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FC-Kapitän Hector: Kein Kommentar in Krisenzeiten

Im vergangenen Sommer blieb lange unklar, ob Jonas Hector oder Marco Höger den 1. FC Köln als Kapitän in die Saison führen würden. Schließlich wurde der Nationalspieler von der Mannschaft zum Spielführer gewählt. Das Sprachrohr des Teams ist jedoch längst Höger. Das zeigt sich auch in der jetzigen Krise wieder.

Köln – Der April macht bekanntlich, was er will. Auch der 1. FC Köln hat im April gemacht, was er wollte. Erst wollte er gewinnen (in Heidenheim), dann folgten zwei Unentschieden und schließlich gab es zwei Niederlagen inklusive Trainerentlassung. Von himmelhoch jauchzend und praktisch schon aufgestiegen bis zu Tode betrübt und einem doch wieder gefährdeten Saisonziel war alles dabei.

Am Mittwoch stellte nun der 1. FC Köln das monatliche Voting für den Spieler des Vormonats online. Zur Wahl stehen Jhon Cordoba, Dominick Drexler und Jonas Hector. Der Kolumbianer traf in den fünf Spielen im April viermal, kam passenderweise bei der Blamage in Dresden erst als Einwechselspieler in die Partie und gilt seit Monaten als Vorbild für Einsatz, Wille und Energie im FC-Spiel. Drexler trug sich in der gleichen Zeit zweimal in die Torschützenliste ein, bereitete drei weitere Treffer vor und demonstrierte auf und neben dem Platz, dass er auch in den schlechten Spielen zu jenen FC-Profis gehörte, denen diese Pleiten sichtlich etwas ausmachten. Hector konnte sich in den fünf Partien nicht in die Scorerliste eintragen, spielte auf drei verschiedenen Positionen und „zeichnete sich im April durch Übersicht, Laufbereitschaft und Einsatzwillen aus“ – so die Begründung des FC, warum Hector es unter die besten Drei für den April geschafft hatte.

Nach Niederlagen: Kein Kommentar!

Hector zeichnete sich allerdings auch dadurch aus, dass er neben dem Platz nicht in Erscheinung trat – weder in den Wochen vor noch in den Tagen nach der Entlassung von Trainer Markus Anfang. Dass der Nationalspieler nicht gerne öffentlich spricht, ist bekannt. In der Mixed Zone läuft er deshalb allzu gerne an den wartenden Journalisten vorbei. In dieser Saison stellte er sich den Fragen der Reporter, wenn überhaupt, nach Spielen wie dem 8:1 gegen Dynamo Dresden, nach dem 4:1 gegen den FC St. Pauli oder nach dem 4:0 gegen Holstein Kiel.

Nach dem 0:3 in Dresden sprach Hector hingegen genauso wenig wie nach dem 1:2 gegen Darmstadt oder überhaupt im Laufe der Saison nach einer der Niederlagen. Nicht gegen Paderborn, in Hamburg, gegen Duisburg, Bochum oder in Union Berlin. Während sich Spieler wie Höger, Horn, Czichos oder Drexler regelmäßig stellten, war vom Kapitän, wenn überhaupt, nur nach Siegen etwas zu vernehmen. So überraschte es auch nicht, dass nach der Demission von Markus Anfang nicht der Kapitän, sondern sein Stellvertreter Marco Höger bei Sky die Entlassung kommentierte. „Ein Trainerwechsel ist immer ein Zeichen dafür, dass es im gesamten Team – Trainerteam und Mannschaft – nicht geklappt hat. Daher würde ich es auch als unser Scheitern ansehen“, sagte Höger mit Blick auf seine Teamkollegen und beschrieb das Verhältnis des Übungsleiters zum Mannschaft als „ein Stück weit distanziert“, die Entlassung als „ein Stück weit folgerichtig“.

