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Neuer Verteidiger und Abnehmer für Horn und Sörensen?


Jannes Horn und Frederik Sörensen haben beim 1. FC Köln keine Zukunft mehr. Das hat die abgelaufene Saison mehrfach unter Beweis gestellt. Beide Spieler dürften den Verein im Sommer verlassen. Gleichzeitig hat der FC wohl einen Blick auf einen holländischen Rechtsverteidiger geworfen. Der GEISSBLOG.KOELN bewertet die Gerüchte. 

Die Gerüchte

Im Jahr 2019 kam Jannes Horn nur zu zwei Einsätzen beim 1. FC Köln. Seinen Wechsel vom VfL Wolfsburg zum damaligen Europa-League-Teilnehmer hatte sich der Linksverteidiger im Sommer 2017 wahrscheinlich anders vorgestellt. Nun steht der 22-jährige wohl vor einem Wechsel zum Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Wie die Neue Presse berichtet, könnte Horn per Leihe nach Niedersachen wechseln. Das Gehalt in Höhe von Rund 1,2 Millionen Euro würden sich beide Vereine nach Angaben der Zeitung teilen.

Auch Frederik Sörensen steht in Köln vor dem Aus. Nachdem der Däne bereits nach dem Abstieg den Verein verlassen wollte, jedoch keinen aufnehmenden Klub fand, kam Sörensen in der abgelaufenen Zweitligasaison nur zu fünf Kurzeinsätzen. Auch unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer soll es für den 27-jährigen keine Zukunft in der Domstadt geben. Für Sörensen, der 2015 aus Turin nach Köln kam, soll es nach Informationen der Bild-Zeitung in diesem Sommer zurück nach Italien gehen.

Auf der Rechtsverteidigerposition hatte der FC im letzten Sommer mit Benno Schmitz und Matthias Bader zwei neue Spieler verpflichtet. Keiner der beiden konnte die Erwartungen jedoch vollends erfüllen. Daher wollen die Geißböcke auf dieser Position für die Bundesliga erneut nachrüsten. Wie die niederländische Zeitung De Stentor berichtet, soll sich der FC bereits mit Kingsley Ehizibue vom PEC Zwolle einig sein. Der gebürtige Münchener hat dort noch einen Vertrag bis 2020.

Die Situationen

Jannes Horn kam im Sommer 2017 für knapp sieben Millionen Euro vom VfL Wolfsburg nach Köln. In seiner ersten Saison am Rhein kam Horn zu elf Bundesliga-, zwei Europa League- und zwei DFB-Pokal-Einsätzen. Auch nach dem Abstieg wurde Horn in Köln nicht glücklich. Zwar stand der Linksverteidiger in den ersten zehn Spielen sieben Mal in der Startelf, im weiteren Verlauf der Saison verschwand Horn jedoch nach eher schwachen Leistungen vom Radar. In diesem Kalenderjahr kam der 22-jährige nur noch zu zwei Kurzeinsätzen und stand 13 Mal überhaupt nicht im Kader. Besonders bezeichnend für seine Zukunft in Köln war die Tatsache, dass er selbst am letzten Spieltag in Magdeburg keine Einsatzminuten mehr geschenkt bekam. In Köln hat der Linksfuß noch einen Vertrag bis 2022. Hannover 96 steht nach dem Abstieg unterdessen vor einem großen personellen Umbruch und wird zahlreiche Abgänge durch neue Spieler ersetzen müssen.

Frederik Sörensen hatte sich vor Saisonbeginn klar verspekuliert. Nach dem Abstieg wollte der Innenverteidiger den Verein verlassen und hatte dies auch so kommuniziert. Doch es fand sich kein Abnehmer, der bereit gewesen wäre, die geforderte Ablöse für Sörensen zu bezahlen. Also musste der Däne, der noch bis 2021 vertraglich an den FC gebunden ist, in Köln bleiben. Eine wirkliche Chance hatte Sörensen seither aber nicht mehr. 20 Mal stand der Abwehrspieler überhaupt nicht im Kader und kam insgesamt bei fünf Kurzeinsätzen nur auf 46 Einsatzminuten. Auch unter dem neuen Trainer soll Sörensen in der kommenden Bundesligasaison keine Perspektive mehr haben. In Köln will man den Innenverteidiger nun von der Gehaltsliste bekommen. Auf eine hohe Ablösesumme wird man dabei wohl mittlerweile verzichten müssen. Der Spieler selbst wird seine Karriere wohl nach einer Saison, die für ihn weitestgehend auf der Tribüne stattfand, nun wieder ankurbeln und bei einem neuen Verein einen Neustart wagen wollen. Mit gerade einmal 27 Jahren ist der Innenverteidiger zudem noch im besten Fußballeralter.

