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Bestätigt: Wolf, Sieger und Sauren sollen FC-Bosse werden

Der 1. FC Köln hat bestätigt, was schon seit Wochen am Geißbockheim kein Geheimnis mehr war: Dr. Werner Wolf soll nächster FC-Präsident werden. Zusammen mit Eckhard Sauren und Dr. Jürgen Sieger wurde der 62-Jährige offiziell vom Mitgliederrat vorgeschlagen. Bemerkenswert: Der Aufsichtsrat und der Beirat gaben bereits ihre Unterstützung für das vorgeschlagene Vorstandsteam bekannt.

Köln – Nun ist es raus: Der Mitgliederrat des 1. FC Köln ist seiner satzungsgemäßen Pflicht deutlich früher als vorgesehen nachgekommen und hat seinen Vorschlag für ein neues Vorstandsteam unterbreitet. Dr. Werner Wolf, Eckhard Sauren und Dr. Jürgen Sieger werden sich am 8. September 2019 den Mitgliedern des Effzeh zur Wahl stellen. So entschied es der Mitgliederrat einstimmig.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger Sondierungsprozess. Dabei wurden neben Toni Schumacher und Markus Ritterbach als amtierende Vizepräsidenten auch diverse weitere Kandidaten in Erwägung gezogen. Die Wahl fiel frühzeitig auf Wolf als Kandidaten für das Präsidentenamt und damit als potentieller Nachfolger des zurückgetretenen Werner Spinner. Darüber hinaus entschied man sich schließlich für den ehemaligen Aufsichtsrat und Wirtschaftsjuristen Sieger sowie für den Kölner Rennbahn-Chef und Fondsmanager Sauren.

Diese Kriterien lagen der Entscheidung zugrunde

Wesentliche Kriterien im Auswahlprozess seien „unter anderem Anforderungen an die Persönlichkeit wie Integrität, Urteilsvermögen, Entscheidungskompetenz und eine hohe Leidenschaft für den 1. FC Köln“ gewesen, hieß es am Montagvormittag in der Mitteilung des Effzeh. „Soziale Kompetenz wie Integrations- und Kooperationsfähigkeit spielen ebenso eine Rolle wie die Fähigkeit und Bereitschaft, mit allen Vereinsgremien zusammenzuarbeiten und den Verein dadurch wieder zusammenzuführen. Unerlässlich ist schließlich Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten, Verhandlungserfahrung und Personalführungskompetenz sowie die Fähigkeit, mit der Geschäftsführung auf Augenhöhe zu diskutieren, und die Kraft, Entscheidungen treffen und erforderlichenfalls auch gegen Widerstände vertreten zu können.“

Die Findungskommission des Mitgliederrates hatte schließlich aus Stefan Müller-Römer, Dr. Carsten Wettich, Walther Boecker und Engelbert Fassbender bestanden. Müller-Römer hatte sich später aus der Kommission zurückziehen müssen, da er für den zurückgetretenen Spinner in den Vorstand aufgerückt war. Schließlich entschied man sich für Wolf, Sieger und Sauren. „Wir teilen das Ziel des Teams, den FC in der Bundesliga in der Spitzengruppe der vereinsgeführten, unabhängigen Klubs zu etablieren“, ließ sich Wettich in der Mitteilung des Klubs zitieren. „Noch wichtiger als dieses Ziel war für uns jedoch die Frage: Wie kommen wir dort gemeinsam hin? Das Team hat uns eine überzeugende Vision für die Zukunft des 1. FC Köln vorgestellt, im Spannungsfeld der zunehmenden Entfremdung des Profi-Fußballs von der Basis und dem Erhalt der Werte, die unseren Verein seit 1948 ausmachen.“

Vorstand will ein sportliches Beratungsgremium

Wettich betonte, dass die Teamfähigkeit im Auswahlverfahren eine zentrale Rolle gespielt habe, und spielte damit auch auf das zerstrittene Vorstandstrio um Spinner, Schumacher und Ritterbach an. „Es ging nicht darum, drei Einzelkandidaten zu finden. Gerade im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Werner Spinner ist uns bewusst geworden, dass die Vorstandsmannschaft sich als Team verstehen und auch so zusammenarbeiten muss.“ Auch deswegen fielen Schumacher und Ritterbach offenbar bei der Findungskommission durch.

