Die letztjährigen Neuzugänge Louis Schaub, Benno Schmitz, Matthias Bader und Lasse Sobiech nach ihrer ersten Einheit am Geißbockheim. (Foto: GBK)

Nach der Saison: Welche Neuzugänge konnten überzeugen?

Die Winter-Neuzugänge im Check

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Die Rückkehr des Anthony Modeste ist eine Geschichte für sich. Für viel Geld wechselte der Franzose im Sommer 2017 nach China, nur um ein Jahr später seinen Vertrag im Reich der Mitte wieder aufzulösen und ans Geißbockheim zurückzukehren. Anfang Oktober trainierte Modeste zunächst wieder mit der U21. Am 17. November folgte auf der Gala anlässlich des 70-jährigen Vereinsjubiläums dann die Nachricht, dass der Stürmer wieder für die Profis auflaufen werde. Doch die Erteilung der Spielgenehmigung wurde zum Kaugummi-Prozess. So kam Modeste erst am 15. Februar in Paderborn wieder zum Einsatz. Dort traf der Stürmer nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:0 und konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Auch im nächsten Spiel gegen Sandhausen vor heimischem Publikum wurde Modeste in der 78. Minute eingewechselt und schoss die Kölner in der Schlussphase mit zwei Toren zum 3:1-Sieg. Insgesamt kam der Angreifer seit seiner Spielgenehmigung auf zehn Einsätze. Seine Torquote konnte der Franzose dabei direkt wieder beweisen: Im Schnitt traf Modeste alle 61 Minuten und kam insgesamt auf sechs Treffer. Wirklich glücklich wurde der 31-jährige aber bisher in Köln noch nicht wieder. Unter Markus Anfang fühlte sich Modeste vernachlässigt. Im Liga-Endspurt fehlte der Angreifer verletzt, traf lediglich nach seiner Einwechslung gegen Regensburg noch einmal. Trotzdem weiß man in Köln, was man an Modeste hat. Im Abstiegskampf der Bundesliga könnte sich der einstige 25-Tore-Stürmer aus der Saison 2016/17 als echter Faustpfand erweisen.

Nach dem Abgang von Leonardo Bittencourt war die linke Offensivseite der Geißböcke in der Hinrunde der Zweitligasaison eine Schwachstelle. Diese sollte mit dem Transfer von Florian Kainz von Werder Bremen im Winter geschlossen werden. Rund drei Millionen Euro überwiesen die Kölner an die Weser. Zumindest in die Startelf spielte sich der Ösi-Kumpel von Louis Schaub schnell. Bis zu seiner Gelb-Rot-Sperre gegen den SV Sandhausen stand Kainz in jedem Spiel in der Startelf. Und auch in der Folge durfte der Österreicher stets von Beginn an ran. Zählbares sprang jedoch zu selten heraus. Einzig gegen Paderborn konnte der Linksaußen einen Assist für sich verbuchen. Im 3-5-2-System offenbarte Kainz zudem Schwächen in der Defensivarbeit. Erst mit der Umstellung auf 4-1-4-1 durch André Pawlak wusste Kainz eher zu überzeugen. Beim 4:0 gegen Greuther Fürth legte der Flügelspieler zwei Treffer zur Aufstiegsfeier auf. Auch, weil Kainz durch die Umstellung in der Defensive weniger gefordert war. Auch am letzten Spieltag gegen Magdeburg bereitete er das Tor von Simon Terodde vor. Der österreichische Nationalspieler wird sich aber noch erheblich steigern müssen, will er in der Bundesliga zu den Leistungsträgern gehören. In Bremen hatte man ihm diese Rolle nicht mehr zugetraut und ihn schließlich nur allzu gerne an Köln abgegeben.

Vor Johannes Geis lag eigentlich eine vielversprechende Karriere. Für über zehn Millionen Euro wechselte der Mittelfeldspieler 2015 von Mainz nach Schalke. Doch nach einer passablen ersten Saison in Gelsenkirchen fand sich Geis in der Folge überhaupt nicht mehr zurecht und ließ sich in der Spielzeit 2017/18 zum FC Sevilla ausleihen. Da diese ihn aber nicht fest verpflichten wollten, musste Geis im Folgejahr zurück nach Schalke und kam dort lediglich noch einmal in der Oberliga zum Einsatz. Der 1. FC Köln konnte den einst talentierten defensiven Mittelfeldspieler daher im Winter ohne viel Risiko ablösefrei verpflichten, stattete ihn aber vorsichtshalber nur mit einem Halbjahres-Vertrag aus. In Köln avancierte Geis direkt zum Stammspieler und bereitete in den ersten sieben Spielen fünf Treffer vor. Wirklich für einen neuen Vertrag empfehlen konnte sich der ehemalige Fürther und Mainzer aber nicht. Zwar glänzte Geis hin und wieder mit guten Standards und klugen Pässen. Insgesamt präsentierte sich der Sechser aber zu langsam und zweikampfschwach. Der Kontrakt von Geis läuft nur noch bis zum 30. Juni 2019. Während unter Markus Anfang eine Verlängerung noch als wahrscheinlich gegolten hatte, haben sich die Anzeichen auf einer weitere Zusammenarbeit mittlerweile für den Spieler verschlechtert. Offiziell verabschiedet wurde Geis trotz auslaufendem Vertrag zwar noch nicht, aktuell erscheint eine Verlängerung jedoch unwahrscheinlich.

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