, ,

Nach Verabschiedung: Bekommt Lehmann sein Abschiedsspiel?

Matthias Lehmann wird nach dieser Saison nicht mehr für die Profis des 1. FC Köln auflaufen. Die Entscheidung ist intern längst gefallen und auch so mit dem langjährigen FC-Kapitän besprochen. Einzig kommuniziert wurde sie noch nicht. Das wird sich am Sonntag ändern, wenn Lehmann vor dem Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg verabschiedet wird.

Köln – Nur drei Kurzeinsätze, zu mehr reichte es für Matthias Lehmann in dieser Saison nicht mehr. Die siebte Spielzeit des bald 36-Jährigen geht in weniger als zwei Wochen zu Ende. Es wird die letzte für den Routinier im Trikot des 1. FC Köln. Insgesamt 105 Bundesliga-, 63 Zweitliga-, 14 DFB-Pokal- und natürlich fünf Europa-League-Spiele absolvierte der Mittelfeldspieler, der im Sommer 2012 zum FC kam und nun den zweiten Aufstieg mit den Geissböcken in die Bundesliga feiern konnte.

Für keinen Verein spielte Lehmann häufiger (187 Pflichtspiele) oder länger (sieben Jahre). Drei Spielzeiten führte der Sechser die Geissböcke als Kapitän aufs Spielfeld. Nun läuft sein Vertrag aus, dass der Kontrakt nicht verlängert werden würde, stand schon lange fest. Alleine die Zukunft des noch 35-Jährigen ist offen. Der FC kann sich vorstellen, Lehmann im Klub zu behalten. Ob dieser seine Karriere aber tatsächlich im Sommer beenden will, steht noch nicht gänzlich fest. Äußern wollte sich Lehmann zu seiner Zukunft in den vergangenen Monaten nicht.

Das hätten sie sich auch verdient

Das tat dafür am Freitag André Pawlak. Der Interimstrainer der Geissböcke wird dem Routinier wohl je nach Spielverlauf am Sonntag gegen Regensburg einen Abschied auf dem Rasen bescheren – nicht nur vor dem Spiel bei der offiziellen Verabschiedung vor der Südkurve. Lehmann steht vor seinem vierten Liga-Einsatz der Saison, wenngleich wohl nur als Einwechselspieler. Eine Einsatzgarantie konnte Pawlak dem langjährigen Kapitän aber nicht geben: „Wir haben das im Hinterkopf. Wir wissen aber auch, dass wir eine Verpflichtung uns selber, den Fans und der Liga gegenüber haben.“ Trotzdem würde der Interimstrainer Lehmann gerne nochmal einen Einsatz im Heimspiel schenken: „Klar ist, dass wir über Matthias Lehmann und ein paar andere nachdenken und ihnen vielleicht ein paar Minuten geben. Das hätten sie sich auch verdient. Ob es dann dazu kommt, werden wir sehen. Versprechen kann ich nichts. Aber grundsätzlich ist das ein Überlegung.“ Mit dem Aufstieg und der gewonnenen Zweitliga-Meisterschaft dürfte es für Lehmann ohnehin der perfekte Abschied einer erfolgreichen Zeit in Köln sein. Ein letzter Einsatz von den eigenen Fans würde diesen noch einmal abrunden.

11 Kommentare
  1. Peter Josef says:

    Gebt Matze Lehmann vor allem einen Job als „Individualtrainer Defensive“ für alle drei Erwachsenenteams: jeder Defensivspieler in U19, U21 und Profis muss einmal die Woche bei Matze antanzen und sich verbessern lassen. Gebt ihm den Job unabhängig davon, wer Cheftrainer ist, und beschäftigt ihn weiter, auch wenn der Cheftrainer wechselt. Einsatzminuten sind nett – eine Perspektive ist besser. Und von seinem Spielverständnis können die alle noch lernen!

  2. udo schmidt says:

    Matze ist ein Klasse Typ,geradlinig schnörkellos und immer loyal.Er war wegen seiner unspektakulären Spielweise nicht immer der beliebteste bei den Zuschauern,aber in seinen 7 Jahren hier haben wir ihm sehr viel zu verdanken.
    Seine Co-Moderation bei Sky im Spiel gegen den HSV war auch nicht schlecht.Das könnte was werden als TV Experte.
    Aber vielleicht findet der FC ja auch eine Position für ihn im Umfeld der Mannschaft.
    Gleiches gilt für Thomas Kessler,den ich mir sehr gut als Team-Manager oder ähnliches vorstellen könnte (wie Kehl in Dortmund).
    Alles joode ,Matze.

    • major says:

      Kess als Team Manager wäre vergeudeter Einsatz. Nicht, daß er das nicht könnte, aber ich glaube, der kann mehr. Mit seinem Studium Sportmanagement hat er mehr drauf, als so mancher selbst ernannte Funktionär des Vereins.

  3. Matthias says:

    Matze Lehmann war immer derjenige, der überall Löcher stopfte. Das er andererseits fußballerisch nicht überragend war, machte er durch Einsatz und Laufbereitschaft wieder wett. Er war wichtig für die Mannschaft und damit für den fc!

  4. Klaus Thelen says:

    Ihr scheint vergessen zu haben, wie er im ersten Jahr gespielt hat. Ähnlich Cordoba. Nur mit dem Unterschied, dass er sich anschließend kaum verbessert hat und seine Art Fußball zu spielen, rein gar nichts mit Fußball zu tun hatte. Aber er konnte es halt nicht besser. Dass es aber 5,5 Jahre gedauert hat bis seine Begabung von einem Trainer richtig erkannt wurde, ist ein Skandal. Aber ich gönne ihm und Euch dies Lobhudeleien, da er ja ein anständiger Kerl war. Und jetzt warte ich nur noch darauf, bis Timo Horn endlich seinen Top Verein gefunden hat.
    Jacques

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar