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Beierlorzer-Assistenten: Neue Rollen für Schmid und Pawlak

Die Entscheidung ist gefallen und soll am Donnerstag verkündet werden: Der 1. FC Köln setzt in der kommenden Saison auf ein Trainerteam mit Achim Beierlorzer als Chefcoach sowie mit Manfred Schmid und André Pawlak als Assistenten. Der FC setzt damit auf einen Gegenentwurf zum vorherigen Trainerteam.

Köln – Am Donnerstag wird Achim Beierlorzer offiziell beim 1. FC Köln vorgestellt. Dann wird Sportchef Armin Veh nach GBK-Informationen auch bekannt geben, dass dem neuen Chefcoach künftig Manfred Schmid und André Pawlak zur Seite stehen werden. Effzeh.com hatte zuerst davon berichtet.

Damit geht der FC einen anderen Weg als noch unter Markus Anfang, Tom Cichon und Florian Junge. Das verschworene Kieler Trainerduo holte sich mit Junge einen Assistenten aus ehemaligen gemeinsamen Zeiten bei Bayer Leverkusen hinzu. Im Laufe der Monate konnte das Trio aber nie die Distanz zu den Spielern überwinden. Diese menschliche Nähe soll nun unter Beierlorzer, Schmid und Pawlak in die Kabine zurückkehren.

Schmid mit Erfahrung, Pawlak kennt die Talente

Dabei setzt der FC mit Beierlorzer auf einen der aufstrebenden Trainer der letzten Jahre, mit Schmid auf einen Bundesliga-erfahrenen Co-Trainer und mit Pawlak auf ein Trainertalent mit Ambitionen, der als Schnittstelle zum Nachwuchs fungieren soll. Beierlorzer selbst gilt als kommunikativ und mit klaren, aber flexiblen Vorstellungen für seine Mannschaft. Schmid weiß aus seiner Zeit unter Peter Stöger, was es braucht, um sich in der Bundesliga zu etablieren, und wird dafür seinen Posten als Chefscout aufgeben. Pawlak kennt als ehemaliger Trainer der U17 und U21 den Nachwuchsbereich des FC bestens und soll der Kontaktmann zum NLZ werden.

Ob das neue Trio harmonieren wird, muss sich in der kommenden Saison beweisen. Erste Gespräche zwischen den drei Fußballlehrern gab es allerdings bereits, weitere sollen folgen, sobald Beierlorzer ab Donnerstag in Köln weilt. Ein letztes Spiel werden Pawlak und Schmid allerdings noch mal als Trainer-Duo absolvieren. Am Freitagabend tritt der FC in Porz zu einem abschließenden Freundschaftsspiel an.

33 Kommentare
  1. J B says:

    Irgendwie scheint´s, dass die Stellenbeschreibung Schmids als Scout nur Tarnung gewesen und ein Vorgriff auf den Trainerwechsel gewesen ist.
    Mit ihm einen Co-Trainer mit Erstligaerfahrung zu haben freut mich. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch die Gefahr das einige Spieler sich weiter in ihrer Wohlfühloase von damals bewegen.
    Sollte AB scheitern, scheint Pawlak als Ersatz jetzt quasi schon gesetzt. Hoffentlich harmoniert das Trio auch in schlechten Phasen.

    • Niklas Podolski says:

      Verschwörungstheorien… ahoi!
      Pawlak als Trainer zu installieren, wenn Beierlorzer scheitern sollte, wäre vermutlich auch Vehs Ende. Deswegen ist diese Option unwahrscheinlich.
      Dass Schmid jetzt wieder Trainer wird ist einfach den Umständen geschuldet, nicht mehr und nicht weniger. Er hätte sicherlich auch als Chefscout weiter gearbeitet und das wäre wohl auch so geplant gewesen, ohne Anfangs Entlassung.