Die Kapitänsbinde beinhaltet auch Pflichten

Deutliche Worte des Vize-Kapitäns also, der schon häufiger in dieser Saison den Weg in die Öffentlichkeit gesucht hatte, um mit klaren Ansagen eine Richtung vorzugeben. Hector jedoch tauchte zuletzt einmal mehr unter, was auch den Fans nicht verborgen geblieben ist. Dass dem unnahbaren 28-Jährigen die Arbeit mit der Öffentlichkeit nicht liegt, kann ihm niemand verübeln. Dass dies aber auch zu seiner Jobbeschreibung als Kapitän des 1. FC Köln gehört, wird er irgendwann akzeptieren müssen. Und tendenziell dürften die Anforderungen in der Bundesliga nicht weniger werden. Im Gegenteil.

44 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Ich erinnere mich daran, dass der Kölner Express es Jonas Hector in seinem ersten Jahr in der Bundesliga-Mannschaft sehr übel nahm, weil dieser keine Interviews geben wollte. Daraufhin wurde er vom Express auch sportlich schlecht geschrieben. Das hörte erst dann auf, als er in die Nationalmannschaft berufen wurde. Aber eine richtige Liebe wurde es nicht mehr. Anders etwa bei Peter Stöger, der einen Großteil seiner Zeit in Fernsehstudios und im Journalistengespräch verbrachte (und aktuell wieder verbringt) und so zum Medienliebling wurde.

    Journalisten sind oft sehr empfindlich und leicht gekränkt. Wer sie nicht hofiert und bedient, muss mit deren Machtbewusstsein rechnen – nicht nur im Sportjournalismus. Und tatsächlich ist es ja so, dass die Medien die im Sport Tätigen vor sich hertreiben und alles und jedes skandalisieren. Es gibt natürlich Ausnahmen, etwa der Kicker.

    Wegen mir kann Jonas so bleiben, wie er ist.

      • udo schmidt says:

        Aha! „wir“ brauchen einen anderen Kapitän.Und wer soll den bitteschön wählen/bestimmen? Vorstand,Mitgliederrat,Geissblog,Express????
        JH ist von der Mannschaft gewählt und nicht vom Trainer bestimmt.Wenn also die Mannschaft nicht mehr mit ihm zufrieden sein sollte wird sie jemanden anderen wählen.Daß Höger und Horn an die (Presse-) Front gehen scheint abgesprochen.Die haben beide alle Rhetorik Kurse besucht und gelernt Sprechblasen am laufenden Band zu produzieren.
        Jonas Hector ist für mich der Einzige der sogenannten „alten“ Garde dem ich abkaufe,daß alles tun wollte um den Schaden des letzten Jahres zu reparieren.Daß ihn der neue Trainer dann nach einer Verletzung auf dem Platz kreuz und quer platziert konnte er nicht ahnen und wenn,wäre er sicherlich vor der Saison gegangen.
        So aber konnte er in dieser Saison nie der leistungsträger werden ,der er nach seinem Selbstverständnis sein wollte.Sein Frustfaktor muß hoch sein,was man auf dem Platz auch häufiger sehen konnte.Da wäre ich auch in der Mixed Zone an den lauernden Aasgeiern vorbeigegangen.

        • Super Held says:

          Ein Kapitän ist eine Führungskraft. Führung und Kraft. Hector ist vielleicht unser komplettester Spieler, aber ich habe nicht ein einziges Mal gesehen, dass er – wenn es nicht läuft, während einem Spiel – die Mannschaft geführt hat.

        • major says:

          Ich finde, da sollte unbedingt wieder ein Gremium gebildet werden, aus den Spitzen der Europapolitik, den 12 größten DAX-Unternehmen, Greta Thunberg, Greenpeace und dem Fernsehballett.

          Die spielen dann so lange Schnick-Schnack-Schnuck (ohne Brunnen !) bis einer übrig bleibt und der ist dann Kapitän.