Bemerkenswert: Der FC teilte mit, dass Wolf, Sieger und Sauren bereits erklärt hätten, „sich zusätzliche Beratungskompetenz an Bord holen zu wollen. Dies gilt vor allem für den Bereich des Sports in Form eines auf Vorstandsebene angesiedelten Kompetenzteams Sport.“ Der GEISSBLOG.KOELN hatte erst kürzlich berichtet, dass im Organigramm des Klubs ein „sportliches Beratungsgremium“ vorgesehen ist, in der Vergangenheit aber nicht besetzt wurde. Dies soll nun offenbar geändert werden. „Gerade angesichts der rasanten Entwicklung des Fußballs in den vergangenen Jahren ist es wichtig, sich hier zeitgemäße Kompetenz zu sichern, um die sportlichen Strukturen zu prüfen und z.B. in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule weiterentwickeln zu können“, kommentierte Wettich.

Aufsichtsrat und Beirat unterstützen Wolf, Sauren und Sieger

Entscheidung für die kommenden Wochen und Monate hinsichtlich eines möglichen Wahlkampfes dürfte jedoch sein, dass sich der Mitgliederrat bereits die Unterstützung des Aufsichtsrates und des Beirates für den vorgeschlagenen Vorstand eingeholt hat. Dr. Karl-Ludwig Kley (Beirat) und Lionel Souque (Aufsichtsrat) erklärten: „Die Arbeit der Findungskommission war umfassend und aufwändig. Sie war getragen von klaren Vorstellungen über die anstehenden Herausforderungen und die Rolle der Gremien bzw. der Geschäftsführung in der künftigen Zusammenarbeit. Wir tragen die dem Vorschlag für ein neues Vorstandsteam zugrundeliegenden Eckpunkte des Mitgliederrates in vollem Umfang mit und stehen hinter dem vom Mitgliederrat vorgeschlagenen neuen Vorstandsteam. Denn neben einer hohen fachlichen Qualifikation und dem Herz für unseren FC bringen diese Vorstandskandidaten auch alle persönlichen Eigenschaften mit, um Gräben im Verein zuzuschütten und mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit die Zukunft des 1. FC Köln nachhaltig erfolgreich zu gestalten.“

53 Kommentare
  1. Thomas Müller says:

    Richtig gute Wahl! Der Tünn ist sicher ein Symbol der früheren Strahlkraft des FC, aber leider reicht dies nicht aus, um ein Wirtschaftsunternehmen zu führen. Sauren hat meines Wissens maßgeblich dazu beigetragen, dass der FC wirtschaftlich wieder so gut dasteht. Er hat wohl nach dem Desaster der Overath-Jahre im Hintergrund zu den wirtschaftlichen Grundlagen beraten, auch wenn die Erfolge nun (allein) Wehrle zugeschrieben werden. Sollten diese drei Personen gewählt werden, wäre mir um die wirtschaftliche Zukunft nicht (mehr) bange. Wenn dann auch noch ein sportliches Kompetenzteam etabliert wird, um so besser. Dem aktuellen Geschäftsführer Sport traue ich da nämlich nicht viel zu außer ab und an mal ein paar harte Worte im jugendlichen Outfit (was auch meiner grundsätzlichen Auffassung geschuldet sein kann, dass Ex-Fußballer nicht automatisch gute Trainer oder gar Manager sind).

    • Christ Walker says:

      MMn bleibt mal wieder die Schnittstellen zwischen wirtschaftlicher Kompetenz und Erfahrung im Management von Vereinen unbesetzt.
      Warum ist es so schwer dort jemanden zu finden? Also jemanden der eine nette Vita hat und operativ im Vereinsfussball bereits Erfahrung und Erfolge vorzuweisen hat?
      Das wäre mir 1000x wichtiger, als die Kompetenz „hohe Leidenschaft für den 1. FC Köln“.

      • major says:

        Sie haben vollkommen Recht. Ach, das ist ein Fußballverein..huch ! Die „Fans“ am Sonntag schienen eher so Landschaftsgärtner, Schrotthändler und „Ich steh für 0,4 Kölsch auch mal eine halbe Stunde an“ zu sein…

        Leidenschaft für den Verein sollte keine Kompetenz sein, sondern Grundvoraussetzung. Daß sie hier betont wird, heißt nur, daß man sonst nicht viel vorzuweisen hat.
        Für ein x-beliebiges Unternehmen vielleicht ein nettes Team, für die Besonderheiten des Effzeh wieder mal der rundgelutschte Manager-Standard von der Stange ohne Profil.

