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Schmitz für Meré: Aber Drexler und Cordoba sind dabei

Der 1. FC Köln muss im Nachholspiel beim MSV Duisburg am Mittwochabend auf Jorge Meré verzichten. Wie Trainer Markus Anfang bereits am Montag angekündigt hatte, plagen den Spanier Adduktorenprobleme. Für den Verteidiger rückt Benno Schmitz in den Kader. Zwei andere Sorgenkinder reisen dagegen mit zum Auswärtsspiel.

Köln – Die Mannschaft des 1. FC Köln hat in dieser Englischen Woche eine kurze Reise vor sich. Mussten die Geissböcke zuletzt noch unter der Woche ins Erzgebirge nach Aue, können die Kölner nach der weiten Reise nach Heidenheim am vergangenen Wochenende nun kurze Wege gehen. Nach Duisburg sind es gerade einmal knapp 70 Kilometer. Dennoch reiste der FC bereits am Dienstag nach Düsseldorf.

Dort übernachten die Geissböcke, um am Mittwoch nur noch 25 Kilometer im Mannschaftsbus zur Schauinsland-Reisen-Arena zurücklegen zu müssen. Ob es hilft? Kraft sparen ist in jedem Fall aktuell angesagt beim Effzeh. Nach dem 2:0 in Heidenheim gehen mehrere Spieler auf dem Zahnfleisch. Allen voran Jhon Cordoba und Dominick Drexler, die allerdings beide am Dienstag mit in den Bus stiegen, um sich auf den Weg nach Düsseldorf zu machen. Dass Jorge Meré hingegen würde passen müssen, stand schon am Montag fest. Für den Spanier nominierte Markus Anfang den zuletzt auf die Tribüne verbannten Benno Schmitz.

Darüber hinaus blieb der Kader unverändert. Es ist aber davon auszugehen, dass Anfang am Mittwochabend (Anpfiff um 18.30 Uhr) mehrere Veränderungen in der Startelf vornehmen wird.

Der FC-Kader in der Übersicht

Tor: Timo Horn, Thomas Kessler

Abwehr: Rafael Czichos, Jonas Hector, Benno Schmitz, Lasse Sobiech

Mittelfeld: Christian Clemens, Dominick Drexler, Johannes Geis, Marco Höger, Florian Kainz, Vincent Koziello, Salih Özcan, Marcel Risse, Louis Schaub

Sturm: Jhon Cordoba, Anthony Modeste, Simon Terodde

Nicht dabei

Nicht berücksichtigt: Matthias Bader, Jannes Horn, Frederik Sörensen

Aufbautraining: Niklas Hauptmann, Matthias Lehmann

Bei der U19/U21: Jan-Christoph Bartels, Darko Churlinov, Noah Katterbach, Nikolas Nartey, Tomas Ostrak, Brady Scott

24 Kommentare
  1. Michael Grober says:

    Also was ich immer nicht so ganz verstehen kann, ist die Aussage: „manche Spieler kommen auf dem Zahnfleisch daher“ …wir hatten vor dem Kiel-Spiel 3 Wochen Pause. Seither genau 2 Spiele absolviert. Unser letzter Gegner Heidenheim (die hatten ja bekanntlich ein Pokalspiel) ist um die 8km mehr gelaufen …
    Wenn man Fußball zudem mit Eishockey oder Handball vergleicht, dann ist das noch unverständlicher …
    Ich bin mir nicht immer sicher, ob der Fitnesszustand der Mannschaft annähernd dem Durchschnitt in der 2. Liga entspricht.

    • Boom77 says:

      Ja, sie laufen zu wenig. Nachdem das aber schon unter Stöger und Ruthenbeck so war und nun auch unter Anfang so ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das am Training liegt. Bei einem Trainer mag man es noch auf das Training schieben. Aber bei drei Trainern? Das sind sicherlich nicht alles Graupen, was das Fitness- und Lauftraining angeht. Ich denke, wir haben viele „lauffaule“ Spieler in der Mannschaft. Ich hoffe und denke, Anfang und insbesondere Veh sehen das und sortieren diese Spieler für die 1. Liga aus. Denn, wenn wir auch in Liga 1 dauerhaft 5 bis 10 km weniger laufen als der Gegner – zudem in vielen Bereichen des Spielfeldes auch noch erheblich langsamer – geht es direkt wieder runter. Da brauchen wir uns nichts vor machen. Die fehlende Geschwindigkeit und Laufbereitschaft (fehlende Kampfbereitschaft kam noch hinzu) hat uns bereits letzte Saison das Genick gebrochen.

