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Beierlorzer vor Unterschrift: Pawlaks schwierige Situation

Der 1. FC Köln hat in der kommenden Saison einen neuen Cheftrainer. Aller Voraussicht nach wird dieser Achim Beierlorzer heißen. Für André Pawlak geht es dann zurück zur U21 in die Regionalliga. Eine wirkliche Chance, sich auf den Cheftrainer-Posten für die Bundesliga zu bewerben, hatte Pawlak nicht. Stattdessen muss der Fußballlehrer nun eine schwierige Situation moderieren.

Köln –„Wir haben noch keinen Trainer für die neue Saison verpflichtet“, sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh Ende April auf der Pressekonferenz nach der Entlassung von Markus Anfang und der Vorstellung von André Pawlak als Interimstrainer. Keine zwei Wochen später verdichten sich die Anzeichen am Geißbockheim, dass Achim Beierlorzer in der Bundesliga das Ruder beim Effzeh übernehmen wird – und dass sich dieser Deal schon länger angebahnt hat.

Veh sagte damals über die Lösung mit André Pawlak und Manfred Schmid: „Wir haben klar vereinbart, dass es um die drei Spiele geht. Darüber hinaus gibt es noch keine Entscheidung.“ Auf der einen Seite war es für Pawlak, der seine Zukunft durchaus als Trainer im Profibereich sieht, eine klare Aussage, zunächst nur für die letzten drei Saisonspiele auf der Trainerbank zu sitzen. Auf der anderen Seite ließen Vehs Worte zumindest den Raum für die Möglichkeit, dass der Fußballlehrer auch in der kommenden Saison die Profis trainieren könnte. Doch Achim Beierlorzer soll schon vor längerer Zeit in den Fokus der Geissböcke gerückt sein. Armin Veh hatte zwar nie vor, Markus Anfang noch während der laufenden Saison zu entlassen. Doch bereits nach der 2:3-Niederlage in Paderborn am 22. Spieltag dürfte ihm klar geworden sein, dass es mit Anfang womöglich nicht über die Saison hinaus weitergehen würde. Mit dem aktuellen Regensburg-Trainer nahm man offenbar schon im Frühjahr einen potentiellen Kandidaten als Nachfolger genauer unter die Lupe.

Hatte Pawlak überhaupt eine Chance auf den Job?

Wann sich der FC und Beierlorzer schließlich geeinigt haben sollen, ist offen. André Pawlak dürfte bei seinem Antritt als Interimstrainer von der bevorstehenden Verpflichtung eines neuen Cheftrainers für die Bundesliga jedoch nichts gewusst haben. Der 48-Jährige glaubte zu diesem Zeitpunkt selbst noch fest an die Chance, sich für den Trainerjob bei den Profis über die Saison hinaus empfehlen zu können. Am Freitag dementierte Pawlak jedenfalls die Kenntnis von einem neuen Trainer am Geißbockheim. „Wenn er [Beierlorzer] kommt, ist das eine neue Information für mich. Ich weiß wirklich nichts und das interessiert mich zu diesem Zeitpunkt auch nicht.“ Zu seinen eigenen Zukunftsplänen und dem Wunsch, als Profitrainer weitermachen zu können, sagte Pawlak: „Ich habe einen Vertrag für die U21 für die neue Saison, das ist ein Fakt. Alles andere ist Spekulation.“

Pawlaks Situation ähnelt nun zumindest für wenige Tage jener von Stefan Ruthenbeck in der Abstiegssaison. Auch bei Ruthenbeck herrschte in der Öffentlichkeit zwischenzeitlich Unklarheit darüber, ob er als Trainer in die neue Saison gehen würde oder ob der FC ihn als Kandidaten in Erwägung ziehen würde. Intern war die Wahl dagegen schon längst auf Markus Anfang gefallen. Verkündet wurde die Entscheidung jedoch erst am 12. April 2018. Damals sagte Veh: „Intern war das für uns schon lange klar. Es ist unsere Aufgabe, die Spekulationen jetzt zu beenden, damit die Mannschaft in Ruhe arbeiten kann.“ Ruthenbeck hatte das Spiel mitspielen müssen.

Auch jetzt ist der zeitliche Verlauf noch unklar. Einzig, dass die Beierlorzer-Verpflichtung nur noch vom Gemeinsamen Ausschuss abgesegnet werden muss, ist gesichert. Veh will sich öffentlich nicht zur Trainerfrage äußern. Und so blieb es am Freitag an Pawlak hängen, zu der Trainerdiskussion Stellung zu nehmen.

