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Kein Heimspiel-Aufstieg: So kann der FC dennoch aufsteigen

Der 1. FC Köln hat sich durch die blamable Leistung und die damit einhergehende 0:3-Niederlage bei Dynamo Dresden um einen Heim-Aufstieg am Freitag gegen Darmstadt gebracht. Damit haben die Geißböcke die Chance verpasst, mit den eigenen Fans eine rauschende Party-Nacht zu feiern. Dennoch ist ein Aufstieg am 31. Spieltag möglich, wenn auch erst am Sonntag vom Sofa aus. 

Köln – So richtig schön wäre es ohnehin nicht gewesen, wird man sich im Kreise des FC am Samstag gedacht haben, nachdem aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz ein Aufstieg am Ostersonntag bei Dynamo Dresden unmöglich geworden war. Gegen Dynamo sollte also mindestens ein Punkt her, um am kommenden Freitag mit einem Sieg über Darmstadt 98 gemeinsam mit den eigenen Fans den Aufstieg feiern zu können. Doch statt diesen Ansporn in neue Energie umzusetzen, gingen die Kölner sang- und klanglos mit 0:3 an der Elbe baden. Nun braucht es erneut den Blick auf die Konkurrenz, um am kommenden Spieltag aufzusteigen.

Bei noch vier verbleibenden Spielen beträgt der Vorsprung auf Rang drei aktuell acht Punkte. Da der Hamburger SV (2.) noch sowohl auf den SC Paderborn (3.) als auch auf Union Berlin (4.) trifft und sich die Mannschaften gegenseitig die Punkte wegnehmen, benötigt der 1. FC Köln noch vier Zähler, um die Rückkehr ins Oberhaus perfekt zu machen. Mit einem Sieg über Darmstadt 98 könnten die Kölner also spätestens am darauffolgenden Montag bei der Spvgg. Greuther Fürth mit einem Unentschieden aufsteigen.

Aufstieg auf dem Sofa gleich doppelt möglich

Ein Aufstieg am 31. Spieltag ist dennoch bereits denkbar – wenn auch nicht direkt am Freitag. Sollte der Effzeh die drei Punkte gegen Darmstadt in Müngersdorf behalten und sein Punktekonto auf 62 Zähler anwachsen lassen, dürfte Paderborn sein Heimspiel gegen Heidenheim nicht gewinnen oder Union Berlin müsste gegen den HSV Unentschieden spielen. Denn da Paderborn und Hamburg am 33. Spieltag direkt aufeinandertreffen, kann in diesem Fall nur eine Mannschaft noch neun Punkte holen und damit 63 Zähler erreichen. Bei einem Unentschieden würden beide Teams hinter dem FC mit 62 Punkten zurückbleiben. Der Verlierer könnte ohnehin nur noch auf 60 Punkte kommen. Bei einem Berliner Sieg am Sonntag gegen Hamburg würde der Vorsprung auf Platz drei zwar neun Punkte und ein wesentlich besseres Torverhältnis betragen, dennoch wäre der Aufstieg rein rechnerisch noch nicht perfekt.

Sollten die Konkurrenten ihre Hausaufgaben erledigen und nicht für den FC spielen, ist es dennoch möglich, dass die Kölner ohne eigenes Zutun aufsteigen. Denn da die Geißböcke am 32. Spieltag erst Montag auf Greuther Fürth treffen, könnte bereits zuvor der Sofa-Aufstieg perfekt sein. Dafür müsste nur einer der Konkurrenten (Paderborn in Bielefeld oder Hamburg gegen Ingolstadt) patzen. Dann wäre der Ausgang der Partie gegen das Kleeblatt bereits egal. Feststeht: Vier Punkte müssten noch her, dann ist jeder Blick auf die Konkurrenz hinfällig. Und sollten die Kölner nach drei sieglosen Spielen in Folge schon gegen Darmstadt drei davon einfahren, müssten schon einige Eventualitäten aufeinandertreffen, damit dem FC der Aufstieg noch zu nehmen ist. Dafür bedarf es aber einer enormen Leistungssteigerung im Vergleich zum Dresden-Spiel.