    • major says:

      Ja, aber jeder Ex-Werbefachmann kann Fußball, oder was ? Jeder Anwalt kann Verein? Ein Fondsmanager kann Kaderplanung? Naja, der „Banker“ hat sich ja seit 2007 im sozialen Ansehen wieder vor die Kopfschlachter und Prostituierten hocharbeiten können und Spieler sind sowieso nur Aktien.

      Sie sprechen Ex-Fußballern das Fachwissen ab, aber Ex-Managern sind stets kompetent. Schwache Argumentation.

      Mir wäre trotzdem um das Wirtschaftliche bange, denn warum wollen diese Fachkräfte für relativ kleines Geld einen schwierigen Verein führen, statt dort zu arbeiten, wo sie benötigt und entsprechend bezahlt werden?

      Cui bono?

      • Thomas Müller says:

        Besser erst lesen, dann schreiben: Ex-Fußballer können durchaus gute Trainer und Manager sein, oftmals sind sie es aber auch nicht. Ich denke, Herr Overath – dessen Verdienste als Spieler für den FC und Botschafter des Vereins unbestritten sind – ist ein gutes Beispiel. Und um den Verein wirtschaftlich gut zu führen, bedarf es mehr, als in der Vergangenheit mal auf Top-Niveau gespielt zu haben. Wichtig ist meines Erachtens, dass der Vorstand sodann auch die – in der Tat sehr wichtigen! – Positionen, für die fußballerische Expertise wichtig ist, richtig besetzt. Da sehe ich uns mit Armin Veh nicht sonderlich gut aufgestellt.

        • major says:

          Nein, nein, ich habe das gelesen ;)
          Sie machen aus Overath die feste Regel „Ex-Fußball sind keine guten Vereinspräsidenten“. Das Trauma sollte der Verein langsam mal verarbeiten statt verinnerlichen ;)

          Ich halte Rudi Assauer oder noch immer im Amt: Uli Hoeneß dagegen. Zwar kein besonders angenehmer Mensch, aber Ex-Spieler und trotzdem ein erfolgreicher („guter“ würde bei mir Brechreiz auslösen) Präsident.

          Auslöschung der Argumente.
          Was können die drei sonst noch so? Kann man ihnen zutrauen, die Gräben im Verein zuzuschütten?

      • Hans-Georg Skowronek says:

        Hier könnte man jetzt die Kompetenz „hohe Leidenschaft für den 1. FC Köln“ einfügen – geht auch mit gaaaanz kleinem Geld.

        Sind die drei Vorstände wirklich allesamt arbeitslos? Naja, als Privatiers haben sie natürlich noch mehr Zeit für den Verein, ähnlich wie Herr Spinner ehedem…

  2. radrennbahn says:

    Ich als Mitglied hätte aber auch gerne eine Wahl. Oder soll ich die nur noch abnicken? Seltsames Demokratieverständnis. Eine Wahl habe ich, wenn ich zwischen zwei Alternativen wählen kann.
    Von daher hoffe ich, dass sich noch ein zweites Team zur Wahl stellt.

  3. major says:

    Jemanden, der keine eigene Kompetenz hat, von Kompetenzen zu überzeugen, ist leicht. Welche nachweisbaren Fähigkeiten hat denn die „Findungskommission“, bei Kandidaten
    „Soziale Kompetenz wie Integrations- und Kooperationsfähigkeit spielen ebenso eine Rolle wie die Fähigkeit und Bereitschaft, mit allen Vereinsgremien zusammenzuarbeiten und den Verein dadurch wieder zusammenzuführen“ zu erkennen ? Selbst Psychologie studiert?

    Eignungstest:
    Bier verkauft ? Super. Bier und Fußball, ist doch fast das gleiche.
    Anwalt ? Geil. Wir stehen eh jedes Jahr vor dem Landgericht, weil uns ein Berater abzockt
    Pferde ? Super. Timo hat auch welche…Timo….Timo Horn…kennste nicht ?

    Wie immer wurden hier Kandidaten gesucht und erst dann die Fähigkeiten.

    Es ist erschreckend, daß in Deutschland selbst von einem Bademeister mehr Prüfungen verlangt werden als von solchen „Führungskräften“.