Pawlak äußert sich professionell

Der Interimscoach, den viele Fans gerne auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank gesehen hätten, stellte sich am Freitag souverän den Fragen zu seiner Zukunft und einem möglichen neuen Trainer beim FC. Der Fußballlehrer weiß, dass er diese Situation professionell moderieren muss und wohl schon bald wieder die Verantwortung für die U21 übernehmen wird. Entsprechend hat Pawlak seinem Sportchef bereits Empfehlungen ausgesprochen, welche Spieler der U21 perspektivisch für die Profis in Frage kommen könnten. „Armin Veh weiß schon einige Namen von mir“, sagte Pawlak. Wohl wissend, dass diese dann unter einem neuen Trainer in der Bundesliga auflaufen würden. Am Freitagabend nutzte Pawlak derweil die Chance, seine alte Mannschaft gegen Rödinghausen (0:3) zu beobachten und ein halbes Dutzend Spieler offiziell zu verabschieden (diese U21-Spieler verlassen den FC).

29 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Als ob der FC nicht schon genug Schwierigkeiten hätte. Jetzt werden auch noch welche erfunden, und zwar in diesem Artikel „Die schwierige Situation von André Pawlak“. Alle Welt weiß, dass der FC nie beabsichtigt hat, Pawlak zum Cheftrainer unserer Profis zu machen. Alle Welt weiß, wie der neue Trainer des FC heißen wird. Es war ein Teil der Kölner Medien – insbesondere der Geissblog – die Pawlak trotzdem schon vor(!) seinem ersten Spiel als Trainer unserer Jungs zum Nachfolger von Markus Anfang ins Schaufenster stellten. Jetzt hat Pawlak die Mannschaft in einem einzigen(!) Spiel betreut und der Geissblog dichtet ihm an, er sei nun in einer „schwierigen Situation“, weil … ja, warum nur? Weil er nicht der Cheftrainer unserer Profis werden wird? Aber das war doch genau so klar, wie damals im Falle von Ruthenbeck. Nur der Geissblog und andere halten die Flamme künstlich am köcheln und das dünne Süppchen darüber auf dem Herd. Ein Medienspiel. Vielleicht auch deshalb auf die Bühne gebracht, weil die Redaktion zu dem Kreis im Hintergrund gehört, die dem aktuellen Sport-Geschäftsführer ans Fell wollen und für die Pawlak ein Stein in diesem Spielchen ist. Oder geht es bei dieser Art der Berichterstattung nur um möglichst viele Klicks auf der Homepage?

    • Ali Perez says:

      Danke Herr Lenz! Ich sehe das ganz genauso. Es ist ja nicht nur im Sport so, dass und unsere Medien weit weg von der Wahrheit agieren und das mit voller Absicht. Aber diese Formen der Inszenierung funktionieren leider bei denen, die nicht nachdenken können oder wollen. Man könnte ja auch schreiben, dass Pawlak gerade eine wunderbare Chance erhalten hat, um sich für höhere Weihen zu bewerben. Vielleicht freut er sich in Wirklichkeit aber auch schon wieder auf seine Jungs bei der U21.

    • Dieter Steinweg says:

      Danke Herr Lenz. Es ist schade, wie viel Macht doch die Presse hat und wie viel Leute immer wieder auf diese Art von Journalismus reinfallen. Da lobe ich mir die Zeit vor Sky und Internet, als die meisten Leute vor dem Radio saßen, und fast keine Chance hatten, ins Innenleben eines Vereins einzugreifen. Das war auch gut so!

    • Huey L. says:

      Danke Herr Lenz, für diesen Kommentar, der mir (wieder einmal) aus dem Herzen spricht. Ich halte weder etwas davon, den einen Trainer (Pawlak) in den Himmel zu loben, noch den anderen Trainer (Beierlorzer) vorzuverurteilen/abzuqualifizieren. Dafür fehlen uns „Außenstehenden“ schlichtweg die Einblicke in wichtige Interna. Ich hoffe, dass die wirklich Verantwortlichen, die dafür sogar bezahlt werden, diese Einblicke wirklich haben und somit im Sinne des Vereins handeln und entscheiden. Die Knüppel, die ihnen dabei von der Medienlandschaft zwischen die Beine geworfen werden, indem Meinungsmache für oder gegen einen Trainer geschickt an die Fans lanciert wird, müssen sie leider als Teil ihres Gehalts unter Schmerzensgeld verbuchen. Dafür fällt dieses allerdings in der Regel auch nicht allzu bescheiden aus… .

