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Beierlorzer-Assistent war vor einem Jahr noch Effzeh-Scout


Wird Achim Beierlorzer der neue Trainer des 1. FC Köln? In dieser Woche, erfuhr der GEISSBLOG.KOELN, soll es offiziell keine Entscheidung oder Bekanntgabe mehr geben. Doch am Sonntag, wenn der Effzeh auf den SSV Jahn Regensburg trifft, dürfte offensichtlich werden, womit alle längst rechnen: dass der 51-Jährige in Köln übernehmen wird. Eine der wichtigen Fragen lautet darüber hinaus: Wer werden seine Co-Trainer?

Köln – Inzwischen ist es ein offenes Geheimnis am Geißbockheim: Markus Anfang scheiterte beim Effzeh auch wegen seinen beiden Co-Trainern Tom Cichon und Florian Junge. Während Junge eher der Mann für die Arbeit im Hintergrund war, für die Vorbereitung der Analysen, für taktische Details, war Cichon der Mann fürs Grobe. Im Training, in der Kabine und bei Besprechungen. Mit dem Anfang-Vertrauten hatte die Mannschaft große Probleme.

Dies ist sich mittlerweile auch Sportchef Armin Veh bewusst. Und so wiegt nicht nur die Frage schwer, wer im Sommer den Cheftrainer-Posten übernehmen soll, sondern auch, wer künftig an dessen Seite als Assistenten arbeiten werden. Sollte tatsächlich Achim Beierlorzer zum FC wechseln, wäre zumindest nicht von vorne herein klar, ob der 51-Jährige überhaupt einen seiner Assistenten aus Regensburg mit nach Köln bringen würde. Eine solche Praxis, bei vielen anderen Trainern gängig, schlug bei Anfang und Cichon katastrophal fehl. Beierlorzer jedoch ist im Gegensatz zu Anfang nicht bereits seit Jahren mit seinen Co-Trainern verbunden.

Eine neue Aufgabe für die Assistenztrainer?

Aktuell stehen ihm mit Mersad Selimbegovic, Andreas Gehlen und Jonas Maier drei Assistenten sowie Torwart-Trainer Kristian Barbuscak zur Seite. Selimbegovic ist ein Regensburger Urgestein und seit 2006 im Klub. Gehlen arbeitete bereits vor Beierlorzer als Co-Trainer für die Jahn-Profis. Und dann wäre da noch Jonas Maier. Der 26-Jährige ist zwar gebürtiger Regensburger, arbeitete bis zum Sommer 2018 aber noch als Scout – für den und beim 1. FC Köln. Aktuell ist der Beierlorzer-Assistent für die Analyse zuständig, in ähnlicher Funktion arbeitete er bereits im Sommer 2016 während der Europameisterschaft für die deutsche Nationalmannschaft. Beim SSV Jahn gehört er zu jenem Team, das unter anderem während einer Zweitliga-Partie das Spiel live analysiert und von der Tribüne aus Informationen an die Trainerbank weitergibt.

Beim FC wird diese Funktion von Hannes Dold ausgeführt. Dold gehört beim FC jedoch nicht dem Trainerteam an. Dies gehörte zu Junges Aufgabenbereich. Beim FC soll sich allerdings etwas ändern. Nach GBK-Informationen soll es im Trainerteam künftig einen Assistenten geben, der an Spieltags-Wochenenden nicht bei den FC-Profis weilt, sondern die Spiele jener FC-Kicker beobachtet, die für die Profi-Mannschaft relevant sind. Einer der Assistenztrainer soll regelmäßig bei den Spielen der U21 und U19 vor Ort sein, um die Nachwuchsspieler zu beobachten, die bei den Profis trainieren, aber in den U-Mannschaften Spielpraxis sammeln. Eigentlich eine notwendige Aufgabe, die zuletzt aber offenbar nicht wahrgenommen wurde. Maier, sollte er denn zum FC zurückkehren, könnte ein Kandidat für diese Position werden.

Ein Stück weit distanziert

Wichtiger dürfte der sportlichen Leitung jedoch vorrangig sein, dass das Trainerteam wieder deutlich näher an die Mannschaft heranrückt. Marco Höger hatte nach der Entlassung von Markus Anfang und seinen Co-Trainern offen gelegt, dass das Verhältnis zu den Übungsleitern „ein Stück weit distanziert“ gewesen sei. Aktuell haben André Pawlak und Manfred Schmid diesen Trend wieder umgekehrt und pflegen für die letzten Wochen der Saison einen engen Kontakt zu den Spielern. Sollte Achim Beierlorzer tatsächlich nach der Saison übernehmen, dürfte eine seiner größten Aufgaben sein, zusammen mit seinen Assistenten diese Nähe beizubehalten.

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