Derweil gibt der Mitgliederrat des Klubs bekannt, dass Werner Wolf, Eckhard Sauren und Jürgen Sieger im September als neues Vorstandsteam zur Wahl stehen werden. Toni Schumacher und Markus Ritterbach müssen einsehen, dass sie den Machtkampf verloren haben und geben bekannt, nicht mehr kandidieren zu wollen. (Foto: Bopp)

Darum hatten Schumacher und Ritterbach keine Chance

Das Anforderungsprofil des neuen Vorstands

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Am Dienstagmittag hat der Mitgliederrat des 1. FC Köln die von ihm vorgeschlagenen Kandidaten für den neuen FC-Vorstand präsentiert. Das Team um Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren stellte sich im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Carsten Wettich, der Mittgliederratsvorsitzende, begründete dabei auch die Entscheidungsfindung für das Trio und gab Einblicke, warum Toni Schumacher und Markus Ritterbach keine reelen Chancen hatten erneut nominiert zu werden.

Köln – “Wir glauben, dass wir in einer guten Position sind, um zu beurteilen, welche die Anforderungen an und die Herausforderungen für einen Vorstand sind.” Mit diesen Worten begann Carsten Wettich am Dienstag die Pressekonferenz. Es war der Beginn eines langen Monologs, in dem er ausführlich das Anforderungsprofil des neuen FC-Vorstands darlegte. Er schob jedoch fast schon entschuldigend voran: “Wir dürfen nach der Satzung übrigens nur ein einziges Vorstandteam vorschlagen.” Und das besteht aus Wolf, Sieger und Sauren und nicht aus Toni Schumacher, Markus Ritterbach und einem dritten Mann wie Wolfgang Bosbach.

Das Anforderungsprofil

Auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für den Vorstand, führte Wettich aus, sei der Mitgliederrat einem konkreten Katalog von Qualifikationen gefolgt. Von der Persönlichkeit (“Integrität”) über eine “hohe Leidenschaft für den 1. FC Köln”, soziale Kompetenzen wie “Integrationsfähigkeit”, eine “hohe Kommunikationsfähigkeit” und der Bereitschaft “im Team zusammenarbeiten”, sei auch wichtig gewesen, dass die Kandidaten Wissen und Expertise “in Politik und Wirtschaft” mitbrächten, um “Leuchtturmprojekte wie den Stadionneubau oder den Ausbau des Geißbockheims” annehmen zu können.

Es darf keinen Personenkult geben

Der Unternehmer und Psychologe Wolf, der Wirtschaftsjurist Sieger und der Fondsmanager und Rennbahn-Chef Sauren seien dafür bestens geeignet, so Wettich. “Wir glauben, dass das von uns vorgeschlagene Team dieses Anforderungsprofil mitbringt. Alle drei Personen bringen die nötigen Kompetenzen mit. Sie alle sollen zudem die Geschäftsführung unterstützen.” Dabei stellte Wettich auch klar: “Es darf keinen Personenkult geben. In der Bundesliga sind diejenigen die Besten, die kaum jemand kennt.” Ein Seitenhieb in Richtung Schumacher und Bosbach?

Wettich stellte allerdings mehrfach klar, dass die Entscheidung für das Trio um Wolf “keine Entscheidung gegen jemand anderes” sei. Es sei vielmehr eine Entscheidung für Wolf, Sauer und Sieger gewesen. “Herrn Schumacher und Herrn Ritterbach haben wir frühzeitig in den Mitgliederrat eingeladen. Diese Gespräche haben sie bekanntermaßen abgelehnt”, sagte der Mitgliederrats-Vorsitzende. Man habe aber frühzeitig bereits Gespräche mit potentiellen Kandidaten führen wollen, und so lief es schnell auf ein anderes Vorstandstrio hinaus. “Alle wussten, woran sie waren. Wir haben beide schließlich jeweils getrennt voneinander in der Findungskommission getroffen.” Da zeigte der Zeiger aber schon längst auf andere Kandidaten – auch, weil Schumacher und Ritterbach offenbar nicht oder nur in Teilen dem Anforderungsprofil entsprachen.

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