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Bis Dienstag entscheidet sich die Vorstands-Frage

Der 1. FC Köln sucht einen neuen Vorstand. Am 8. September wird die Mitgliederversammlung entscheiden. Dann wird die Findungskommission des Mitgliederrates ihren Vorschlag für ein neues Vorstandsteam zur Wahl stellen. Die Veröffentlichung des ausgewählten Trios steht nach GBK-Informationen kurz bevor.

Köln – Am Sonntag steigt nicht nur die große Aufstiegsfeier in Müngersdorf, wenn der 1. FC Köln um 15.30 Uhr auf den SSV Jahn Regensburg trifft. Später am Tag findet auch noch eine wichtige Sitzung statt. Nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN trifft sich dann der Beirat der Geissböcke mit der Findungskommission des Mitgliederrates. Der Grund: Das Gremium will den Beiräten die Ergebnisse der Suche nach einem neuen Vorstandsteam präsentieren.

Dabei will die Kommission offenbar nicht nur darlegen, nach welchen Kriterien und Anforderungen die Kandidaten für die Ämter des Präsidenten und der Vizepräsidenten ausgewählt wurden. Auch das Trio, für das man sich letztlich entschieden hat, soll präsentiert werden. Damit ist der Moment gekommen, da die Findungskommission die Karten auf den Tisch legen muss.

Schumacher und Ritterbach ohne Chance

Tags drauf, am Montagabend, ist bereits die nächste Sitzung des Mitgliederrates angesetzt. An dieser soll die Entscheidung der Kommission abgesegnet und die Veröffentlichung vorbereitet werden. Bereits am Dienstag könnte es dann eine offizielle Mitteilung geben, für welches Kandidaten-Trio sich der Mitgliederrat entschieden hat.

Dass Dr. Werner Wolf nach Bestreben des Rates der nächste FC-Präsident und damit Nachfolger von Werner Spinner werden soll, scheint klar. Darüber hinaus hieß es zuletzt, der ehemalige Aufsichtsratschef der Geissböcke, Dr. Jürgen Sieger, werde als Vizepräsident in ein Amt beim FC zurückkehren. Rennbahn-Chef Eckhart Sauren soll das Trio komplettieren. Dagegen hatten Toni Schumacher und Markus Ritterbach keine Chance auf eine erneute Nominierung, obwohl Gespräche inzwischen stattfanden.

Auch Wolfgang Bosbach, zuletzt immer wieder ins Gespräch gebracht, spielte in den Überlegungen der Findungskommission keine entscheidende Rolle. Ob die beiden aktuellen Vizepräsidenten versuchen werden, Bosbach für eine Gegenkandidatur zu gewinnen, dürfte sich erst nach der offiziellen Bekanntgabe des vorgeschlagenen Präsidiums ergeben.

8 Kommentare
  1. CF says:

    Nein.

    Jetzt zeitnah veröffentlichter Vorschlag ermöglicht jedem Mitglied einen Gegenvorschlag gemäß Satzung mit hinreichender Unterstützerzahl zu organisieren.

    Bei diesem demokratischen Prozess werden dann auch Auswahlprozesse und Beratungen stattfinden.

    Ich jedenfalls habe auch einige Mitgliederräte legitimiert.

    Und gegen den Vorschlag stimmen darf ich auch. Sie nicht?

    • major says:

      „Bei diesem demokratischen Prozess werden dann auch Auswahlprozesse und Beratungen stattfinden.“

      Ja, sischer, sischer…(hier an Hausmeister Krause denken)

      Warum hat denn der „Mitgliederrat“ nicht direkt einen solchen demokratischen Prozess durchgeführt, sondern das hinter verschlossenen Türen ausgekaspert? Dieser Vorwurf der Klüngelei hätte man schon ab Minute 1 nach Spinners Rücktritt entgegen arbeiten können und MÜSSEN. Tat man aber nicht, weil man nicht wollte. Stattdessen ging es um Müller-Römers Posten im Vorstand.

      Und meinen Sie, ein solcher „demokratischer Prozess“ eines Mitgliedervorschlags hätte die Mittel und Wege des Mitgliederrates oder des jetzigen „Vorstands“, seinen Kandidaten als Kampfkandidaten den Mitgliedern bekannt zu machen? Meinen Sie, ein Müller-Römer gewährt einem einen solchen Vorschlag sowas wie „Waffengleichheit“ und agiert damit gegen seine Kumpels aus dem „Mitgliederat“ in deren Mitte er zurückkehren will?