    Wie das britische Oberhaus oder der Religionsrat in Teheran: Der Beirat.
    Daß der Beirat, der nur vom Vorstand ohne jegliche Mitgliederbeteiligung eingesetzt wird, dem Trio zugestimmt hat, ist faszinierend. Da wackelt der Schwanz mit dem Hund. Solche „Fachleute“ wie Martin Schulz winken einen zukünftigen Vorstand ab, die dafür dann wieder den Beirat ganz toll finden werden. Man kennt sich, und man hilft sich. Immer ein statuswahrendes Gremium mit den Kumpels im Amt: so entstehen die lähmenden Verkrustungen, Staffellauf der Schulterklopferei.

    Sich aber schon direkt zu Anfang einzugestehen, daß man ja auf Berater , weil man eigentlich gar keine Ahnung von Fußball habe, ist bodenlos. Wofür soll man Euch dann wählen? Damit da oben wieder drei Ahnungslose sitzen, die schon mal Bier verkauft, Firmen verklagt oder Gäule getätschelt haben.

    Ob man allerdings zur Wahrung des demokratischen Scheins ein paar noch weniger wählbare Kandidaten aufstellt – wer weiß? Ein Aufstieg, der mehr Sorgen als Freude macht, eine Mannschaft, die keine Mannschaft ist und die Wahl haben, ohne wirklich wählen zu können: der FC im Jahr 2019.

    Abgewählt. Bückware aus dem untersten Regal.

    • Tom51427 says:

      Ich lese jetzt seit Tagen Ihre Meinung auf Bild und Stammtisch Niveau. Kölscher Klüngel ist dabei Ihr Lieblings Thema. Sie zetern gegen alles und jeden. WoFÜR stehen Sie denn? Wer wären Ihre Kandidaten und welches Programm würden Sie unterstützen? Und falls Sie dabei tatsächlich den alleinigen Stein der Weisen gefunden haben, bietet sich Ihnen doch eine tolle Möglichkeit: Sie überzeugen 3% der Mitgliedschaft und schon steht Ihre bannbrechende Lösung am 8.9. auch zur demokratischen Wahl. Zum Wohle des Vereins. Und schon haben wir wieder einen Konsens.

    • Hans-Georg Skowronek says:

      Wie soll denn ein Führungstrio aussehen? Welche Bedingungen sollen erfüllt werden? Wie misst und bewertet man Zukunftsvisionen? Und: Wer tut sich das an, wenn die „Kernkompetenz“ (Liebe zum Verein) unwesentlich scheint – und der Einsatz auch noch schlecht honoriert wird?

      • major says:

        Warum fragen Sie mich das ? Fragen sie den Mitgliederrat. Der hat das ja alles gemacht, so wie er das präsentiert und wird das sicher transparent erklären ;)
        (Unter uns: das wird er nicht)

        Und zur zweiten Frage: Die „Liebe zum Verein“ ist was quasireligiöses, die wird niemand anzweifeln. In den Kopf gucken kann man keinem. Aber „Leidenschaft“ nehme ich denen nicht ab.

        Warum hat Spinner das gemacht (und das sogar im Gegensatz zu Müller-Römer unter Verzicht auf das Gehalt) ? „Weil er den Verein liebt“ ? Soll man einem Werner Spinner das abnehmen? Leidenschaftliche Liebe ? Ich bitte sie….jemand, der wegen seinen verletzten Egos seine „Liebe“ verlässt und Leidenschaft abschaltet wie einen Toaster…

        Warum klammern sich Schumacher und Ritterbach so an den Posten? „Weil sie den Verein lieben“. Sie hatten lange genug Zeit, das zu zeigen. Jetzt muss man nicht auf jemanden reinfallen, der das gleiche Argument vorgibt.

        Warum will ein Bosbach vielleicht doch noch Präsident werden?
        „Weil er den Verein liebt“ will er gebeten werden, doch bitte, bitte dem Verein seine Ehre zu erweisen. Also das, was ich Liebe oder auch nur Leidenschaft nenne, sieht anders aus.

        Haben Sie wirklich das Gefühl, daß all diese Herren wirklich den Verein lieben oder ist es nicht wieder ein Spielzeug für das Ego?

        All diese Menschen lieben nur eins: sich selbst und den Glanz ihrer Posten.

    • FelixH says:

      zugegeben, die Wortwahl von Herrn Majo ist stets sehr rabiat gewählt. Jedoch ist dies auch notwendig in der heutigen Zeit, damit die Leute sich auch mal sachlich mit der Thematik auseinandersetzen und nicht die Augen vor der Wahrheit verschließen und wieder mal freudetrunkend und lachend in die Kreissäge rennen.

