber diese verblasst vollständig im Vergleich zu unseren anderen Vereinsvertretern. SMR engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich und muss sich dafür, dass er nicht als „Stimmvieh“ behandelt werden will, übelst beschimpfen lassen (sowohl im Verein, als auch in der Presse, die sich zT zu Handlangern von Overath, Spinner und Co. haben degradieren lassen). Wenn wir uns einmal vor Augen führen, wer sich in dem ganzen Desaster am Ende der Schmadke-Stöger-Ära alles bis auf die Knochen blamiert hat, dann war SMR einer der ganz wenigen, die kühlen Kopf bewahrt haben. Das er sich jetzt sofort festgelegt hat, im Herbst nicht selber anzutreten, bestätigt mich in meiner positiven Beurteilung seiner Intensionen. Aus meiner Sicht ist der Tünn natürlich eine Vereinsikone, aber für die strategische Führung dieses Vereins vollständig überfordert. Auch Herr Ritterbach hat sich seit er im Vorstand ist nicht gerade als Zugpferd erwiesen, und sein Spiel bei der Absetzung von Werner Spinner war unappetitlich. Es wird in der Tat schwierig, einen guten Dreiervorstand zu finden, ich hoffe aber, dass es ein neues Team gibt, was diesen Namen auch verdient.

    • major says:

      Die ganze Vereinsmüllerrömerei geht mir so auf den Senkel…

      Weil wir jahrelang Egomanen haben, müssten wir uns langsam dran gewöhnt haben…frage mich, warum SMR dann überhaupt 2011 die Palastrevolution angestrebt hat. Nur wegen Overath hätte man die Satzung nicht ändern müssen.

      Man hätte auch „seinen“ Verein nicht verklagen müssen, damit die privaten Daten der Mitglieder an Müller-Römer herausgegeben werden.
      Da hat ER nämlich ALLE (volljährigen) Mitglieder als Stimmvieh behandelt, vor allem die, die gegen eine Weitergabe ihrer Daten widersprochen haben. Persönlichkeitsrechte mit Füßen treten, für das Ego. Gute Visitenkarte für den Charakter.

      Und daß er sich „festgelegt“ hat, zur MV19 nicht zu kandidieren, glaube ich erst im Oktober.

      Zu Ritterbach bin ich Deiner Meinung. Bis zu Spinners Rücktritt war da kein Lebenszeichen und das Gezappel danach war unwürdig.
      Das ist halt so, wenn der Klüngel über die „Qualifikation“ entscheidet.
      Aber die Rochade, die da gerade im Mitgliederrat abgeht, mit Pöstchen warm halten und den 11 anderen als Stimmvieh von Müller-Römers Gnaden, ist doch nichts anderes. Dieser Mitgliederrat wird kaum Kritik an seiner Majestät üben. Doch – ironischerweise vielleicht noch von Trippel, den sie auch rausmobben wollten. Das ganze von Müller-Römer „zum Wohle der Mitgliederrechte“ eingeführte Gremium – abgeschaltet.
      Erinnert mich eher an eine Machtergreifung durch Geschäftsordnungstricks.

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