          Hector ist kein guter Kapitän und ich glaube er macht das auch nicht aus Überzeugung, sondern weil es kein anderer macht.
          Und wenn Höger Rethorikkurse gemacht hat, dann sollte er sein Geld zurück verlangen. Der hat die Sprachgewandheit eines Teilnehmers bei „Ab ins Kloster“.

  2. Michael H says:

    Sicherlich kann man argumentieren, dass er als gestandener Führungsspieler ab und zu Mal was in der Öffentlichkeit sagen darf – und vielleicht auch sollte. Aber:

    – für mich beinhaltet das Kapitänsamt nicht die Notwendigkeit, sich Interviews zu stellen
    – zudem war er die gesamte Saison lang so dermaßen frustriert (siehe Frustfouls/gelbe Karten, Mimik), dass dabei auch nichts sinnvolles herumgekommen wäre
    – konnte er mit Anfang überhaupt nicht – aus guten Gründen

    Sich dann nach unnötigen oder peinlichen Niederlagen vor die Kamera zu stellen macht schlicht keinen Sinn.

    Von daher hat aus meiner Sicht der Autor leider Unrecht mit seiner Kritik.

    PS: ich verstehe ja, wie der Sportjournalismus Spieler in den Himmel lobt, die sich den Fragen stellen. Aber bspw. Horns Aussagen sind in der Regel keinen Pfifferling wert. Authentisch sind sie diese ja nun wirklich nicht.

  3. Jhen says:

    Vermutlich eher ein schweigender Protest! War mit seiner Situation als Joker auf allen Positionen und der Spielweise wohl doch nicht zufrieden und hatte keine Lust wie Höger dem Trainer nach dem Maul zu reden. Jetzt wo der Anfang weg ist kommt Höger plötzlich mit Kritik an jenem.

  4. Boom77 says:

    Wenn ein Spieler nich ständig Interviews geben will, ist das okay. Das mag nicht jeder und muss somit auch nicht jeder. Aber: Ich finde im Gegensatz zu Michael H schon, dass es zu den Aufgaben eines Kapitäns gehört, die Mannschaft auf und neben dem Platz zu vertreten. Deshalb gehört es für mich auch dazu, dass der Kapitän sich hin und wieder vor die Presse stellt. Das tut Hector ja auch, aber nunmal nicht in schwierigen Zeiten sondern nur nach Siegen. Und so einen „Schönwetterkapitän“ braucht es nicht.

    Das mag alles in Hectors Naturell begründet liegen und ist für sich gesehen auch nicht schlimm. Aber dann ist er für das Kapitänsamt nicht geeignet, was auch nicht schlimm ist. Er sollte es dann nur nicht bekleiden. Keiner hindert ihn, der Mannschaft vor der Wahl des nächsten Kapitäns zu sagen, dass man ihn bitte nicht wählen solle, weil ihm das nicht liegt und er diese Rolle nicht mag. Das sollten er und auch die Mannschaft zur nächsten Saison bitte beherzigen. Vielleicht ist er dann auch weniger gefrustet, wenn ihm diese „Last“ von den Schultern genommen wird.

    Zu Höger: Mittlerweile kennen alle meine Meinung zu ihm. Ich wäre ob seiner Leistungen der letzten nahezu zwei Jahre nicht nur „ein Stück weit“ distanziert ihm gegenüber… sondern sehr distanziert. Der soll mal die Klappe halten. Ihn halte ich auch nicht geeignet für das Kapitänsamt. Nur, weil man Kölner und tätowiert bis zur Naht ist, darf man nicht das „Sprachrohr der Mannschaft“ sein. Dazu muss man erstmal ordentlich Leistung bringen. Die sehe von Höger schon über Jahre nicht mehr. Der Kevin Vogt wäre ne Type fürs Kapitänsamt gewesen. Den fanden wir aber ach so schlecht und den Höger im Gegensatz dazu ach so gut… Weil letzterer von Schalke kam und nur zu uns wechselte, weil er da der große Superstar war… Nee isss klaa! Wer diese (Fehl-) Einschätzung vorgenommen hat, interessiert mich bis heute…. War das Schmadtke? Stöger oder doch dessen Ehefrau?