          • Tom51427 says:

            Fehlende Leidenschaft ist ne Unterstellung. Auch Männer in Anzügen können Leidenschaft für ihre Aufgabe zeigen.
            Fehlendes Fachwissen? ich unterstelle für Fußball? Dafür wird das Kompetenzteam Sport ins Leben gerufen (da ich die Zusammenstellung noch nich kenne, kann ich nicht beurteilen, ob dieses Team mehr Kompetenz als bisher Toni Schumacher haben wird:-))
            Versöhnen, Vereinen? Das ist doch ausdrücklich betont ein angestrebter Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit.
            Ich seh jetzt hier auf dem ersten Blick keine drohende Kreissäge..

      • major says:

        Danke, eigentlich bin ich auch gar nicht so radikal. Lange Zeit war ich kein Vorstand raus-Rufer, aber irgendwann nach der MV18 wurde es mir zu bunt. Guten Argumenten kann ich immer was abgewinnen, nur kommen so wenige. Hier werden gewisse Personen quasi religiös verteidigt, weil sonst Idole und Lebensinhalte (Zaunfahne Sonntag ;) zusammenbrechen würden. Genauso werden andere angegriffen, weil sie Kritik an so einem „Lebensinhalt“ üben. Lebensinhalte habe ich dann eher andere, für mich ist es nur Fußball, aber mit Leidenschaft. Die vermisse ich bei allen Kandidaten und deshalb begeistert mich das alles nicht oder reisst mich mit.

        Diese Kandidaten sind doch wie Karneval im Finanzamt. Fußball ist Leidenschaft, und gerade der FC ist Hätz. Ich frage mich, wie man einen dieser grauen Langweiler abnicken kann, wenn man doch selbst so brennt :)
        Sachlichkeit wäre das Aus für den Fußball. Mir ist ein Uli Hoeneß lieber als ein Bierverkäufer auf dem zweiten Karriereweg und so eine Aussage muss auch etwas weh tun, um wachzurütteln. Polarisation gehört dazu, am wird es sowieso nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wurde.

        Ich habe mit Sicherheit nicht DIE allumfassende Meinung, denn es ist nur eine MEINUNG, kein Fakt. Wenn ich hellsehen könnte oder einen göttlichen Überblick hätte, würde ich sicher nicht in einem Forum schreiben. Ich sehe nur hier und da mal Aspekte außerhalb der kölschen Strohfeuer-Euphorie.

        • Tom51427 says:

          Okay, kann ich komplett nachvollziehen. Natürlich hätte ich am liebsten auch einen kölschen Matthias Sammer o.ä. Niveau im Vorstand. Nur: sowas haben wir schlicht nicht. Spätestens seit Schumacher (ich kann da nicht mehr Tünn schreiben) ist doch nun wirklich klar: nur Ex-Fußballer ist kein Kriterium. Das hätte aber auch schon seit Overath klar sein können. Also muss man das Konstrukt anders aufbauen. Unter dem Gesichtspunkt finde ich die Lösung gut. Dortmund hat mit Watzke und Rauball auch Juristen an der Spitze. Und die holen sich z.B. Sammer zur sportlichen Expertise dazu. Und das funktioniert. Und Hoeneß gibt als Ex Fußballer auch nicht nur Sinnvolles von sich.
          Der FC ist nun mal mittlerweile auch ein Unternehmen, welches viele Mitarbeiter beschäftigt. Ich bin sicher, die werden schon einmal nach den beiden Geisterfahrer erstmals wieder besser schlafen können. Das „Jeföhl“ spreche ich den Bewerbern nicht ab. Aber das sie gemeinsam mehr Kompetenz besitzen, als Ritterbach und Schumacher, dürfte objektiv unbestritten sein. Und die bisher von Schumacher eingebrachte Sportkompetenz wird nicht wirklich fehlen.
          Mir gefällt es, dass endlich diese Grabenkämpfe aufhören und der Verein wieder mit einer Stimme spricht. Da empfinde ich derzeit Frankfurt als klasse Vorbild (auch da keine Fußballer im Vorstand). Wenn wir das so ähnlich hinbekommen, dann gerne ich auch wieder gerne zum FC.