So klappt es mit dem Aufstieg am 31. Spieltag

Voraussetzung

Köln gewinnt gegen Darmstadt 98

So müsste die Konkurrenz spielen

Der SC Paderborn gewinnt nicht gegen den FC Heidenheim

oder

Union Berlin und der Hamburger SV trennen sich Unentschieden

20 Kommentare
  1. hosh2003 says:

    So langsam kann ich die ganzen Artikel mit der Rechnerei „wann steigt der FC auf und was muss dafür noch passieren“ nicht mehr sehen. Nach der Leistung gegen Dresden sollten wir alle froh sein, wenn der FC überhaupt aufsteigt. Zum Feiern ist mir übrigens erst zumute, wenn wir in der 1. Liga den Klassenerhalt schaffen sollten. Wie das jedoch klappen soll, ist mir spätestens nach den letzten Spielen völlig unklar…

  2. Dalle says:

    Habe ein paar „Anderstgläubigen“ (BVB, Schlacke, VfB, Bayern und Freiburg) mal die ein oder anderen Kommentare hier und bei Facebook gezeigt. Die lachen sich schlapp über uns Köln-Fans. Wie sagte einst der berühmte Philosoph Stöger: „Die größten Fehler machst du im Erfolg“ So long.

    Meine persönliche Meinung ist ja, dass MA ein junger Trainer ist, dem auch Fehler zugestanden werden dürfen. Der Modeste-Zugang hat das für ihn sicher nicht einfacher gemacht. Er hatte einen Auftrag, den hat er (so gut wie) erfüllt. Plötzlich lese ich, wir hätten wir mit einer Putzfrau als Trainerin früher aufsteigen können und weitere Slapstick-Sprüche. Plötzlich ist unser Kader gegenüber den anderen um Welten voraus, dennoch so beschissen, dass es für die 1. Liga nicht reicht, ja watt denn nu?

    Ich hoffe dass AV und MA ruhig bleiben, aber hier und beim Gesichtsbuch werd ich langsam kirre

  3. Gerd Mrosk says:

    Naja ,wenn man 6 Abstiege mitgemacht hat und Optimist immer gewesen ist,fällt das „Feiern“ dieses Jahr schon extrem schwer und das aus einem einzigen Grund.Es ist keine Weiterentwicklung im Team zu erkennen.Vllt ist das neben Stögers Defensivkünstlern die Mannschaft ,die von der Leistung her am wenigsten Hoffnung auf Erfolg macht in der jetzigen Zusammensetzung

    • ingman says:

      Gerd….ich bin seit 1976 FC Fan….und habe das auch alles miterlebt….und war oft….nicht immer…optimistisch…..ich bin auch immer noch der Meinung…man hätte Stöger die Chance geben müssen den Abstieg wiedergutzumachen….denn es kamen viele Faktoren zusammen…und besser hat es der Jugendtrainer auch nicht gemacht….aber da hatte keiner Eier in der Hose….ich hab mich tierisch geärgert gegen Dresden….aber….es hiess immer….es zählt NUR der Aufstieg…danach werden die Uhren neu gestellt…
      und da vertraue ich auf Armin….der ist Fachmann….und der wird
      eine taugliche Mannschaft zusammenstellen und….nur mit MA weitermachen wenn er davon überzeugt ist….das es funktioniert…
      Ich wette drauf…das wir in Liga 1 mit ner 4er Kette hinten spielen und die doppel 6 davor….wenn man die Räume eng hält…geht das sogar mit Geis und Höger….und sorry….wenn man sich nicht mehr freut wenn sein Verein in die 1. Liga aufsteigt….das ist dann schon schade…..unabhängig davon….darf man sauer und kritisch sein, wenn die Mannschaft Dreck zusammenspielt…..das bin/war ich auch…

      • Gerd Mrosk says:

        Na klar Ich werd mich ganz schnell wieder freuen ,wenn an richtigen Schrauben gedreht wird.Bin ja auch viel zu alt mich über falsche Entscheidungen lange zu ärgern Einmal FC immer FC .Ich hab ja auch die durchaus respektablen Zeiten mitmachen dürfen.Genauso traue ich das eben dem Veh noch zu,das er auch seine Fehler(zu denen Anfang ja nicht zählt) revidiert.Veh konnte schlecht zu Anfang sagen,das man jetzt nicht immer im 3-5-2 auflaufen muss,nur weil man tendenziell damit plötzlich und erwartet erfolgreicher spielt

      • Boom77 says:

        Der „Jugendtrainer“ hat es schon besser gemacht als der Stöger. Er hat im Schnitt mehr Punkte pro Spiel geholt. Der Stöger hatte bis zu seinem Abgang letzte Saison 3 Punkte aus 14 Spielen geholt (sein letztes war gegen Schalke). Das macht einen kolossalen Schnitt von 0,21 Punkten pro Spiel. Der Ruthenbeck hat es dann zumindest auf 0,95 Punkte pro Spiel mit der „Trümmertruppe“ geschafft. Ich kann es immer noch nicht fassen, wie so manche hier die letzte „Stöger-Saison“ verklären und den Mann überhaupt. Der Mann war total ausgebrannt und am Ende mit seinem Latein. Der hätte gar nichts mehr besser gemacht. Das wusste er auch selbst… sogar vor der Saison schon.

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