    • major says:

      Du setzt voraus, daß nur jemand Führungsspieler sein kann, wenn er auch gerne Interviews gibt und weil das bei Hector nicht so ist, sei er kein Führungsspieler.

      Stimmt. Hängt in dem Fall auch zusammen. Aber wenn die, die gerne ihre Nase in die Kamera hängen, Führungsspieler sein wollen, dann Gute Nacht.

      Und natürlich war es Schmöger. Immer. Die haben schon die „Titanic“ versenkt und den ersten Weltkrieg ausgelöst. Und Masern und Gemüse als Beilage.

      • Boom77 says:

        Kapitän und Führungsspielervidt nicht das gleiche. Ein Kapitän ist immer auch ein Führungsspieler. Aber nicht jeder Führungsspieler eignet sich zum Kapitän.

        Und jetzt mal zu Hector. Er ist nett. Keine Frage. Auch sympathisch. Keine Frage. Auch ist er unser komplettester Spieler. Aber Kapitän?? Unserer Mannschaft fehlt es eh an Eiern. Da brauchen wir eigentlich nicht noch „Schwiegermutters Liebling“. Der Jovic und der Rebic waren diejenigen, die dem Hector früher auf dem Pausenhof das Butterbrot und Kleingeld abgenommen haben. Sicherlich nicht nett. Aber die spielen gerade in der Europa League im Halbfinale und Hector zittert sich durch die 2. Liga. So sieht‘s aus!

        Und nicht umsonst war bei Bayern der Effenberg Kapitän und nicht der nette und witzige Elber.

        • Gerd Mrosk says:

          Ich kann dir schon folgen,aber der Herr Stöger hat uns doch alle so nett gemacht.Bei ihm war doch jedes Foulspiel verpönt.vllt entwickelt sich ja mal so ein Spieler wie Drexler zum Kapitän Ist ja nicht so das Hector der einzig gesetzte Spieler ist.Platzhirsche dürfen gerne alle sein,aber von Drexler wirst du dann auch erst mal nichts nach dem Spiel hören.Von daher dürfte das schon festgelegt sein vom Verein,wer vor die Kamera tritt.Übrigens weiss ich nicht ob Jovic und Rebic viele Spieler verbal erreichen in der Mannschaft.Typen sind sie allemal

          • Boom77 says:

            Ich denke, auch beim Thema „Kapitän“ stimmen wir nicht bei allem überein, was ja in Ordnung ist. Ich verstehe auch, was Sie zu Jovic und Rebic und auch anderen solcher Spieler sagen wollen. In diesem Punkt gebe ich Ihnen auch recht. Es ist nicht gesagt, dass diese Spieler alle zum Kapitän taugen.

            Ich meine aber, dass ein Kapitän eine Mannschaft führen, aufrichten, anpeitschen und sich auch mal vor sie stellen muss etc. Gerade auch in schwierigen Zeiten (bei schwerem Seegang). Da finde ich auch, dass es zum Kapitänsamt gehört, dass der Kapitän nicht nur auf sondern auch neben dem Platz voran geht. Und da finde ich eben, schließt sich der Kreis zum Artikel.

            Ich habe nicht das Gefühl, dass Hector neben den Platz voran geht etc. Er taucht ab. Im Grunde habe ich dieses Gefühl bei ihm nie. Und wenn ich ehrlich bin, auch nicht neben dem Platz.