          • major says:

            Der FC ist ein Verein und hier geht es um den Vorstand des VEREINS, nicht der KGaA. Wenn der Vorstand des FUßBALLVEREINS keinen Fußballer im Vorstand hat, dann ist das mndestens „auffällig“. Andererseits würde ja auch niemand auf die Idee kommen, einen Fußballer zum Geschäftsführer Finanzen zu machen.

            In einigen Punkten (Schumacher, Hoeneß) bin ich ja bei Ihnen und ich könnte das Trio sogar als schmerzhaften Kompromiss ansehen, weil die Alternative Bosbach-Schumacher-Ritterbach noch viel mehr Herzblut kosten würde.
            Aber man verpasst Chancen, in dem eben Fachverstand fehlt (Jörg Jakobs wäre da eine gute und realistische Wahl gewesen) und die Art und Weise („Wähl oder stirb“) mir übelst aufstösst.

            Wie gesagt, es geht um Vereinsstrukturen, nicht um die Firma FC, der Einfluß der Mitglieder darauf ist ohnehin begrenzt.

          • Gerd Mrosk says:

            Nur um nicht missverstanden zu werden,aber mir ist unterm Strich natürlich auch egal wo diese Fachkompetenz herkommt.Zieht man einem Strang,(oder an den gleichen Anzügen) und richtet diesen fachkompetenten Posten ein ,ist es auch ok,wenn man ihn dann unisono unterstützt bei der Umsetzung seines Handeln und Tun

  4. Gerd Mrosk says:

    Ja,soll so manchem als Argument hier dienen kritische Forer als Basher,Polemiker oder Ahnunglose zu betiteln.Was spricht denn eigentlich dagegen,das man auch von Fussball Ahnung haben könnte?Polemisch liest sich das Anforderungsprofil,das tatsächlich darin gipfelte in der „Hohe LEIDENSCHAFT“.Hab dabei eher das Gefühl als trennt sich da dann die Spreu vom Weizen ,weil,wer will schon leiden für einen Verein,für den sein Herz nicht schlägt? Es sei denn,es gab lecker zu trinken am See ,da artikuliert man schon mal was flapsig.Einzig die Argumentation eben gegen den scheidenden Vorstand ist schlüssig,weil das bei 3 Persönchen in der Tat vorrausgesetzt werden darf an einem Strang zu ziehen

    • major says:

      Gerd, die IDEE, nur ein Team wählen zu können, war ja gut. Praktisch scheiterte die nach Overath schon unmittelbar, weil das „Team“ nie eines war. Reine Zweckgemeinschaft, die sich nie leiden konnte, „individuelle Klasse“ statt Mannschaft. Kennt man ja irgendwo her.
      Die „fehlende Leidenschaft“ hat der Werbestratege dieses Trios wohl als Fehler des scheidenden Vorstands ausgemacht und präsentiert sie als das Alleinstellungsmerkmal.

      Nur: außer dem gestellten Foto der drei da oben sind die mir bisher nicht durch „Leidenschaft“ aufgefallen, nirgendwo. Die haben die Ausstrahlung eines „Sachbearbeiters Privatkunden F-H“ in einer Sparkasse.
      Das wird man natürlich in den nächsten Monaten in Kampagnen ändern, man will ja was von uns.

      Die praktischen Erfahrungen nach dem Umbau des Vereins erfordern eigentlich Anpassungen. Weniger Gremien, flachere Hierarchien, kürzere Entscheidungswege, auch in der Verzahnung des Vereins mit der KGaA. Entscheidungen müssen stehen, bevor sie wochenlang in der Presse diskutiert werden.
      Ich befürchte, das alles wird man wieder verschlampen.

    • major says:

      „eingeschlafende Wehrpflichtige“ würde ich einen Aufsatz über Grammatik schreiben lassen, wenn ich so wäre, wie Sie mir unterstellen, aber erstens ist die Wehrpflicht ausgesetzt und zweitens kennen Sie mich nicht :D

  5. Tom51427 says:

    Im übrigen sind wir gar nicht so weit auseinander. Uns trennen vor allem Ihre Zuversicht und mein Pessimismus :D

    Glaube ich auch nicht. Meine Zuversicht ist aber auch erst in den letzten Wochen entstanden, seitdem ich deutlich näher ans Geschehen gerückt bin und erlebe, wie viele Menschen sich gerade den Allerwertesten aufreißen:-) Was da im Hintergrund abläuft, ist in der Tat absolut beschämend für diesen Verein. Und ich freue mich, wenn Veh, Schumacher, Ritterbach, Kaufmann und (wenn er nicht noch einmal die Kurve kriegt) Wehrle durch Nachfolger ersetzt wurden. Insoweit bin ich vielleicht am Ende noch radikaler als Sie:-)

  6. CF says:

    Kann mir irgendjemand den Inhalt der „Vision“ des vorgeschlagenen Teams mitteilen oder eine Quelle, wo diese zu finden ist?
    Danke.
    Außer „gemeinsam“ Blabla ist nichts zu finden. Und die Inhalte, die den MR überzeugt haben, wären eine nette, nicht unwichtige und Transparenz glaubhaft machende Info.

