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Beierlorzer erklärt: „Es gibt kein Taktik-Manifest“

Eingerückte Flügelspieler als Schlüssel in der Offensive

Eingerückte Flügelspieler als Schlüssel in der Offensive

Beispiel Flügelspieler: Während es unter Stöger und auch unter Anfang klare Flügelspieler gab, die oft weit außen und nah an den Seitenaus-Linien agierten, will Beierlorzer seine offensiveren Mittelfeldspieler eher auf den Halbpositionen in Richtung Strafraum sehen. „Bei mir gibt es keine klassischen Flügelspieler, die an der Linie kleben. Das gegnerische Tor steht schließlich in der Mitte“, sagte Beierlorzer. Auch deswegen erscheinen aktuell Dominick Drexler und Louis Schaub für diese beiden Positionen hinter dem vorgesehenen Sturm-Duo prädestiniert. Die beiden offensiven Außen sollen auch deshalb eher in die Mitte ziehen, weil sie den nachrückenden Außenverteidigern Platz machen sollen. Jonas Hector auf links kennt diese Spielweise aus der Nationalmannschaft, auf rechts ist Neuzugang Kingsley Ehizibue dafür vorgesehen.

Im Mittelfeldzentrum dagegen soll es einen dominanten Defensivmann geben (angeblich intensiviert der FC seine Bemühungen bei Tomáš Souček). Neben dem Sechser soll ein zweiter, spiel- und offensivstärkerer Mann auflaufen, ein Box-to-Box-Spieler, der sich gleichermaßen defensiv zurückziehen wie offensiv einschalten kann, der im Ballbesitz den Weg eher nach vorne sucht als nach hinten. Für Beierlorzer ein Schlüssel zu dem schnellen Spiel, das er dem FC verschreiben will: „Ich möchte nicht, dass wir uns hinten zu lange mit Ballbesitz aufhalten.“ Weniger hinten rum spielen, mehr nach vorne aufdrehen und Lösungen in der Offensive finden – diese Erwartung wird ab Juli an die FC-Profis gerichtet sein.

Aktivität und Flexibilität – mit diesen beiden Worten soll die künftige Spielidee beim FC beschrieben werden können. Die Geissböcke kommen zwar als Aufsteiger in die Bundesliga zurück, doch die Erwartungen werden hoch sein. Das weiß auch Beierlorzer. „Egal, ob wir Aufsteiger sind oder nicht, wir sind eine von 18 Mannschaft, die in der Bundesliga antreten“, sagte der neue Cheftrainer. „Der FC wird ja auch nicht als klassischer Aufsteiger wahrgenommen.“ Und so werden die Geissböcke wohl auch nicht wie ein klassischer Aufsteiger auf dem Rasen agieren. Eine Mauertaktik jedenfalls mit Fünferkette, so Beierlorzer, sei nichts für ihn.

24 Kommentare
  1. Holger says:

    Die Analyse zur Ära Anfang unterschreibe ich zu 100% und deshalb war die Trennung auch die einzig mögliche Konsequenz auch wenn er ja quasi den Aufstieg geschafft hat.
    Eine Zukunft mit dieser Einstellung und den Gräben hätte es nicht gegeben.
    Ich wünsche dem neuen Trainer alles erdenklich Gute, denn auch da bin ich zu 100% dabei!
    Ich hoffe das neue Trainer Team schafft es dies auch genau so umzusetzen.
    Nach meiner bescheidenen Meinung ist das System vollkommen irrelevant!
    Wichtig sind die drei E :-)
    Einsatz
    Einheit
    Einstellung
    Und da muss jeder mitziehen.

    • Boom77 says:

      Na, dann freue ich mich auf die neue Saison, wenn das System „irrelevant“ ist. Dann geht es beim Fc gegen Bayern, BVB & Co. zu wie in der F-Jugend… Alle drauf auf den Ball!… Ich weiß, wo war es nicht gemeint ;)

  2. mapema says:

    Der FC soll sich endlich eine Philosophie verschreiben. Die letzten drei Trainer hatten alle unterschiedliche Spielstile. Stögers Elf stand tief und hat schnell umgeschaltet, Anfang versuchte es mit einer dominanten Spielweise und jetzt das Pressing System von Beierlorzer. Kein Wunder, dass wir so einen aufgeblähten Kader haben mit unterschiedlichen Spielern.
    Gerade Anfang bevorzugte Passstarke Spieler, bei denen die Geschwindigkeit aufgrund der Spielsystems zweitrangig ist.
    Bei Stöger brauchten wir eher die dynamischen Spieler in der offensive, besonders auf aussen. Das zentrale Mittelfeld wurde meistens mit hohen Bällen auf Modest überspielt. Das wird zwar auch bei Beierlorzer ähnlich sein, aber der neue Trainer will dann im Gegensatz zu Stöger schnell ins Pressing kommen. Daher brauchen wir wieder andere Spielertypen.

    • Dieter says:

      Fußballer die schon seit der F-Jugend, unter professionellen Bedingungen, mit unterschiedlichen Trainern gearbeitet haben, sollten wohl für mehrere Systeme einsetzbar sein. Da muss es natürlich auch zwischen den Ohren funktionieren :-)

      • mapema says:

        Und was hat es damit zu tun? natürlich kennen die Spieler die Systeme, aber ob sie auch die Qualität dafür haben ist eine andere Fragen.
        Ein Höger und Geis in einem Pressing System? Ein Cordoba als einzige Mittelstürmer, der die Bälle ablegen soll? Ein Özcan in einem aufs Passspiel orientierten System? Ein Sobiech als Aufbauspieler? Ein Schmitz als offensiver Außenverteidiger?

        • Boom77 says:

          Deshalb ist die Aussage wohl so richtiger, dass es sehr wohl auf das System ankommt, dieses aber auf die Fähigkeiten der zur Verfügung stehenden Spieler ausgerichtet sein muss… Zumindest erstmal.

          Ich finde es grundsätzlich auch besser, wenn der Verein fußballerisch auch eine DNA hat, diese also nicht nur in „spürbar anders“ oder „Mia san Mia“ oder anderem Unsinn besteht. Also eine Fußballphilosophie ähnlich wie Ajax oder Barca oder neuerdings (sogar) RotzBrühe Leipzig diese implementiert haben. Aber auch diese müsste man beim FC Schritt für Schritt installieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Wir können ja nicht sagen, wir spielen ab morgen geschmeidigen Ballbesitzfußball im 4-3-3 á la Barca… Denn entweder gehen wird damit sang- und klanglos unter, weil wir die Spieler dazu nicht haben… oder wir müssten 80 % des Kaders austauschen und „wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Wer hat so viel Pinkepinke, wer hat das bestellt?“… Achja… bestellt hat´s der mapema… Wie lautet Ihre Anschrift? Man muss Ihnen ja dann die Rechnung schicken… Wobei… Ich hab´s ja auch bestellt… Wir teilen die Kosten fifty-fifty ;)

          • mapema says:

            Das ist richtig. So etwas braucht seine Zeit. Nur muss man sich diese nehmen und notfalls schwierige, holprige Jahre in Kauf nehmen, siehe Klopps Mannschaften. Oder man hangelt sich von Jahr zu Jahr weiter.
            Mal schauen wie lange der Veh hier noch Sportvorstand ist und wer dann der Nachfolger wird. ich hoffe wirklich, dass wir in Zukunft Kontinuität im sportlichen Bereich haben. Nicht mit Personen, sondern mit einer Philosophie. Dafür brauchen wir aber natürlich jemanden, der die richtigen Personen dafür scoutet. Und hier kommen wir wieder zum Beratergremium für den Vorstand oder dem Vorstand selber. Aber ich schweife ab…

        • Dieter says:

          Die Qualität für die jeweilige Liga und Position, ist wohl die Grundvoraussetzung, dass ist wohl richtig. Die Spieler werden ja „gezielt“ unter Vertrag genommen :-(
          Da ist nicht jeder Einkauf nachvollziehbar.