            Mein bestes Beispiel ist da tatsächlich der Effenberg. Ich mag den nicht. Konnte ihn noch nie sonderlich leiden. Und man wird hier im Forum auch sicherlich kaum einen „Bayern-Sympathisanten“ finden. Ich bin es jedenfalls nicht. Aber ich erinnere mich an das Champions League Finale der Bayern 2001 gegen Valencia. Ich erinnere mich deshalb so gut daran, weil man Vater nicht nur Spanier ist sondern meine spanische Familie in Valencia lebt (auch wenn Valencia nicht mein Herzensverein in Spanien ist). Aber natürlich haben wir alle zu Hause für Valencia die Daumen gedrückt und mit denen mitgefiebert. Zur Halbzeit haben wir auch richtig gefeiert. Und dann kamen die Bayern nach der Pause aus der Kabine. Effe kam aus der Kabine. Als wir dessen Gesichtsausdruck gesehen haben, wussten mein Vater und ich sofort, dass das für Valencia an dem Tag nichts wird. Und dafür haben sie sich dann noch wacker geschlagen und bis ins Elfmeterschießen gerettet.

            So einen Kapitän und Leader braucht unsere Mannschaft – eigentlich jede Mannschaft. So ein Typ ist aber weder Hector noch Höger. Zumal beim letzteren auch hinzu kommt, dass der Kapitän wenigstens mit einer der besten Spieler im Team sein sollte, damit man ihm auch folgt. Das fehlt bei Höger und stimmt wenigstens bei Hector. Aber der Rest? Ein Kapitän darf und sollte in schwierigen Zeiten auch mal öffentlich dazwischen Hauen und aufrütteln (siehe auch das berühmte „Eier-Zitat“ von Kahn). Bei Hector komplett Fehlanzeige.

            Natürlich soll er sich nicht hinstellen und vor den Medien über den Trainer und GF Sport schimpfen und seine Verwunderung über das Kasperle-Theater im Vorstand zum Ausdruck bringen. Das steht ihm wirklich nicht zu. Aber gerade für das, was auf dem Platz geschieht, ist er als Kapitän maßgeblich mit verantwortlich. Und da kann er auch nach mehreren schlechten Spielen ruhig mal was vor den Kameras dazu sagen. Nach meiner Meinung muss er das auch. Es geht ja nicht nur um solche Sachen wie die schlechten Spiele. Aber auch gerade die Pfiffe der Fans – ja auch gegen die Mannschaft und insbesondere (wie letzte Saison) gegen einzelne Spieler – sollten einem Kapitän doch mal dazu veranlassen, öffentlich mal dazu etwas zu sagen. Von Hector kam da nichts. Und das macht sogar der Messi, welcher nun auch nicht wirklich als „mediengeil“ gilt.

            Wie gesagt, ich finde auch, dass Hector mit der beste (zumindest kompletteste) Fußballer in unserem Kader ist. Und ich mag ihn persönlich auch. Finde ihn sehr sympathisch. Aber als Kapitän unserer Chorknabentruppe (zumindest haben wir immer noch viele in unserem Kader) ist er meines Erachtens aufgrund seiner introvertierten Persönlichkeit nicht geeignet. Und ich glaube, dass ihm dieses Amt nicht gut tut, sondern mehr eine Last für ihn ist.

  5. Ankerdensin says:

    Ich schließe mich im wesentlichen meinen ersten Vorschreibern an. Man, JH, muss kein Interview geben. Es gibt kein Muss, dass ein Angestellter eines Unternehmens in der Öffentlichkeit, Personalentscheidungen der Geschäftsführung kommentieren soll. Eher das Gegenteil ist der Fall. Und somit ist JH prinzipiell richtig unterwegs. Welchen Stellenwert er in der Mannschaft hat, könnte man daran festmachen, dass er gewählt wurde? Und nicht, weil er Interviews gibt. Vielleicht gibt es jenseits der Pressearbeit noch etwas anderes für eine Mannschaft. Ich sehe hier in diesem Artikel eher den Versuch jemanden zu diskreditieren, der nicht öffentlich macht, was er denkt und fühlt.
    Und was die Mixed Zonen Interviews betrifft: zu einem wesentlichen Großteil weichgespült und damit überflüssig.
    „Entscheidend ist auf dem Platz“, das gilt noch immer.
    Deswegen sollte man doch nun alles an Kraft bündeln, die Mannschaft und das Trainerteam in Ruhe arbeiten lassen und keine Nebenkriegsschauplätze aufmachen.
    Und bei the way: was sollte JH eigentlich zu sagen haben? Das er seinen Job in der Nationalmannschaft verloren hat, weil er beim FC alles spielt nur nicht LV. Das das vielleicht nagt? Ich glaube, genau das erwartet man. Und dem widersetzt er sich. Eben kein Nebenkriegsschauplatz. Richtig so.

    • Super Held says:

      Was geht denn bei Ihnen für ein Film ab? Der Artikel ist doch total sachlich geschrieben. Marc Merten ist nich Alex Haubrichs vom Express. Im übrigen gibt es sehr wohl die Verpflichtung von Mitarbeitern zur Kommunikation nach außen, in individualrechtlicher Form. Fußballer haben oftmals in ihren Verträgen Klauseln, die sie zu Interviews, Fantreffen, Öffentlichkeitsterminen etc. verpflichten.

      • JuppZupp says:

        Ist hier aber nicht weit entfernt von Drexpress und Haubrichs, die Community gleicht sich ja auch langsam ans Exzess Niveau an, sieht man ja bei eurem geflame wegen Hector und erst der Super Stöger, der muss natürlich verteidigt werden, Schuld waren natürlich immer die anderen, langsam wird es echt peinlich mit Super Depp und co. Spieler haben keine Verpflichtung zu Interviews, sie haben eine Verpflichtung auf Pressekonferenzen zu sprechen.

      • Ankerdensin says:

        Ich habe den Artikel nicht als nicht sachlich beschrieben. Aber nein, ein Angestellter eines Unternehmens hat nicht die Pflicht Entscheidungen des Vorstandes oder der GF zu kommentieren oder zu bewerten. Er ist Angestellter. So einfach ist das. Im Fußball und auch im „realen“ Arbeitsleben. Klauseln zu Interviews beziehen sich daher auch nicht auf Kommentare zu GF Beschlüsse. Und wenn JH eben genau so handelt, ist das in Ordnung und muss nicht kritisiert oder hinterfragt werden. Deswegen verstehe ich den Sinn des Artikels nicht. Aber im Umfeld möchte man immer viel Unruhe erzeugen, um dann die Unruhe zu kritisieren

        • Super Held says:

          Sie versuchen mir etwas in den Satz zu legen. Nirgendwo habe ich behauptet, dass ein Angstellter die Verpflichtung hat, Entscheidungen des Vorstandes oder der Geschäftsführung zu kommentieren oder gar zu bewerten. Oder beziehen Sie dies direkt auf den Artikel? Auch da kann ich diese Aussage nicht finden.

  6. CF says:

    Einer der fast nur intern redet und arbeitet, erfüllt das Amt optimal. Er muss auch nicht auf dem Platz schreien oder gestikulieren.
    Wenn Vorstand etc. ähnlich arbeiten würden, wäre die Basis trotz Express, Bild und, nunja Kölnern, erheblich besser.

  7. Holger says:

    Was soll dieser Artikel?
    Was soll er bewirken?
    Hector und seine Art, die ich äußerst angenehm empfinde, ist bekannt und wird sich auch niemals ändern.
    Er wird weder jemals zum Labersack noch wird er zur Rampensau, weiter so Jonas!!!
    In erster Linie ist der Kapitän das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer und sollte mit beiden Seiten in einen Dialog treten, lieber Sportsfreund Merten, diesen Aspekt kann und darf man hinterfragen und beleuchten und hier befürchte ich Defizite, aber bitte nicht jemanden deshalb kritisieren weil er nach seinem Naturel handelt.

