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Pawlak will den Meistertitel: Beiden Teams reicht ein Punkt


Jetzt ist es also doch passiert: der Aufstieg auf der Couch. Die größten Skeptiker verweisen zwar noch immer auf die theoretische Möglichkeit, der 1. FC Köln könne die um 17 Treffer bessere Tordifferenz gegenüber Union Berlin noch verspielen. In der Realität stehen die Chancen gut, dass der FC am Montagabend endgültig alles klar macht. Der eine Punkt benötigte Punkt könnte zudem auch zur Zweitliga-Meisterschaft reichen. Durchaus interessant dabei: Auch Fürth würde ein Punkt zum endgültigen Erreichen des Klassenerhalts genügen.

Köln – Dass der Aufstieg des 1. FC Köln noch einmal in Gefahr geraten könnte, ist nicht nur deshalb unwahrscheinlich, weil der FC alle drei verbliebenen Spiele verlieren müsste. Er müsste sie auch deutlich verlieren, also viele Gegentore kassieren. Selbst dreimal ein 0:3 sowie zwei 3:0-Siege von Union Berlin würden zum Aufstieg reichen. Auch die Gegner der Kölner sprechen gegen ein solches Szenario – zumindest Greuther Fürth am Montagabend und am 34. Spieltag der 1. FC Magdeburg. Denn mit 34 erzielten Toren stellen beide Teams die schlechteste Offensive der Liga. Kaum vorstellbar, dass auch nur eines der beiden Teams gegen die Geissböcke ein Offensivfeuerwerk abbrennen wird.

Wenngleich die Geissböcke dahin gehend ein gebranntes Kind sind, man erinnere sich an das 4:4 des FC beim MSV Duisburg vor vier Wochen. Damals waren die Zebras noch die schlechteste Offensive der Zweiten Liga, Köln ließ sich trotzdem vier Dinger einschenken. Das war allerdings noch unter Markus Anfang. Der neue Trainer André Pawlak hat in der letzten Woche erklärt, dass er ein Augenmerk in den letzten drei Spielen auf eine bessere Balance zwischen Angriff und Verteidigung legen möchte.

Mit einem oder mit zwei Stürmern?

Genau das dürfte sich am Montagabend auch in der Anfangsformation ausdrücken. Als sicher gilt, dass der FC zu einer Viererkette zurückkehren wird: mit Jonas Hector als Linksverteidiger, den arrivierten Kräften Jorge Meré und Rafael Czichos im Zentrum sowie Benno Schmitz rechts. Davor war die letzten Entscheidung am Wochenende noch nicht gefallen. Auch, weil die Stürmerfrage unklar war. Am Sonntag fiel dann die Entscheidung: Anthony Modeste reiste gar nicht erst nach Fürth, Simon Terodde fuhr zwar mit, konnte aber nur zwei Trainingseinheiten in der vergangenen Woche mit der Mannschaft absolvieren.

Die Frage, ob Pawlak in Fürth auf ein oder zwei Spitzen setzen wird, betrifft den Rest der Grundformation. Wird Terodde fit, könnte er neben Jhon Cordoba von Beginn an auflaufen, dann böte sich für Pawlak ein 4-4-2 mit Raute oder mit einer Doppel-Sechs im Mittelfeld an. Wahrscheinlicher ist aber, dass Terodde als Joker von der Bank kommt und Köln auf das alte 4-1-4-1 wie unter Anfang umstellt, das Pawlak auch in der U21 mit Erfolg etablieren konnte. Egal, welche Formation die Geissböcke jedoch aufbieten werden: Der FC will am Montagabend einen Schlussstrich unter die Saison ziehen und mit einem Sieg den Aufstieg und den Meistertitel feiern. Und weil Pawlak sich auch persönlich für höhere Aufgaben empfehlen möchte, dürfte der Trainer kaum etwas anderes als einen Sieg im Kopf haben.

So könnte der Effzeh spielen: Horn – Schmitz, Meré, Czichos, Hector – Höger – Schaub, Koziello, Drexler, Kainz – Cordoba

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