    • major says:

      Ihr habt alle ein wenig Recht, aber eben nicht ganz.

      Wenn Pawlak jetzt insgesamt drei geile Spiele in dieser Saison abliefern lässt, dann gerät die Verpflichtung des Zweitligatrainers ohne Verdienste, Beierlorzer, für viel Ablöse und Abfindungsvertrag auf BL1-Niveau schnell in die Schieflage.
      Dann werden sich viele an Pawlak erinnern, den man „damals für umme“ hätte haben können, „jetzt müsse man diesem Beierloser 1,5 Millionen hinterherwerfen, weil nur 10 Punkte aus 16 Spielen und man hätte das schon im Mai 2019 gewusst“. Vielleicht wird man die Zeit dann „Vehlorzer“ nennen, wenn beide weg sind.

      Das Risiko wie oben beschrieben und die Kosten stehen in keinem guten Verhältnis zur Erwartungshaltung, denn Beierlorzer ist, bleiben wir mal auf dem Boden, ein Zweitligatrainer, der nichts besonderes auf der Erfolgsliste hat. Nur weil er mal Co-Trainer beim Aufstieg einer Plastikmannschaft war – bisschen dünn, die Bewerbungsmappe. Cichon würde mit so einer Bilanz auch niemand in der 1. Liga beschäftigen. Also entweder ist er ein Ausnahmetalent – dafür spricht wenig, denn Regensburg bleibt in der Zweiten auf einem mittleren Platz, oder er ist ist ein einem halben Jahr Geschichte. Was nicht heißt, daß er nicht trotzdem ein ganzes Jahr schafft. Die Trägheit des FC ist ja Legende.

      In Abwägung zur günstigen Pawlak-Lösung sehe ich (und viele andere) nicht genug Erfolgschancen bei Beierlorzer. Man hätte Pawlak auch noch ein paar Chancen in der BL1 geben können, wenn man eh schon Ablöse für Beierlorzer zahlen muss.

      Dieses unnötige Vabanque-Spiel hat Armin Veh zu verantworten, glaube ich jedenfalls, bis mal wieder eMails geleakt werden und es war doch der Amateur mit den Haaren. Dafür die Medien verantowrtlich zu machen – nee. Die bewerten offenbar nur Argumente anders.
      Kosten gegen bisherige Erfolge, da gewinnt Pawlak jetzt schon gegen Beierlorzer.

  2. Holger says:

    Nun wünsche ich Pawlak noch zwei äußerst souveräne Siege und das er weiter so professionell mit dieser Situation umgeht.
    Wir waren alle nicht bei den Gesprächen zwischen Veh und Pawlak dabei, wenn er ihm allerdings Hoffnung gemacht hat obwohl die Beierlorzer Verpflichtung schon für ihn feststand, dann würde ich mir an Pawlaks Stelle Gedanken darüber machen wie offen und ehrlich mein Arbeitgeber mit mir umgeht!
    Wie gesagt, wir kennen alle nicht die Details.

    • major says:

      Wenn die letzten zwei Spiele noch wirklich souverän gewonnen werden, dann haben wir auch ohne „dabei gewesen zu sein“ eine Legende. Vor allem, wenn Beierlorzer nicht funktioniert, dann muss man noch mal viel Geld in die Hand nehmen, um Veh los zu werden und steht wieder genau da, wo man jetzt steht.

      Der FC – erfolgreich ausgeraubt seit dreißig Jahren. Genauso lange ein Grund, warum ein Fachmann für (modernen) Profifußball diesen Verein führen muss und kein Pillendreher, Kaufhausleiter oder abgehalfterter Politiker.

  3. Andreas Temme says:

    Ich habe einen Draht zur Familie Ruthenbeck . Hier und auch in anderen Medien wird regelmäßig behauptet Ruthe sei von Veh abgesägt worden. Fakt ist jedoch, dass er NIEMALS Lust darauf gehabt hätte Profitrainer zu werden und überredet werden musste die Interimsrolle zu übernehmen. Das ist auch der Grund warum er bei uns U19-Trainer wurde und auch immer noch ist (obwohl es Angebote gab) Er hat keinen Bock mehr als Proficoach zu arbeiten, weil es ihm zu stressig ist und er lieber Zeit mit Frau und Kindern verbringt.