    • Super Held says:

      Er kritisiert Jonas nicht aufgrund seines Naturells, sondern weil er Kapitän ist und hierzu gehört ganz klar die Kommunikation nach außen, gerade in Köln (bei dieser starken Position der Presse). Außerdem bezweifle ich, dass der Jonas zur Mannschaft gewandt anders ist. Er versucht sicher voran zu gehen, wenn es nicht läuft (Stichwort Frustfauls), jedoch nimmt er die Mannschaft nicht wirklich mit. Dafür bräuchten wir einen anderen Typ Kapitän. Der Jonas soll gerne so bleiben, wie er ist und für den FC weiter spielen. Nur nicht mehr als Kapitän, es sei denn er hat einen starken Stellvertreter der ebenfalls Leistung bringt und as für ihn macht.

      • CF says:

        „weil er Kapitän ist und hierzu gehört ganz klar die Kommunikation nach außen, gerade in Köln (bei dieser starken Position der Presse).“

        Nein.

        Und die Arbeit von Hector grade nicht nach außen hilft, die Presse unrichtiger zu machen.
        Das ist gut, ärgert aber die Journalisten.

        Eine wirkliche Basis besteht, wenn wirklich alles in der Kabine bleibt. Dazu muss man aber nicht Eier haben, sondern Hirn, wie Hector. Der hat ohne Presse Gewicht.

        • Super Held says:

          Es ist eine Interpretation und Unterstellung von Ihnen, das ich fordere Jonas solle Kabinengeheimnisse verraten. Das weise ich deutlich zurück. Er soll sich lediglich vor die Mannschaft stellen. Das geht schon aus dem Wort Führung hervor. Wer führt, hat die Mannschaft hinter sich. Wenn Sie allerdings nicht der Meinung sind, das ein Kapitän führen sollte, erübrigt sich jede weitere Diskussion.

          • CF says:

            Ich bin überzeugt, dass man nicht durch Interviews oder nach außen „führt“. Hector führt auch auf dem Platz, Beispiele sind genannt, nur eben ohne Show, ohne gesehen werden zu müssen. Halt nicht Express like.

    • Gerd Mrosk says:

      Bin da völlig bei dir Holger Ich denke nicht,das der Captain die Presse bedienen muss.Er muss die Mannschaft bedienen und Bindeglied zwischen ihr und Trainer sein.Darum bekommt er das Vertrauen des Rates oder des Trainers

      • major says:

        Naja, Gerd, „Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer“, das ist gerade mal ein Jahr eher schei…suboptimal gelaufen, nach der Argumentation liegt dann die schlechte Kommunikation auch am Kapitän, allerdings nicht an seiner Öffentlichkeitsarbeit.

  8. Flizzy says:

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, gerade bei den Medien. Und vor allem bei den Idioten vom Express. Ein pfiffiges Kerlchen wie Jonas weiß das.

    Und warum muss ein Kapitän mit den Medien reden? Je weniger diese wissen, desto besser ist das.

  9. Jose Mourinho says:

    Witzig: die Medien wollen dem Kapitän vorgeben, dass er sich medienfreundlich zu verhalten hat und ansonsten nicht geeignet sei. Absurd. JH sollte bleiben wie er ist. Bei den Elfmeterdiskussionen zwischen Terodde und Guirassy/Córdoba konnte man ganz gut sehen, dass alle den Jonas angeschaut haben und nicht den Höger, als eine Entscheidung gefragt war. Ich glaube also, sein Standing in Team passt schon. Und ob/wie er intern mit Anfang kommuniziert hat, weiß hier ja keiner.

    • CK says:

      Guter Kommentar!