      • Jose Mourinho says:

        Und das meinst Du woher zu wissen? Ich weiß es nicht und beides ist nicht unplausibel. Die Scoutingabteilung ist jedenfalls erneut klar geschwächt. Reicht ja, wenn man Aehlig fragt oder wie soll das laufen?

      • J B says:

        Ok, vielleicht hab ich da in bisschen zuviel im trüben gefischt. Aber eine Option hat sich Veh mit Schmid schon ins Haus geholt. Vielleicht damals auch als potentiellen neuen Co-Trainer für Anfang, weil Tom Cichon ja gerüchtehalber sich einiges an Kredit verspielt hatte in der Mannschaft.
        Mal gucken wer jetzt Chefscout wird.

        • major says:

          Wie unten von mir schon geschrieben, Cichon war ein größerer Teil des Problems „Anfang“ als das in der Diskussion zum Tragen kam.
          Anfang täte sich einen Gefallen, diese Personalie beim nächsten Verein zu überdenken.

          Beierlorzer ist entweder blauäugig oder hat Cojones, den Job allein stemmen zu wollen.

          • Niklas Podolski says:

            Sag ma inwiefern soll Cichon ein Problem gewesen sein. Das sind doch nur haltlose Mutmaßungen.
            Ich finde es fatal und falsch das Scheitern einer Person zum großen Teil in die Schuhe zu schieben. Im Endeffekt hat das gesamte Trainerteam seinen Anteil. Da braucht man auch keinen Hauptschuldigen zu suchen.
            Insbesondere ohne irgendwelche Einblicke in das Mannschaftsleben.

            Das Beierlorzer den Job alleine machen will, stand nie zur Diskussion. Deswegen verstehe ich deine letzte Aussage nicht.

          • Boom77 says:

            Und die Mannschaft gehört auch zu denjenigen, der seinen Anteil zu tragen hat. Es waren ja die, welche die beleidigte Leberwurst gespielt haben. Zumindest teilweise. Das darf man auch nicht bedenken. Einen nicht unerheblichen Anteil tragen also auch die Spieler.

  2. Huey L. says:

    Ich finde es bedenklich, wie fahrlässig und scheinbar nebensächlich mit unserer Scoutingabteilung umgegangen wird. Bislang wusste man nur, dass wir wohl im Vergleich zu anderen Bundesligisten eine sehr kleine Abteilung unterhalten, wobei die Größe aber nicht aussagekräftig sein muss. Mit Schmid hatten wir endlich wieder ein Gesicht dieser Abteilung, die nach dem Weggang von Nils Schmadke eher ein Darkroom war.
    In anderen Vereinen und ich spreche jetzt nicht von den Top 5 der Bundesliga, wird gerade auf diese Abteilung sehr viel Wert gelegt. Gerade Vereine, die nicht so finanzstark sind und die sich keine großen Transfer- Fehlgriffe leisten können, beschäftigen hier Leute mit einem guten Netzwerk und einem noch besseren Auge. Hier muss man Frankfurt hervorheben, aber auch Vereine wie Freiburg, Augsburg und Mainz, um nur einige zu nennen. Diese Vereine halten sich auch deshalb in der Bundesliga, weil sie seit Jahren (auch) unbekanntere Spieler verpflichten, die dann bei ihnen durchstarten und für viel Geld weiterverkauft werden. Dieses Geld sichert zum einen die Vereinsexistenz, zum anderen ermöglicht es, bei neueren Transfers auch mal tiefer ins Portemonnaie zu greifen und den einen oder anderen doch namhafteren Spieler zu verpflichten, der den Kader weiter aufwertet. Ich will unserer Scoutingabteilung nichts Böses unterstellen, aber von dieser Professionalität scheinen wir noch deutlich entfernt zu sein und auch das ist für mich ein nicht unbedeutendes Rädchen jenes Fahrstuhls, aus dem wir uns doch wirklich mal befreien wollen und sollen…. .