    • major says:

      Fakten sind: Ruthenbeck nein, Anfang ja, Pawlak nein, Beierlorzer ja. Andere FAKTEN gibt es bei persönlichen Betrachtungen nicht, das sind subjektive Erklärungsversuche. Die „Absäg“-Legende, ob wahr oder nicht, passt aber auffallend zum Umgang mit Pawlak und der schwer nachzuvollziehenden Beierlorzer-Verpflichtung.

      Meiner persönlichen Meinung nach handelt es sich bei der Aussage von Ruthenbeck um einen Erklärungsversuch gegenüber sich selbst, den er sogar selbst glaubt. Denn erstens ist das für das Über-Ich von Ruthenbeck besser und zweitens würde die „Abgesägt“-Erklärung bei dem Verein, der ihn immer noch bezahlt, auch ein schwelender Unruheherd sein. So stimmt die Hackordnung für den Silberrücken wieder und Ruthe kriegt sein Geld auch ohne Stress.

  4. Jose Mourinho says:

    Ein guter Artikel. Grotesk, dass sich in der PK nun Pawlak zur Trainersituation Beierlortzer äußern musste (vorhersehbar) – wo sind den die Statements von Armin Veh? Mal wieder ist der ganze Vorgang an die Medien gelangt (wieso kriegt man das nicht in den Griff?) und niemand sieht sich veranlasst, zu bestätigen oder zu dementieren. Also geistert der wohl neue Trainername und die Umstände durch die Presse. Egal, lassen wir das den Interimstrainer beantworten. Wieder ein mieserabler Job von Veh – ich weiß, dass werden seine Jünger anders sehen und die böse kölner Medienlandschaft ist schuld. Und im Übrigen geht auch nicht darum, wie Ali gerne schreibt, dass Pawlak dadurch geschädigt wird. Sehe ich nämlich auch so, dass er keine Nachteile davon hat, sich mal drei Spiele in Schaufenster stellen zu können. Es geht vielmehr darum, dass Herr Veh, der sich ja gerne als Freund klarar Worte inszeniert, dann klar hätte sagen sollen. „Es werden definitiv nur 3 Spiele, hinter den Kulissen suche ich aber in jedem Fall einen neuen Mann für die kommende Saison.“ Dazu kommt, dass es nun Beierlortzer werden soll. Ich habe rein garnichts gegen diesen Mann – man wird dann ggf. sehen wie er arbeitet und das beurteilen können. Aber Stand jetzt, mit den Informationen über seinen Werdegang, seinen Trainerstatistiken und „Erfolgen“ und auf Basis der bis dato nicht vorhandenen Beziehung zum Effzeh erschließt sich einfach nicht, wo die Basis für eine 700000,- Euro (!) Ablösesumme liegt. Man hat dann einen Bundesliganeuling ohne Meriten gegen einen anderen getauscht und zahlt eine Menge Geld drauf.

      • Jose Mourinho says:

        Warum denkst Du das? Wenn Veh seit spätestens dem 22.Spieltag Trainer sucht weil er Anfang für letztlich ungeeignet hielt, dann hätte er doch zwingend früher handeln müssen. Zu diesem Zeitpunkt war der Aufstieg schließlich tatsächlich noch zu gefährden und ein Abwarten daher fahrlässig. Zudem: wenn Pawlak ohnehin nie eine Chance auf die dauerhafte Beförderung hätte, braucht man Anfang wiederum nicht genau dann zu feuern, wo der Aufstieg realistisch gesehen nicht mehr in Gefahr war, sondern macht einen sauberen Schnitt nach der Saison anstatt der U21 in der heißen Phase den Erfolgstrainer zu klauen.

        • Jhen says:

          Du Troll, kennst ihn besser als ich und deshalb weißt du auch dass Anfangs größtes Problem der Umgang mit Menschen ist. Keine soziale Kompetenz. Ich schätze Veh erkannte das zu spät. Aber Högers „Nachtreten“ beschreibt genau das.

  5. JuppZupp says:

    Na, da hat der Herr Beierlorzer ja mit dem „1:3“ gegen AUE ein wahres Empfehlungsschreiben abgeliefert, gibt wohl, wenn es denn so kommt, einen neu ANFANG. Man, man, man, der FC Spürbar Dumm! Da können sich die Veh Jünger auf den Kopf stellen und hurra brüllen, es wird nichts mit diesem Trainer, er ist nicht erfahren genug was den Profibereich anbelangt und kostet uns auch noch Kohle, da hätte man auch Pawlak eine Chance geben können.