      Ich werde gegen den Vorschlag stimmen, dafür gehe ich da hin. Aber ist denn überhaupt im „demokratischen Prozess“ vorgesehen, daß alle Vorschläge abgelehnt werden oder ist es am Ende vielleicht einer, der nicht rechtzeit auf dem Baum war?
      Kein bisher genannter Kandidat erfüllt auch nur ein ungefähres Anforderungsprofil. Das gibt es nicht mal. Jeder Job bei einem amerikanischen Frikadellenbrater ist besser definiert, aber selbst daa kriegt man nicht auf die Reihe. Wenn die ehemaligen „Wirtschaftsbosse“ so ihre Firma geführt haben, dann weiß ich auch, warum sie „ehemalig“ sind. Denken Sie hier an Loriot in „Papa ante portas“.

      • CF says:

        Guter major,
        Ihre Kommentare zu Spielern, Taktik etc. finde ich immer interessant und oft gut.
        Hier sind Sie aber etwas „ultra“.
        Vorgespräche und politische Organisation sind demokratisch, können aber nicht immer öffentlich stattfinden. Wenn ich jetzt die Gegenkanditatur Tünn organisieren wollte, würde ich zunächst mit Kanditaten, dann mit Fan-Clubs etc. sprechen und dies nicht dem Express berichten. Diese Mehrheitsbeschaffungsversuche sind dann aber auch demokratisch.

        Dem MR ging es nicht um MR (diese wäre nur anders, wenn der jetzt im Team, das vorgeschlagen wird, wäre – dann bin ich bei Ihnen), sondern um deren Kriterien und deren Vorschlag. Es ist auch meiner und Ihrer, wenn Sie an der MR-Wahl teilgenommen haben.

        Der MR hat nicht die Kanditaten durch den Boulevard getrieben, m.E. sehr klug und erfreulich leise in diesem Umfeld.

        Ich glaube auch, dass über organisierte Fan-Clubs und ja, auch die Ultras, von denen viele an der MV teilnehmen werden (im Gegensatz zu vielen anderen) eine konstruktive Gegenkanditatur hinbekommen könnten mit Chancen, wenn man es denn konstruktiv versuchen wollte.

        Dann würde man aber merken, dass es ohne Gespräche, auch vertrauliche, Abstimmungen über Kriterien, die nicht im Forum oder der Presse laufen, nicht geht. Meines Erachtens.

        Einen Vorschlag des MR nach Ablauf der Frist für den Vorschlag mit 3000 Mitglieder-Stimmen würde ich auch aus Prinzip und Protest ablehnen.

        Jetzt schau ich mir das bis September mal an und bin sicher, dass der Verein auch eine Abstimmung zwischen zwei Alternativen übersteht, sogar vielleicht ein paar Demokraten dann die Mehrheit akzeptieren (mehr als bei einem Vorschlag).

        Ich halte im Übrigen für die Kontrollfunktion Leute aus der Wirtschaft, die nicht durch Mediengeilheit aufgefallen sind, schonmal für besser als
        Politiker und Ex-Fussballer. Denn letztere neigen eher dazu, sich in der Verpflichtung vom Poldi zu sonnen, für 25 Mios…

  2. Tom51427 says:

    Im Gegensatz zu den Herren Ritterbach und Schumacher (welche panikartig nur noch mit sich selbst beschäftigt sind) hat der Mitgliederrat in den letzten Monaten seinen Job gemacht, für den er satzungsmäßig bestimmt wurde. Legitimiert im Übrigen durch die große Mehrheit der bei der letzten MV anwesenden Mitglieder.
    Ich denke, dass sogar bereits morgen die Kandidaten auf der Homepage vorgestellt werden. Somit bleibt genügend Zeit (wie bereits CF oben ausführte) sich bis zur MV am 08. September Gedanken zu machen, ob man diesem Vorschlag (dem viele sehr intensive Gespräche vorausgingen) zustimmt, oder halt nicht. Sofern Gegenvorschläge in ausreichender Mitglieder Anzahl unterstützt werden, stehen dann auch diese zur Wahl.
    Der morgen vorgestelle Vorschlag wird zumindest ganz klar machen: ein „weiter so“ ist keine Option seitens des von uns gewählten Mitgliederrates. Das wird dann in der Konsequenz natürlich auch nicht zuletzt die künftige Arbeit der Geschäftsführer betreffen (nicht ohne Grund macht Veh ganz unverhohlen Wahlkampf für Schumacher, obwohl er in dieser Frage natürlich kraft seines Amtes zur Neutralität verpflichtet sein sollte). Und dies entspricht dann am Ende des Tages sicherlich auch dem Willen der überwiegenden Anzahl jener Menschen, welche sich inhaltlich intensiv mit dem FC beschäftigen.
    Demokratischer geht es doch nicht?!

    • major says:

      Nun ja… doch, es geht demokratischer.
      So wie sie Demokratie definieren, passt Ihnen vor allem das zu erwartende Ergebnis. Mit dem Mitgliederwillen, der Kandidaten nach dem „Friss oder stirb“-Prinzip präsentiert bekommt und gefälligst abzuwinken hat, hat das nichts zu tun. Der sogenannte Mitgliederrat hat hinter verschlossenenen Türen geklüngelt. Punkt. Dieser Vorwurf war direkt nach Spinners Rücktritt absehbar, man hätte ihm mit transparenter Arbeit entgegen treten können. Hat man nicht. Kein Problem der Demokratie, sondern Stil. So gilt der Vorschlag des MR ja quasi als Selbstläufer. Aufgestellt, abgenickt, Vorstand. Wie in der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea.