      • Gerd Mrosk says:

        Aber selbst dann wird man erst viel viel später wissen,ob man denn wieder nur der Abnicker für Phrasen und kühne Versprechungen war,oder es doch Grund zur Aufbruchsstimmung gibt,denn auch ich bin ziemlich hin-und hergerissen ,was das Innenleben des Klubs betrifft.mag aber auch darin begründet sein,das ich mich bei den ersten 5 Aufstiegen mit diesem weniger auseinander setzen musste.

        • major says:

          Wir Mitglieder haben das Recht, überzeugt zu werden.
          Es ist die Aufgabe, dieses „Teams“, nicht nur eine gewisse Stimmenzahl hinter sich zu bringen, sondern auch kritische Fragen konstruktiv zu beantworten.

          Grundlegende Fragen aus einem Einstellungsgespräch: Ich erwarte von einem möglichen Vorstand, daß er mir erklärt, wo er den Verein in 5 Jahren sieht und wie er das KONKRET zu erreichen gedenkt. Ich erwarte Zielvorgaben, an denen man sie messen wird. Und das nicht nur einmal, sondern in ständiger Kommunikation im Verein, auch mit den Gruppen, die man bisher abgekanzelt hat.Ich erwarte Gesprächsbereitschaft und Konsenswillen.
          Folklore und Durchhalteparolen wie „Kölner haben Erstligafußball verdient“ kann man sich sparen, die stehen auf jedem Kalenderblock für 3 Euro.

          Vorschusslorbeeren gibt es nicht mehr, die haben die Vorgänger gefressen.

          • Gerd Mrosk says:

            Wirst du nicht bekommen Ist legitim das als „Wir sind der Verein“ zu fordern ,aber Utopie,da es eben genauso zu geht wie in der Wirtschaft

      • major says:

        Der Werbefachmann Wolf wird Kreide fressen (Witzig, der FC ist Rotkäppchen) und sich schon gut verkaufen können …wobei ihm das mit seinem Bier bei mir auch nicht gelungen ist….ich wollte bei der Bitburger-Werbung immer ein Kölsch :)

    • major says:

      Schrieb ich gerade dem Geissbock Renner.

      Das „Verfahren“ war wohl eher stundenlanges Gelaber und Geschachere hinter verschlossenen Türen, und natürlich undokumentiert. Zusammengefasst: „Unsere Kandidaten haben wir, warum wird sich finden“

      Was sollen die fußballfremden Herren auch schon sagen? Ich glaube kaum, daß die drei eine Powerpoint-Präsentation aus dem Ärmel schütteln können. Mit einem sportlichen Konzept für den FC für die nächsten 5 Jahre würden sie sich auch lächerlich machen. Wahrscheinlich würde Veh aus der Firma wieder ein „Amateure“ granteln und leider nicht mal Unrecht haben.
      Nun ja, von Wirtschaftsgranden erwarte ich zumindest was aus ihrem Fachbereich, aber was interessiert mich eine Bilanzverbesserung, wenn mit noch mehr Geld falsche Spieler und/oder Trainer gekauft werden?

      Die Frage hingegen, wie man diese Fehleinkäufe und -entwicklungen verhindern möchte, die wäre mal interessant. Beratung, Beratung und noch mehr Beratung? Irgendwann kostet Beratung mehr als die Präsidenten, allerdings sollte man sich schon vorher fragen, zu was die überhaupt nötig sind.
      Da brauche ich keinen dreiköpfigen Vorstand.
      (Warum denke ich jetzt gerade an Game of Thrones..?)