  6. Holger says:

    Wir sind nicht im Thema, wir kennen die Details und die Beweggründe nicht, aber von außen betrachtet ist schwierig nachzuvollziehen warum man für einen Bundesliga unerfahrenen Trainer 700.000 Euro ablöse zahlt anstatt einem Pawlak die Chance zu geben.
    Der Sinn erschließt sich mir nicht, aber ich denke wir werden bald mehr erfahren :-)

    • major says:

      Na, der ersten zwei Halbsätze lassen eigentlich ALLE Kommentare überflüssig erscheinen, ob zu Trainern, Vorstand, Aufstellung oder sonstwas.

      Der Sinn erschließt sich so einigen nicht. Wie ich oben schrieb, ist Beierlorzer ein viel zu hohes Risiko im Vergleich zu Pawlak, da der offenbar mit der Mannschaft funktioniert und Beierlorzer nichts der Ablöse, einem BL1-Gehalt und einer möglichen Abfindung entsprechend auf der Medaillenliste hat, während Pawlak zumindest schon mal die U21 gerettet hat.
      Eine Zweitligamannschaft auf dem 8. Platz gehalten zu haben, sollte für einen Erstligisten nicht reichen, wenn er dafür so viel Geld ausgeben muss.

      Wie wichtig ein Draht zwischen Mannschaft und Trainer ist, haben die letzten Wochen gezeigt. Das riskiert man jetzt wieder OHNE NOT für einen teuren Zweitligatrainer.

      Man könnte das auch einfach nur „irre“ nennen, wenn ein Verein auf dem ersten Platz seinen Aufstiegstrainer feuert und sich ein paar (erfolgreiche) Wochen später WIEDER ein unbeschriebenes Blatt aus der Mitte der zweiten Liga holt.
      Eigentlich nennt man sowas Selbstverstümmelung.

      Ich war nie ein Freund von Spinner, aber die Idee, Veh zu feuern war eine helle Stunde, die am Aufstieg nichts geändert, aber Vehs merkwürdige Personalpolitik beendet hätte. Nur – das wußte man damals eben noch nicht. Außerdem wäre dann der Amateur nicht nachgerückt und das hätte dem FC sogar bares Geld gespart.

  7. Flizzy says:

    Wenn man sich mal die Beiträge im Jahn Forum über Beierlorzer durchliest ist dort eine fast durchweg positive Meinung über ihn. Die scheinen viel von Achim zu halten…zudem habe ich mir auch ein paar PK’s von ihm angeschaut. Ich finde ihn auf den ersten Eindruck symphatisch und bodenständig, scheint ein gerader Typ zu sein. Er scheint eine Menge aus dem Regensburger Kader (Marktwert 13,75 Millionen, Platz 15 im 2. Liga Ranking) rausgeholt zu haben. Dennoch halte ich Pawlak auch für die bessere Lösung.

    ABER hier wird schon wieder der Tag vor dem Abend verflucht…

  8. Anti Raute says:

    Armin Veh kommt mir hier viel zu schlecht weg. Was wird ihm denn im sportlichen Bereich vorgeworfen? Hat er zu lange an Anfang festgehalten? Falls ja, hat es keine Bedeutung, denn das Saisonziel würde erreicht.

    Ein Pawlak wird schon wieder als mindestens gleichwertig angesehen mit einem Achim Beierlorzer, der zumindest zweitliga Erfahrung aufweisen kann. Hat Pawlak diese auch? Das ist schon ein Unterschied. Und bitte, 700000 Euro Ablöse sind eher Peanuts in der heutigen Zeit und dient wieder nur als Argument für Fans, die gerne Pawlak als Trainer in der 1. Liga gesehen hätten. Das Risiko wäre hoch gewesen, dass geht man als Aufsteiger nicht ein. Auch hier zieht das Argument nicht, dass Beierlorzer so viel teurer wäre als ein Pawlak. Da geht es um Summen, die man vernachlässigen kann.

    Beierlorzer wird in vielen Foren derart negativ gesehen. Warum eigentlich? Weil die Fans ihren Favoriten Pawlak nicht bekommen? Was hat denn Pawlak für Qualitäten, die Beierlorzer nicht hat? Jetzt nicht wieder mit der billigeren Lösung kommen, die spielt keine Rolle. Wichtig ist der Erfolg, und da hat Beierlorzer mehr Erfahrung im Profibereich als Pawlak.