      • Ali Perez says:

        „Wir holen uns die Fitness über die Spiele“; so oder so ähnlich hat sich MA in der Vorbereitung ausgedrückt. Er hat den Schwerpunkt auf das Verstehen seines Systems gelegt. Bleibt nur zu hoffen, dass er es mit der Fitness nicht generell so hält wie Ståle. Ich bin immer geplättet, wenn ich wie gestern Champions League (TOT:MC) gucke und registriere mit welcher Lauf- und Kampfbereitschaft dort gespielt wird. Und Laufen ist die einfachste Disziplin in diesem Sport. Da darf man eigentlich nichts verschenken.

        • Boom77 says:

          Ja, das ist richtig. Ich bin Gott froh, dass unsere Mannschaft es nicht mit solchen Teams zu tun hat. Denn mit der Geschwindigkeit wie die Fußball spielen, können wir nicht mithalten. Da würde der Höger schon zur Halbzeit in die Intensivstation des nächsten Krankenhauses eingewiesen werden müssen.

          Aber so weit braucht man gar nicht schauen. Auch mit Dortmun, Hoffenheim, Leipzig und anderen in der 1. Liga können wir mit diesen Spielern nicht mithalten. Da kann einem schon Angst und Bange werden.

        • major says:

          Zur Fitness durch Spielen: siehe mein Kommentar unten. Das hat schon zuletzt unter Stöger nicht funktioniert.

          Wenn sich da nichts verbessert, das Potenzial sollte in einer Stadt mit SpoHo schon da sein, dann arbeitet man eben schnell wieder gegen den Abstieg.

          • Boom77 says:

            Schon richtig. Anmerken möchte ich nur, dass wir nächste Saison ohnehin definitiv gegen den Abstieg spielen. Alles andere sollten wir als Aufsteiger auch nicht erwarten. Das wäre vermessen. Mittelfristig sollte das natürlich anders aussehen.-

        • Gerd Mrosk says:

          Vor allen Dingen kann und muss das jeder als A und O Man kann immer mal nen schlechten Tag haben und mit Entscheidungen daneben liegen,aber Laufbereitschaft ist unabdingbar im Profifussball Man kann auch immer mehr Ballbesitz haben und dementsprechend weniger laufen müssen,aber eine gewisse Laufleistung muss da sein (Spiel ohne Ball,ganz wichtig)

    • major says:

      Ich erinnere noch mal daran, daß man unter Schmöger urplötzlich den Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel wegen „fehlender Vertrauensbasis“ rausgeschmissen hat. Es lag an offensichtlichen Fitnessmängeln. Angeblich wollte Kugel mehr Fitness als Stöger. Der kommunizierte „zu hartes Fitnesstraining“ und die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

      Man trennt sich also. Kugel machte dann die Nationalmannschaft – bis vor kurzem – und jetzt führt er schon wieder Gespräche mit Veh und Wehrle. Als Nachbar vom Tünn geht da vielleicht wieder was…

      Also im Fitnessbereich sind die Profis durchaus schon länger eine Baustelle. Inzwischen lungern die Profis nicht mehr nächtelang in Kölner Shisha-Bars rum, wie damals. Trotzdem ist das weiter ein Thema, was angesichts einer SpoHo in der Nachbarschaft verwunderlich ist. Da müsste mehr gehen.