      • Gerd Mrosk says:

        Antwort A: Man klammert sich an den olympischen Gedanken
        Antwort B: Man lässt fachspezifisches Hirn wochenlang ins Landhaus Kuckuck regnen
        Antwort C:Antwort B war zu lang
        Antwort D:Vom Spielbetrieb abmelden
        Joker dürfen nur unter notarieller Aufsicht oder unter Herrn Worms gezogen werden

      • Daniel Jensen says:

        Können Sie eigentlich lesen? Also sind Sie in die Aussage längere Sätze aufzunehmen und zu verstehen? Falls dem so wäre, hätten sich ihre haltlose und penetrante Vorwürfe gegenüber größtenteils erledigt. Aber werfen Sie ruhig anderen Menschen weiter Unfähigkeit und Dummheit vor, während Sie Ihren trostlosen Tag mit dem infantilen Kommentieren in solchen Foren verbringen.

  7. NICK says:

    Mir ist ehrlich gesagt lieber, es beschäftigen sich ein paar Leute intensivst vorab mit möglichen Kandidaten, als das 5000-Hoddie-Abgreifer einfach aus dem Bauch raus irgendjemanden wählen, der gerade auf der Bühne mal gute 5 Minuten was aufgesagt hat. Da war Spinner auch ganz groß, Ritterbach zuletzt auch, Schumacher…naja…Brötchen schmieren usw…

    Mal ganz ehrlich, es gibt wenige hundert Leute die sich wirklich so intensivst mit dem Effzeh beschäftigen, dass sie die Kompetenz aufweisen würden einen Vorstand vorzuschlagen oder auszuwählen. Schaut doch mal auf die JHV – da kommen von 100.000 Mitgliedern 2000, davon sind 800 am Ende noch da, wenn gewählt wird. Wenn Hoddies verteilt werden sind es 6000 / 1200. Das ein 0,8-6% von „uns“ und dass zeigt doch das Interesse des Großteil der Mitglieder am Effzeh. Dann gibt es weitere 900.000 die klar ne Meinung haben und diese lauthals und wiederholt rausposaunen, aber es nicht mal für nötig halten Mitglied zu sein…

    Ich kann dieses nun vorgeschlagene Team weder beurteilen, noch verurteilen. Ich habe bisher noch kein Wort von denen gehört oder gelesen…wenn sie auf der JHV Oder vorher Mist verzapfen, können wir (also 0,8-6% von uns) ja immer noch mit „Nein!“ stimmen, aber ich glaube nicht das es so kommen wird…

    Generell gilt mein Dank den Mitgliederräten und insbesondere der Findungskommission – was diese Leute an ehrenamtlicher Zeit aufbringen (das sind ja nicht nur Rentner die Langeweile haben) gehört großer Respekt. Diese Leute haben auch den Effzeh im Herzen und geben ihr Bestes für den Verein. Wobei auch ich finde, dass man auch nach intensiven Gesprächen mit verschiedenen Teams, zwei davon zur Wahl zulassen könnte und eine Wahlempfehlung aussprechen könnte…

    • Gerd Mrosk says:

      Deswegen wird ein wenig Propaganda kommen in den nächsten Wochen und Monaten.Das was da kommt wird zwar wenig inhaltlich mitreissend sein,aber dennoch gewichtig genug daher kommen ,um das richtige Knöpfchen zu drücken ,falls die Dinger es mal tun

  8. Senna1960 says:

    Dilettantenstadel at its best!
    Mitgliederbeirat – ein Forum welches unnötiger kaum sein könnte
    Sportchef – auf dem Papier ja… wann wird er seinen Azubistatus überwinden? Rentenalter hat er ja fast erreicht
    Hauptsache unser Pseudo-Präsident kann sein Profilneurose folgen und hat Autogrammkarten

    Was sind wir nur für ein Club?

    5 Heimniederlagen, 46 Gegentore & 9 Niederlagen in 33 Spielen… haben wir keine anderen Probleme als Herrn Spinner rauszuekeln? Autogrammkarten für einen Interimspräsidenten zu drucken?

    Sportliche Schwierigkeiten werden nur von weitgehend finanziell deutlich schwächer aufgestellten Mitbebwerbern überlagert…
    gekauft haben wir 2 absolut drittligataugliche Innenverteidiger, ebenso hinten links… Hector wird so lange im Mittelfeld u hinten rechts rumgereicht, dass auch der letzte Wert sportlich wie finanziell vernichtet ist… usw

    Hauptsache wir feiern und lassen grossen Teilen der Südkurve alles durchgehen… unsäglich… Der Verein gehört uns! Steht in der Süd… Stimmt! Aber nicht nur den Stehplätzen….

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