Während mit Horn und Sörensen am Geißbockheim über zwei Abgänge diskutiert wird, haben die Kölner auf der Rechtsverteidigerposition erhöhten Bedarf für einen Neuzugang. Dieser könnte mit Kingsley Ehizibue gedeckt werden. Der Niederländer durchlief beim PEC Zwolle alle Jugendmannschaften und steht seit 2015 regelmäßig in der Eredivisie auf dem Platz. Dort hat der Rechtsverteidiger inzwischen 122 Spiele absolviert und dabei acht Tore und 16 Vorlagen erzielt. Auch in dieser Saison gehörte Ehizibue zum Stammpersonal der Niederländer und kam auf 32 Einsätze, ein Tor und acht Assists. Der gebürtige Münchener hat neben der niederländischen Staatsbürgerschaft nigerianische Wurzeln und kommt auf einen Einsatz in der U21-Nationalmannschaft Hollands. Neben der Rechtsverteidigerposition kann der 23-jährige auch im rechten Mittelfeld zum Einsatz kommen. Im Winter stand der Spieler nach bestandenem Medizincheck angeblich kurz vor einem Wechsel zu Genua in die Serie A, entschied sich am Ende jedoch für einen Verbleib in Zwolle. Er gilt als schnell und mit seinen 1,90 Metern auch als zweikampfstark.

GBK-Einschätzung

Angesichts der hohen Ablöse, die Köln vor zwei Jahren nach Wolfsburg überwiesen hatte, dürfte sich zunächst kein Käufer für Jannes Horn finden. Eine Leihe wäre daher die einzige Möglichkeit, den Kaderplatz frei zu machen und zumindest Teile des Gehaltes einzusparen. In Köln dürfte Horn auch in der Bundesliga keine Chance mehr erhalten, zumal Jonas Hector zuletzt wieder auf seiner angestammten Linksverteidigerposition unterwegs war und mit Noah Katterbach und dem zurückkehrenden Tim Handwerker zwei weitere Talente auf seiner Position zuhause sind. Mit einer Leihe nach Hannover würde der gebürtige Braunschweiger zudem in die Nähe seiner Heimat zurückkehren können. Beim Absteiger könnte sich Horn möglicherweise zu den Stützen des Wiederaufbaus entwickeln. Eine Trennung im Sommer von Horn und dem FC ist also höchstwahrscheinlich.

Gleiches gilt für Frederik Sörensen. Will der Innenverteidiger noch einmal Fuß im Profi-Fußball fassen, wird er den Verein verlassen müssen. Sollte er seinen Vertrag in Köln bis 2021 absitzen, dürfte es noch schwieriger werden, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Zudem ist Sörensen ehrgeizig und hat sich trotz seiner schwierigen Situation in Köln im Training nie hängen lassen oder schlechte Worte über den Klub fallen lassen. Ein Wechsel zurück nach Italien dürfte dem Dänen gut tun und die Kölner hätten einen teuren Spieler weniger auf ihrer Gehaltsliste.

Darüber hinaus wäre der Wechsel von Kingsley Ehizibue nach Köln ein logischer Schritt sowohl für den Spieler als auch den Verein. Ehizibue hat bereits einiges an Profi-Erfahrung in den Niederladen sammeln können. Eine neue Herausforderung in der Bundesliga wäre nun der folgerichtige Schritt. Beim FC hat man zudem bekanntermaßen Nachbesserungsbedarf auf dieser Position, nachdem Matthias Bader in Köln diese Saison keinen Fuß auf die Erde bekam und auch Benno Schmitz seine Bundesligatauglichkeit noch nicht unter Beweis stellen konnte. Da der Vertrag des Niederländers in einem Jahr ausläuft, dürfte der Rechtsverteidiger zudem vergleichsweise günstig zu haben sein. Die Unterschrift des 23-jährigen dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Gegen Darmstadt 98 war Ehizibue schon im RheinEnergieStadion zu Gast. Aktuell weilt der Spieler jedoch noch im Urlaub, weshalb ein Vollzug erst im Juni erwartet wird.

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