  3. ingman says:

    genau so sehe ich das auch…wäre eine super Position für Koziello….und was den “ aufgeblähten “ Kader angeht….wir sind grade mal am Anfang der Transferperiode….da wird sich sicherlich noch einiges tun….

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Die Bild-Zeitung brachte ja vor einigen Tagen einen Artikel über den „Mega-Kader“, der dem FC sogar „droht“, wie Bild schrieb.
    Mein Vorschlag: Wir sollten der Bild-Zeitung ihre Sorgen um den FC lassen und uns an den letzten Abstieg unserer Jungs unter Stöger/Ruthenbeck erinnern. Wir sind damals unter anderem auch wegen der vielen Verletzten in Schwierigkeiten geraten. In der nächsten Saison wird es wieder nur darum gehen, die Klasse zu halten. Da wir von der Mehrheit unserer jetzigen Jungs noch nicht wissen, ob sie bundesligatauglich sind, ist es sowieso klug, nicht voreilig oder aus Gründen der Sparsamkeit Spieler auszusortieren. Wir müssen auch mit der Möglichkeit rechnen, dass Spieler in der Zukunft durchstarten, von denen wir es nie gedacht hätten. Wenn ich zum Beispiel daran denke, was hier früher über Jhon Cordoba geschrieben würde und wie überschwenglich wir ihn jetzt loben. Der FC braucht für die kommende Saison keine Sparbrötchen backen, denn der FC ist finanziell gesund. Ein siebter Abstieg kommt nicht in Frage! Wenn es eine Unbekannte für die neue Saison gibt, dann ist es Trainer Beierlorzer. Wenn er es nicht schaffen sollte, dann ist es gut, einen Kader zu haben, der groß genug ist, damit ein neuer Trainer weiterarbeiten kann.

    • Boom77 says:

      Cordoba hat eine unbestritten super Saison in der 2. Liga gespielt. Für mich gehört er aber auch zu den Spielern, bei denen man erstmal abwarten muss. In der 1. Bundeslliga hat er mich bisher noch nicht vom Hocker gehauen… weder bei Mainz noch bei uns… Ich wünsche ihm und uns, dass er durchstartet… Aber so euphorisch wie manche hier, bin ich da bei Cordoba nicht.

  5. ingman says:

    Gebe ich Dir Recht Karl Heinz,
    man weiss ja auch nicht was noch so passiert
    Einige Jungs werden noch verliehen…usw.
    Ich finde persönlich auch einen Kader mit ca 28 Spielern
    besser als 24….mal schauen was der Armin noch so zaubert.
    Ich glaube der hat einen ganz guten Plan….und am Rande…das ein Name wie Soucek überhaupt mit uns in Verbindung gebracht wird find ich schon cool…

    • Holger says:

      Zumindest ist dieser Spieler ein aktueller Leistungsträger
      :-)
      Zuletzt kamen ja nur 2 Leistungsträger der Vergangenheit ;-)
      Einer ist ja bereits wieder weg, der andere hat einen Rentenvertrag erhalten und ich hoffe er kommt irgendwann einmal wieder annähernd in tritt, denn unter dem neuen Trainer muss er sich ganz anders präsentieren als bisher.
      Ich glaube Diven haben zukünftig keine Chance

    • mapema says:

      Und wie sieht es mit dem Etat aus? Sollen wir das ganze Geld für mittelmäßige Spieler ausgeben, die vielleicht mal im Kader stehen könnten? Wenn nur 4 Spieler mehr im Kader sind, die jeweils ca. 300.000 € Jahresgehalt haben, dann haben wir mal eben 1,2 Mio € weniger für andere Transfers.
      Wir brauchen jetzt Spieler, die uns sofort verstärken und nicht den Kader auffüllen. Wenn wir diese haben, stärken wir automatisch die Breite. Und ansonsten greifen wir zur Not zu unseren Jugendspielern.

  6. Dieter says:

    Die Qualität für die jeweilige Liga und Position, ist wohl die Grundvoraussetzung, dass ist wohl richtig. Die Spieler werden ja „gezielt“ unter Vertrag genommen :-(
    Da ist nicht jeder Einkauf nachvollziehbar.

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