      Ich verstehe auch nicht warum die Medien ausgerechnet Hector immer auf dem Kieker haben. Anscheinend ist etwas wahres dran das die Presse Vertreter beleidigt sind weil er sich eben nicht regelmäßig äußert und wenn er es tut zu seinen Bedingungen. Ich finde das gut so möchte gern Lautsprecher brauche ich nicht.

      Also @JH weiter so!

  10. OlliW says:

    Eigentlich fehlt dem Artikel oben noch der Nachsatz: Das ist ein No-Go! So kann man sich als Kapitän nicht verhalten!“ Der steht da aber nicht ;-)

    Jonas Hector ist mit seiner Art und Wiese zu spielen und intern zu agieren zu einem wichtigen Teil des FC geworden. Über Jahre hinweg. Mit Leistung, mit Konstanz auf dem Platz. Das hat ihn zum Publikumsliebling, zur Identifikationsfigur und zum Nationalspieler gemacht. Und das hatte am Ende das Gewicht, dass ihn die Mannschaft zum Kapitän wählt. Das passiert nicht einfach so. Das hat seine Gründe. Und ich sehe das Kapitänsamt in erster Linie als Job nach innen. Wie er das macht, ob das gut oder weniger gut ist, wissen wir nicht genau.
    Für mich muss er nicht nach außen sprechen. Das ist eh oft nur schmückendes Beiwerk zur Berichterstattung. Mehr als ein „gesprochenenes Pannini-Bildchen“ kommt da ohnehin selten bei rum. Also…

    Wir werden ja sehen, wer in der kommenden Saison Kapitän wird. Wird Hector es erneut, dann scheint das Team mit seiner Art und Wiese zufrieden zu sein. Wird es jemand anderes (z.B. Drexler), dann haben wir unseren Lautsprecher. Ist doch alles gut.

  11. Paul says:

    Es ist ganz offensichtlich, dass in der Mannschaft einiges schief läuft. Das muss korrigiert werden. Jonas Hector ist keine Führungspersönlichkeit. Deshalb war die Entscheidung falsch, ihn für diesen Posten zu nominieren. Mehr ist dazu nicht zu sagen!

    • CF says:

      Sie sagen nichts, das aber „viel“ und öffentlich.

      Ich nominiere Sie für das Amt des Medien-Kapitäns.

      Und wenn Sie außer platt und laut auch Inhalt haben:
      Was ist offensichtlich?
      Was muss korregiert werden?
      Was definiert eine Führungspersönlichkeit?
      Wer hat wann Hector falsch nominiert?

      Ich lese hier gerne andere Meinungen, teilweise Information. Aber Ihre Beiträge sind Ritterbach-Interview-Level.

  12. BM says:

    Wie oben schon wiederholt erwähnt, wissen wir gar nicht, wie stark Hector nach innen wirkt. Die geschilderte Elfmeter-Szene sagte auch für mich viel aus, die Truppe akzeptiert ihn. Man muss auch nicht introvertiert sein, um dieses dumme Gelaber direkt nach dem Spiel dämlich zu finden und entsprechend ablehnen. Sprechblasen zu immer den gleichen einfältigen Fragen zu produzieren, wie das nach jedem Kick immer praktiziert wird, ist nichts Nachhaltiges. Und muss für intelligentere Spieler wie Hector geradezu eine Qual sein, von einem z. B. dümmlich grinsenden und devot nickenden Opdenhövel ein Mikro vorgehalten zu bekommen – da ist flüchten die weitaus beste Wahl. Also: von mir Lob statt Kritik für sein Verhalten.

  13. Gerd Mrosk says:

    Exakt BM ,wenn etwas nicht passt,er wird jedes Jahr gewählt.Nur jetzt da was rein zu interpretieren ,weil Risse in der Mannschaft offensichtlich rein gekommen sind,ist sicher nicht zielführend und an Jonas festzumachen. Die Intelligenz von JH wurde hier mehrfach erwähnt.Ich denke intelligente Menschen sind für ALLE Mannschaftskameraden da und so wird das auch sein.

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