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FC-Kapitän Hector stellt klar: „Es war kein verschenktes Jahr“

Nach dem Abstieg des 1. FC Köln entschied sich Jonas Hector gegen einen Vereinswechsel – und für einen Verbleib in der Domstadt. In der Folge büßte der FC-Kapitän bei Bundestrainer Joachim Löw etwas an Kredit ein. Nun zählt Hector wieder zum engen Kreis der deutschen Nationalmannschaft, Stammspieler ist er aber (vorerst) nicht mehr. Seinen Nicht-Wechsel zu einem internationalen Top-Klub bereut er dennoch keineswegs.

Köln – Mehr als drei Jahre lang war Jonas Hector unangefochtener Stammspieler im DFB-Team. Doch nach der enttäuschenden WM in Russland und dem Abstieg des Effzeh, verlor der 29-Jährige diesen Status. Entweder saß er bei Spielen der Nationalmannschaft nur auf der Bank, oder er wurde gar nicht erst eingeladen. Für die EM-Quali-Spiele gegen Weißrussland und Estland wurde der Linksverteidiger zwar wieder berufen, musste aber zuschauen.

Auch im Nachhinein ist diese Entscheidung für mich völlig richtig gewesen

In einem Interview mit dem Spiegel hat Hector nun verraten, dass er seinen Verbleib in Köln keineswegs bereut, auch wenn er mit dem Verlust seines Stammplatzes bei der DFB-Elf gerechnet habe: „Das hatte ich als Gedankenspiel schon im Kopf, dass es so passieren kann. Nichtsdestotrotz hat das an meiner Entscheidung nichts verändert, beim Verein zu bleiben. (…) Auch im Nachhinein ist diese Entscheidung für mich völlig richtig gewesen“, bekräftigte der FC-Kapitän.

Für die Entscheidung, bei den Geissböcken zu bleiben, bekam Hector bei der Nationalmannschaft aber nicht nur Zuspruch: „Die Reaktionen waren gemischt. Auf der einen Seite gab es einige Mitspieler, die meine Entscheidung gut fanden, beim Verein zu bleiben. Andererseits gab es auch Spieler, die mich schon gefragt haben: Warum machst du das? Warum bleibst du nicht in der ersten Liga oder wechselst nicht ins internationale Geschäft? Ihnen habe ich die Situation dann versucht zu erklären“, verriet der FC-Kapitän und weiter. Seine Antwort: „Weil ich mich in Köln wohlfühle.“

Es war kein verschenktes Jahr

Zudem erklärte Hector, dass die vergangene Saison seiner Entwicklung keineswegs geschadet habe. Im Gegenteil: „Man kann immer etwas dazulernen. Ich war zum Beispiel das erste Mal offiziell Kapitän in dem Team, gerade durch diese verantwortungsvolle Rolle habe ich viel gelernt, besonders im zwischenmenschlichen Bereich. Zudem habe ich diverse Positionen gespielt, auch in dieser Hinsicht habe ich einiges mitbekommen.“

Deswegen stellte der 29-Jährige auch unmissverständlich klar: „Es war kein verschenktes Jahr.“ Der sofortige Wiederaufstieg mit den Kölnern sowie die erneute Berufung für die DFB-Auswahl geben Hector zumindest in dieser Hinsicht Recht.

6 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Das sind Zitate aus einem Interview, das der Spiegel-Online vor einer Woche veröffentlichte. Es wäre eigentlich korrekt, wenn der Geissblog das angeben würde. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass der Geissblog in letzter Zeit etwas nachlässt. Oder ist es das Sommerloch? Effzeh.com kommt mir deutlich fitter vor. Zuletzt war dort eine tolle Analyse zu den spieltaktischen Problemen des FC in der zurückliegenden Saison zu lesen. Der Geissblog lahmt zur Zeit ein bisschen. Oder bereitet sich Herr Merten schon auf eine neue Rolle unter Wolf & Co. vor? ;-)

        • Karl Heinz Lenz says:

          Was effzeh.com angeht, habe ich das Gefühl, dass die Jungs deutlich besser geworden sind. Und das erkenne ich an!
          Dass mit Marc Merten fällt mir selber auch auf. Ich kenne ihn überhaupt nicht und nehme ihn nur als Chef des Geissblog und über seine Artikel war. Vielleicht spinne ich ja, aber im Laufe des letzten Jahres höre ich bei ihm immer wieder heraus, dass er unterschwellig Politik für Wolf & Co. und gegen Armin Veh macht, zusammen mit dem Express und anderen. Geärgert habe ich mich zuletzt, als er Jonas Hector in einem Artikel als „Ersatz vom Ersatz“ und als „Bankdrücker“ und als Feigling bezeichnete. Das gefällt mir nicht. Was den Wahlkampf für Wolf & Co. angeht, so habe ich mir den Hinweis erlaubt, dass geleistete Dienste in der Politik normalerweise irgendwann honoriert werden.

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