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Heute steigt die Aufstiegssause in Müngersdorf

Es soll noch einmal ein emotionaler Tag für den 1. FC Köln in dieser Saison werden. Das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg vor ausverkauftem Haus in Müngersdorf ist die Chance für die Geissböcke, sich mit einem Feuerwerk von ihren Fans zu verabschieden. Die Stimmung wird ein Indiz für die kommenden Monate sein.

Köln – Es wird ein Spieltag der besonderen Momente. Die Verabschiedung von Ex-Kapitän Matthias Lehmann vor und nach der Partie, das erste (und gleichzeitig zunächst letzte) Heimspiel für André Pawlak als FC-Cheftrainer, die Begegnung mit dem künftigen FC-Coach Achim Beierlorzer, die 90 Minuten auf dem Rasen mit dem Versuch, Simon Terodde zum Zweitliga-Rekordtorschützen zu machen, und schließlich die Momente nach dem Schlusspfiff, wenn Spieler und Fans gemeinsam die Rückkehr in die Bundesliga feiern wollen.

Der 1. FC Köln steht nach einer turbulenten und schwierigen Saison vor dem sechsten Aufstieg. Keiner wurde jedoch so nüchtern hingenommen wie dieser, nachdem kein Abstieg zuvor unnötiger gewesen war als jener in der Saison 2017/18. Dominick Drexler hatte deshalb auch nach dem Auswärtssieg in Fürth am vergangenen Montag erklärt: „Der Aufstieg wurde erwartet, das schwebte so über der Saison. Jetzt sind wir dafür verantwortlich, die Stimmung in den letzten zwei Spielen noch einmal in die Höhe zu treiben.“

5106 Liter Freibier und eine Meisterfelge

Auch deswegen will André Pawlak keine personellen Experimente wagen. Statt Spielern mit zuletzt weniger Einsatzzeit noch einmal zu Spielminuten zu verhelfen, künftige der FC-Coach an, auf die bewährten Kräfte setzen zu wollen. Zwar könnte Matthias Lehmann gegen Spielende noch einmal einen Auftritt in Müngersdorf bekommen. Darüber hinaus sind keine Geschenke geplant. Im Gegenteil: Der Effzeh will es seinem künftigen Trainer Beierlorzer zeigen und vor allem den Fans ein Highlight zum Abschluss der Saison bescheren.

Nach der Partie soll dann die große Aufstiegssause beginnen – inklusive offizieller Meisterfeier. Der FC wird die „Meisterfelge“ überreicht bekommen, die stilistisch diskussionswürdige Schale für das beste Zweitliga-Team der Saison. Die Verleihung soll auf der Westtribüne erfolgen – inklusive Platzsturm? Nach der Meisterehrung wird dann vor den Toren des Stadions auf den Vorwiesen das Freibier ausgeschenkt, dass Sponsor Gaffel vor der Saison ausgelobt hatte. Für jeden erzielten Heim-Treffer wird die Brauerei 111 Liter Freibier für die Fans bereithalten. Bislang waren es 46 Treffer in Müngersdorf, was eine garantierte Biermenge von 5106 Litern bedeuten würde.

Springt der Funke am Sonntag über?

Wie viele Liter noch dazu kommen, liegt an den FC-Profis. Genauso wie die Stimmung, die nach dem Schlusspfiff im Stadion herrschen wird. Nach den sportlichen Aufs und Abs der letzten Monate, der offen zu Tage getretenen Zerrissenheit der Führungsetage des 1. FC Köln, der Trainerentlassung von Markus Anfang trotz quasi feststehendem Aufstieg und der hohen Erwartungshaltung an die Saison kommt der Aufstiegsfeier am Sonntag eine große Bedeutung zu. Schaffen es die Geissböcke, Müngersdorf zu emotionalisieren, zu elektrisieren und in eine Party-Hochburg zu verwandeln, könnte dies den nötigen Funken entzünden, um mit der eines Aufsteigers eigentlich typischen Euphorie in die Bundesliga zurückzukehren. Sollte dies nicht gelingen, bliebe es wohl bei der Wahrnehmung, der Aufstieg sei nicht mehr als die Erfüllung der Pflicht gewesen.

5 Kommentare
  1. Jhen says:

    Ob die bewährten Kräfte wohl schon den Alkohol aus Nürnberg ausgeschwitzt haben? Ich finde die Sichtweite Pawlaks, und vermutlich handelt er hier auf Geheiß, falsch. Diese Mannschaft war unter Anfang keine Einheit und wird es bis zuletzt nicht werden. Solidarität und Loyalität geht anders. Den Verantwortlichen fehlt es ganz offensichtlich an Größe. Es ist ein Signal, Köln ist kein gutes Pflaster für junge Talente. Für Fußballrentner dagegen schon.

    • major says:

      Schrieb ich schon vor zwei Wochen im direkten Zusammenhang mit Anfangs Entlassung…Signalwirkung, Vollversorgung, Außenwirkung, Spieler- und Trainermarkt…

      Kriegt Sörensen jetzt eigentlich eine Liga-1-Frührente?
      2024 wird die Anleihe aus 2016 fällig. 18,5 Millionen plus 3,5% Zinsen/Jahr seit 2016.
      Ob man dann noch über die finanzielle Situation des HSV lacht ? Und steht dann sowas wie Martin Kind mit verlockenden Scheinen auf der Matte und die Räte des Vereins winken (erst mal) 24,9% ab ?

      Okay, der Name ist gelogen, der Rest ist denkbar. Die Signalwirkung provoziert sowas.

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