        • BM says:

          Es ist schlicht naheliegend, auf Paderborn zu kommen. Die sind verschuldet, haben Spieler sehr gut verkauft (z. B. nach Ingolstadt) und für Neuverpflichtungen extrem wenig ausgegeben, Czichos allein war weit teurer als alles, was die ausgegeben haben als Neuling in der 2. Liga. Markus Krösche hat da einen Super-Job gemacht und ist wohl deshalb von zig Vereinen umworben (geht evtl. nach Leipzig und hat HSV, Schalke, Nürnberg abgesagt). Warum Paderborn so Perlen entdeckt hat, weiß ich nicht, Krösche war ja neu auf diesem Job, hat vielleicht Verbindungen aus seiner kurzen Pillen-Zeit, u. a. aber auch einen Ex-Scout des FC.

          • J B says:

            Allzu viele Spieler hat Paderborn in den letzten Jahren nicht gewinnbringend verkauft.
            Und wie bei viele andere Zweitligisten werden bevorzugt ablösefreie Spieler verpflichtet oder geliehen.
            Ein Ritter oder ein Tekpetey waren sicher super Verpflichtungen, da steht aber die Kieler Scoutingabteilung mit den Verpflichtungen von Serra oder Lee (zugegeben doppelt so teuer wie Ritter, aber dafür auch im Ausland gescoutet) in denselben guten Licht.

    • Tibu says:

      Stöger hat bei wontorra gesagt dass es eig. Immer schmidis Traum gewesen sein Cheftrainer zu werden… vielleicht hat ersich daran erinnert. Wie brauchen einfach einen richtigen Scout der dann ne vernünftige Abteilung mitbringt

  3. Holger says:

    Mich freut es sehr, dass Pawlak Assi wird!
    In der angesprochenen Rolle als Schnittstelle zum Nachwuchs wird endlich jemand vernünftig eingesetzt!
    Ein Verein wie unser FC kann nur über den Nachwuchs zu guten Spielern kommen und durch den Transfererlösen daraus.
    Da haben wir mindestens 12 Monate nur Rückschritte gemacht!
    Seien wir doch ehrlich zu uns, im Transferpoker können wir aktuell doch nur verlieren.
    Durch das Ausland werden Preise für durchschnittliche Spieler aufgerufen, da können wir nicht mithalten.
    Nicht nur die Ablöse ist abartig hoch, auch die Gehälter explodieren.
    Die Zukunft des FC kann nur im Nachwuchs liegen.

  4. major says:

    Im Moment fällt selbst mir kein großer Grund ein, warum das nicht funktionieren sollte. Gut – Beierlorzer hat noch weniger Trophäen als Anfang, aber daß er nicht seine eigene Entourage mitbringt, ist vor dem speziellen Hintergrund des FC schon mal viel wert. In den ganzen Diskussionen um Anfang hat niemand wirklich auf seinen Co Cichon geachtet. Der war nämlich auch ein Teil des Problems, während Junge eher unauffälllig war.
    Aber alles ahle Kamelle…

    Beierlorzer hat zumindest Eier, daß er diese Herausforderung unserer Party-Mannschaft annimmt und ich finde es erstmal nicht dumm, den lokalen Sachverstand ins Boot zu holen. Auch wenn Pawlak und Schmid am Ende (noch) nichts reissen konnten, traue ich ihnen doch zu, die Grüppchen in der Mannschaft irgendwie zusammen zu kriegen und den Campern Beine zu machen.

    Ich bin mal vorsichtig zuversichtlich (ja, das geht auch:)

    • Gerd Mrosk says:

      Beierlorzer ist wohl immer so verfahren ohne Co zu wechseln Trotzdem kann es nur von Vorteil sein ,wenn er sich Leute dazu holt ,die den FC schon kennen.Besonders Schmid traue ich zu nen Riecher dafür zu haben,wenns mal wieder knistert in der Truppe .Pawlak unterhält den Draht zu den jüngeren Spielern und zum NLZ.Gute Lösung sollte man meinen.Jetzt muss nur noch der Trainer Plan A-Z im Repertoire haben