      • Boom77 says:

        Das mit dem Kugel war total daneben. Der ist landauf landab ein anerkannter Fachmann im Bereich Fitness. Dass der keine Ahnung davon hat, was er spricht, habe ich schon damals nicht geglaubt. Das wäre der (in meinen Augen späteste) Zeitpunkt gewesen, um sich gründlich zu überlegen, ob der Stöger noch der richtige Mann am Platz ist. Ich meine, man muss sich das mal überlegen. Jahrelang hatte der Stöger gegen die Arbeit dieses Fachmannes nichts auszusetzen. Dann sagt dieser Fachmann, dass man bei größerer Belastung über die Saison aufgrund der Euroleague auch mehr im Fitnessbereich tun muss, um u.a. Verletzungen zu vermeiden und schwups hat dieser Fachmann keine Ahnung mehr?!?

  2. CK says:

    Irgendwie komme ich mit dieser Laustatistik nicht ganz klar. Ich bin aber sowieso jemand der sehr vorsichtig bei Statistiken ist wenn man die Kriterien für die Datenerhebung nicht genau kennt.

    Ich würde auch nicht so Pauschal sagen das man immer mehr laufen muss als der Gegner… als Beispiel der große FC Bayer ist nur auf Platz 13 was die Laufleistung angeht… der BVB Platz 6.

    Ich habe den Eindruck das dies eine dieser Legenden im Fussball ist um zu erklären warum Spiele verloren gingen. Nicht das man mich falsch versteht es gab einige Spiele bei denen die Laufleistung ein echtes Problem war, Hamburg z.B., aber das nun grundsätzlich zu behaupten ist mir zu einfach. Dafür müsste man die Laufleistung an jedem Spieltag analysieren immer in relation zum jeweiligen Gegner und auch der spieltaktischen Ausrichtung.

      • Boom77 says:

        Ja, da war die Laufleistung doch fast identisch…. um 1,5 km hin oder her sollte man da nicht diksutieren. Aber 8 (!) km weniger wird in der 1. Liga schon ne Menge Holz sein. Das werden wir nicht mehr durch die fußballerische Klasse oder irgendein System kompensieren können.

        Dafür, dass man nicht einfach sagen kann, wir laufen in Liga 2 doch auch weniger und gewinnen trotzdem, dann wird das auch in einer anderen Liga so funktioneren, ist nicht nur die letzte Saison sondern auch das von Ali Perez angesprochene Beispiel (unser „geliebter“ Stale Solbakken) ein sehr guter Beleg.

        Der war ja mit seinem „System“ in Dänemark mit dem FC Kopenhagen sehr erfolgreich. Der hat auch gehofft, dieses „System“ wird auch in der Bundesliga erfolgreich sein und man muss gar nicht so viel und so schnell laufen, um da zu gewinnen. Pustekuchen! Ich schreibe System bewusst in Anführungszeichen. Denn ein System war das nicht, was der Stale da hatte. Das war ein Witz! Im Grunde hat er uns doch gesagt, man muss die eigenen beiden Viererketten (Mittelfeld und insbesondere Abwehr) einfach nur verschieben. Letztere (die Abwehr) sogar bis zur eigenen Grundlinie und das Zentrum dann dicht machen, dann wird das schon. Fußball wäre nämlich recht simpel. Vereinfacht… lass den Gegner ruhig flanken, wir köpfen das dann halt alles aus der Abwehrmitte raus. Tolles System. Das mag in Dänemark mit dem FC Kopenhagen funktionieren, weil der Esbjerg fB, der FC Nordsjaelland & Co. entweder keine gescheiten Flanken schlagen können oder deren Stürmer auch ein leeres Scheunentor nicht treffen. Aber nicht in der Bundesliga oder einer der anderen großen Ligen. Da muss man schon mehr auf der Pfanne haben als solch ein „System“ und dazu gehört auch laufen – und zwar wenn möglich schnell – und kämpfen. Alles – schon seit geraumer Zeit – nicht wirklich unsere Stärke.

        • CK says:

          Stole Solbakken hatte keine Ahnung vom deutschen oder gar internationalem Fussball ;)

          Es waren ürbigens 7 km unterschied in der Laufdistanz bei Köln gegen Heidenheim. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen das hier ein gravierender Unterschied vorliegt.
          Nun war es aber in diesem Spiel auch so das wir bereits in der ersten Halbzeit die beiden Tore machen und dann Heidenheim 45 Minuten lang versucht hat ranzukommen dementsprechend mussten sie einfach mehr investieren.