    Es geht nun darum, die richtigen Transfers zu tätigen. Vielleicht liegt auch hier ein Vorteil bei Beierlorzer gegenüber Pawlak, denn letzterer hat noch nie ein Profiteam zusammen stellen müssen. Und wir sind uns doch einig, dass unser FC ein paar neue Spieler braucht. IV, RV und DM sind neu zu besetzen. Wir haben mit Mere und Hector nur 2 Spieler für die 4er Kette. RV nur Schmitz, DM nur Höher als Zerstörer und Talent Özcan. Wir brauchen aber einen Spielmacher, der eine gewisse Grundschnelligkeit hat, der neben Höger spielen kann. Bisher haben wir mit Kingsley Schindler einen für die rechte Seite geholt. Reicht links ein Kainz?

    Gebt Beierlorzer eine Chance, denn nur weil er nicht so einen Namen hat, wie so manch anderer Kandidat, muss er nicht schlechter sein. Einem Pawlak traut man das ja auch zu, also warum nicht auch einem Beierlorzer, der mehr Erfahrung hat als Pawlak.

    • Jose Mourinho says:

      Man kann Veh generell vieles vorwerfen. Das hatte ich erst unter dem letzten Beierlortzer Artikel zusammen gefasst. Und was die Probleme konkret an der jetzigen Trainerverpflichtung angeht, hat Major doch eine treffende Analyse vorgenommen.

      • Anti Raute says:

        Nun ja, es gibt halt unterschliche Meinungen zu Veh. Er wird mir zuviel nach Sympathie, Statements in der Presse, andere Dinge, die eine untergeordnete Rolle spielen, bewertet. Ob und was davon stimmt, weiss ich nicht, Wird aber kaum jemand von uns Fans genau wissen.

        Bei der Bewertung von Veh sollte das im Vordergrund stehen, wofür er bezahlt wird, also für Transfers und wie er mit dem Trainer zusammen arbeitet. Und in diesem Bereich gibt es nicht so viele Fehler, wenn man davon absieht, dass man bei Talenten wie Bader auch mal daneben liegt, die wichtigen Transfers müssen sitzen.

        Hier wird so getan, als wären die 700000 Ablöse für Beierlorzer so entscheidend, Doch das ist nebensächlich, was nur aufgebauscht wird. Das interessiert niemanden, nur die Fans, die Pawlak lieber gehabt hätten. Es ist eine Frage der Qualität und da ist Beierlorzer die bessere Wahl.

        Dieses fordern der Fans, Alle müssen weg, die neuen sind alle automatisch besser, geht mir auf den Zeiger. Diese Denkweise ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Es kann noch viel schlimmer kommen.

        • Jose Mourinho says:

          Ich sehe absolut nicht, wodurch Beierlortzer mehr Qualität nachgewiesen hätte als Pawlak. Und welche Transfers von Veh haben gesessen? Da sehe ich diese Saison nur Schaub und Drexler wobei Drexler ja der Kieler Wunschliste von Anfang entstammt. Bader ist eine Katastrophe, Geis kann ausschließlich Standards und das wird für die Erste Liga wohl nicht reichen, Sobiech und Czichos (ok, auch Wunschliste) sind wohl offensichtlich schlechter, als der damals bleibewillige Heintz haben aber dafür stramme Vertragslaufzeiten, Hauptmann hat bis dato nix gebracht und soll ja auch schon wieder weg. Kaintz und Schmitz sind Durchschnitt aber imho auch nicht das, was man Treffer nennt.

  9. Tom51427 says:

    Die Krux ist einfach, dass der Verein seit dem Abschied von Spinner ein Macht Vakuum hat, welches die beiden Geschäftsführer seitdem ausfüllen. Wäre insbesondere Schumacher (zu meiner Jugend mein Idol, als Vizepräsident ein leider ganz schlechter Witz) nicht nur seit geraumer Zeit ausschließlich intern damit beschäftigt, Wahlkampf zu betreiben, sondern auch als sportlich verantwortlicher Vorstand (so wurde zumindest zu Beginn die Aufteilung kommuniziert) aktiv, hätte er deutlich früher reagieren müssen und Herr Veh wäre heute längst nicht mehr im Amt. Da war Herr Spinner auf dem richtigen Weg. Aber erneut hat er sein Ressort nicht im geringsten im Griff und lässt sich tatenlos auf der Nase herum tanzen. Der nächste „Unfall“ ist vorprogrammiert.
    Sofern der Beirat der Verpflichtung zustimmen sollte, gilt es natürlich Achim Beierlorzer eine Chance zu geben. Aber er wird es mit diesem Kader (auch wenn dieser modifiziert wird) halt für sein bevorzugtes Spiel nicht wirklich leicht haben. Das passt leider überhaupt nicht zusammen.

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