      • major says:

        Die Schwester der Blauäugigkeit heißt Selbstüberschätzung, aber insgesamt überwiegt bei mir da sportlich die Zuversicht. Das muss doch irgendwann mal klappen, wir haben doch gefühlt die Hälfte der lebenden Trainer durch…

        Klar, kann noch viel schief vehen, aber ICH WILL AUCH MAL HOFFNUNG ! :)

        • Gerd Mrosk says:

          Na also geht doch Auf Hoffnung muss man nämlich selbst kommen.wie schon mal erwähnt ,ohne Hoffnung kann ich doch nicht ewig FC Fan sein.Ich hatte einen 15 Jahre neben mir sitzen auf der Tribüne.Wenn der den SR Namen gehört hat war der schon abgefuckt.So könnte ich keinen Spass am Fussball haben Nebenbei gesagt,er war trotzdem einer meiner besten Freunde,aber ich kann so nicht Der hat mich bei allem runter gezogen,was er so während des Spiels von sich gab,wie wir verlieren sowieso ,jetzt ist alles vorbei,wir werden alle heute noch sterben.

  5. BM says:

    Ich finde dieses Hin und Her wenig zielgerichtet, unser Sportmanager scheint nicht wirklich einen längerfristigen Plan zu haben. Scouting ist extrem wichtig und wird beim FC absolut stiefmütterlich behandelt. Und die vorhandenen herausragenden jungen Spieler werden ja auch nicht gerade zukunftsträchtig gefördert, siehe dass jetzt ein schneller Innenverteidiger zu Werder geht. Dahingegen bin ich auch von Pawlak sehr enttäuscht, ich hatte erwartet, dass er es gegen Regensburg und Magdeburg mal mit jungen Kickern probiert. Ich weiß nicht, ob z. B. Nartey/Özcan Liga 1 spielen können, Özcan hat es unter Stöger zumindest angedeutet, dass dann in Magdeburg aber ein Geis durchspielt, war ernüchternd, der ist nun wirklich nicht durchzuschleppen; und der Kommentar des Sky-Reporters von Verhandlungen Veh/Geis zwecks Vertragsverlägerung macht ebenso ratlos wie eine (offensichtlich nun doch noch nicht sichere) Vertragsverlängerung von Kessler.

    • major says:

      Nun ja, es veht eben ein komischer Wind am Geißbockheim.

      Vielleicht ändert sich da bald was. Die Ausreden werden jedenfalls dünner, wenn schon alles sportliche geändert wurde (außer der unantastbaren Mannschaft). Bleibt nur die Frage, ob der Wahlkampfvorstand noch irgendwas auf die Reihe bekommt außer die eigene Haut zu retten. Aber bitte mit Plan B, daß heißt: erst einen neuen GFS, dann den Armin vehen lassen.

  6. Karl Heinz Lenz says:

    Beierlorzer als Cheftrainer, Schmid als Trainer mit Bundesliga-Erfahrung und Pawlak als Trainer, der die „Talente“ im Auge hat. Für FC- Verhältnisse hört sich das erstaunlich durchdacht und vernünftig an. Gefällt mir! Was das Scouting angeht: Ist der FC denn da wirklich so schlecht? Ich kann das nicht beurteilen. Jedenfalls war der sechste Abstieg nicht durch das FC-Scouting verursacht (auch nicht durch die Schiedsrichter oder durch wiederholtes Pech, wie hier bei uns zuletzt zu lesen war), sondern durch das Versagen der Mannschaft, die Einstellung der Arbeit durch Stöger und Schmadtke und die zu späte Reaktion des Vorstands.

  7. Geisbock Renner says:

    Ohne ein vernünftiges Scouting wird es der FC auch in Zukunft sehr schwer haben.
    Hoffentlich hat AV einen anderen in der Hinterhand, als sich selbst. So zieht er noch mehr Macht an sich. Die letzten Einkäufe waren nicht unbedingt große Gewinne.

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