          Ausserdem hatte ich jetzt nicht das gefühl das Heidenheim immer in situativer Überzahl war durch ihre hohe Laufleistung.

    • Boom77 says:

      Ich wäre schon damit zufrieden, wenn wir genauso viel laufen wie der Gegner. Und eine Legende ist das sicherlich nicht oder nur bedingt. In der 2. Liga mag dein Vergleich mit den Bayern und dem BVB noch zutreffen. Denn hier sind wir der FC Bayern – oder BVB – der Liga und können das weniger an Laufleistung und Geschwindigkeit durch die individuelle Klasse wett machen. Aber in Liga 1? Da sind wir, was die fußballerische Klasse angeht, den meisten unterlegen, mit ein paar auf Augenhöhe und – wenn überhaupt – nur sehr wenigen Teams fußballerisch überlegen. Und was, wenn nicht die Laufbereitschaft, Geschwindigkeit und der Kampfeswille soll dann in der 1. Liga den Unterschied machen, ob wir ein Spiel erfolgreich oder unerfolgreich absolvieren?

      • CK says:

        Ich wollte darauf hinaus das wir nicht in jedem Spiel deutlich weniger laufen als der jeweilige aktuelle Gegner. Unsere Spielausrichtung scheint Grundsätzlich eine geringere Laufleistung zu erzeugen und zwar auf beiden Seiten.

        Ich meine mich zu erinnern das es dieselbe Diskussion auch unter Stöger schon gab und dabei herauskam das auch die Gegner gegen uns weniger laufen als Ihr eigener Durchschnitt.

        • major says:

          Naja, was Boom77 da schreibt, von wegen 8km (die Heidenheim mehr gelaufen ist), das ist schon eine Stange und kann eigentlich nicht unter deren eigenen Durchschnitt liegen.

          Wenn nicht nur Modeste keine Luft mehr kriegt, sondern offensichtlich mehrere Spieler platt sind (trotz weniger Laufleistung), dann ist der Grund schon irgendwo beim FC zu suchen, denn dann müssten die Heidenheimer direkt nach dem Spiel mit dem Notarzt und Sauerstoff abtransportiert worden sein.

          Aber eigentlich sind viele Teams etwas runter nach dem 28. Spieltag. HSV verkackt gegen Mackenburg, Pauli und Union schwächeln.

          • CK says:

            Durchschnitt von Heidenheim über die bisherige Saison:

            1. FC Heidenheim 1846 118,43
            also sind die gegen den FC 1,8 fast 2 km weniger gelaufen als sonst…

      • CK says:

        Geschwindigkeit kann man auch an verschiedenen Dingen festmachen. Einerseits natürlich die Sprintgeschwindigkeit.

        Dort haben wir mit Clemens und Kainz schon eine sehr schnelle Offensive Flügelzange Cordoba ist auch ziemlich schnell und Modest wenn er mal wieder Lust zu spielen und ackern hat auch.

        Unsere Schwachstellen was die Sprintgeschwindigkeit angeht sind ganz klar im defensiven Mittelfeld und auch in der IV zu suchen, da brauchen wir dringend eine alternative zu Czichos, Sobiech, Höger und Geis. Meré ist ok mit seiner Kombination aus Stellungsspiel und akzeptabler Geschwindigkeit.

        Das andere ist schnelles direktes Passspiel welches das Spiel schnell macht, dort haben wir noch einiges an Luft nach oben. Dies widerrum bedingt auch ein permanentes freilaufen um die bekannten Dreiecke für das Passspiel zu bilden. Das passiert mir noch viel zu wenig und wenn dies gemacht würde wäre die Laufleistung auch direkt höher ;)

        Um das nochmal klarzustellen ich denke auch die Jungs könnten etwas mehr laufen aber ich bin wie gesagt vorsichtig mit Statistiken.

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