      Aber zur Legitimierung: Wenn 4500 von 106.000 Mitgliedern den Amateur mit dem Haaren wählen, dann ist das eine juristische Demokratie, aber die muss nichts mit dem Willen der Mitglieder zu tun haben. Wie in Nordkorea.

      Nebenbei…hat nicht Müller-Römer den Verein verklagt, damit er alle Mitglieder anschreiben kann? Wie wird er wohl reagieren, wenn das jetzt von ihm verlangt wird?

      „Der morgen vorgestelle Vorschlag wird zumindest ganz klar machen: ein „weiter so“ ist keine Option seitens des von uns gewählten Mitgliederrates“

      Sehe ich anders. Erstmal: von UNS gewählt ? Nee. von mir nicht, jedenfalls nicht die gleichgeschaltete Meinung des Mitgliederrates.

      Bisher werden nur fußballfremde (Ex-)Universalmanager gehandelt, in deren Händen der FC wieder nur als ein weiterer Haken im Lebenslauf erscheint und für die der FC ein Arbeitgeber wie jeder andere ist. Sorry, mit diesem Pilsschaumrührer Wolf oder noch schlimmer Bosbach kann ich nichts anfangen. Meine Omma lebt mehr Fußball als diese Chargen. Ich weiß noch nicht mal, wie der MR auf den Bitburger gekommen ist, aber sie werden ihn sicherlich in den Himmel loben. Bei beiden VERMUTET man Fähigkeiten, BEWIESEN hat sie in einem Fußballverein mit den Eigenarten des FC noch keiner. Kim Jong Un hat auch kein göttlicher Kaiser gelernt, aber er macht das faktisch gar nicht so schlecht, aus seiner Sicht. Vielleicht sollten wir ihm einen bestimmten Fußballverein ans Herz legen.

      Stellen Sie sich mal einen Chirurgen vor, der lediglich versichert, er könne das schon, sie müssten es nur glauben. Nein, als Patient würden Sie den besten suchen, nach der Erfahrung fragen, abwägen. Was haben Dr. Wolf und Bosbach denn so für Erfahrungen mit Fußballmanagement und das auch noch im Chaosverein 1. FC Köln? Was haben Sie für Konzepte, Ideen, meinetwegen auch Visionen ? Warum sollten wir Sie wählen, wo sehen sie den Verein in fünf jahren und wie wollen Sie das verwirklichen?
      Ach, das ist nichts anderes als Bier oder Politik und ansonsten…Pooooooldi !

      Na, dann…

      • Tom51427 says:

        Zitat: So wie sie Demokratie definieren, passt Ihnen vor allem das zu erwartende Ergebnis
        Ich denke, Sie vergreifen sich hier ein wenig im Ton. Mein Demokratieverständnis lasse ich mir von Ihnen sicherlich nicht absprechen. Das Ergebnis, welches von der Mehrheit der aktiven FC Fans erzielt wird, ist zu respektieren (anders gehts nun mal nicht — ich muss auch etwas tun, wenn ich Veränderung möchte. Und nicht später in der Minderheit über das mosern, was die Mehrheit aktiv entschieden hat).
        Es ist dem gegenüber recht offensichtlich, dass Sie ein persönliches Problem mit der Person Müller-Römer haben. An anderer Stelle beschweren Sie sich z.B. allen Ernstes, dass seine Vergütung auf der Homepage kommuniziert wurde. Man nennt das Transparenz — und ist genau das Gegenteil von dem, was Sie pauschal dem Mitgliederrat vorwerfen. Wie der MR auf die Kanditen gekommen ist? Lassen Sie doch einfach erst einmal die Vorstellung der Kandidaten zu (welche im Übrigen auch aus Gründen der Transparenz nun viel früher erfolgt, als notwendig). Jene Kandidaten, die Sie ja unbedingt ablehnen und derentwegen Sie extra zu MV kommen werden — von denen Sie aber bis heute ganz offensichtlich nichts wissen. Sonst würden Sie den langjährigen Bezug aller Kandidaten zum FC kennen. Klar ist für Sie nur: der Mitgliederrat klüngelt. So einfach ist die Welt aber leider nur in der BILD Zeitung.
        Es gibt eine Satzung. Diese Satzung enthält ein Prozedere zur Vorstandswahl. Diese Satzung ist mehrheitlich beschlossen worden — offenbar nicht von Ihnen. Das bedeutet aber dann nicht in der Folge, dass sie automatisch schlecht ist:—)

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