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Nachwuchs-Quartett hofft auf Profi-Chance: Ostrak vor Ausleihe

Der 1. FC Köln ist wieder erstklassig. Für die FC-Talente bedeutet der sofortige Wiederaufstieg allerdings eine Ungewissheit: Im Unterhaus gab es für Nachwuchsspieler bei den Profis nichts zu holen. Ändert sich das in der Bundesliga? Vier Spieler stehen besonders im Fokus: Darko Churlinov, Noah Katterbach, Nikolas Nartey und Tomas Ostrak. Bei letzterem steht nach GBK-Informationen einen Ausleihe kurz bevor.

Köln – „Der Nachwuchs ist ein ganz wichtiger Aspekt. Wir werden die Spieler mit in die Vorbereitung nehmen“, hatte Achim Beierlorzer auf seiner Antritts-Pressekonferenz erklärt und den größten Talenten im Klub damit Mut gemacht, sich im Sommer bei den Profis zeigen zu können. Macht es der künftige FC-Trainer also anders als sein Vorgänger Markus Anfang, der den Nachwuchs praktisch komplett links liegen ließ und nur auf arrivierte Kräfte setzte?

Zumindest ist Beierlorzer dafür bekannt, gerne mit jungen Spielern zu arbeiten und diese auch mal ins kalte Wasser zu werfen. In Regensburg machte er dies, teils auch aus der Not finanziell beschränkter Ressourcen heraus geboren, gerne. Bei RB Leipzig gehörte dies zur Philosophie des Vereins. Beim FC hatte die Durchlässigkeit in den letzten Jahren arg gestockt. Sie soll sich unter Beierlorzer wieder verbessern.

Ostrak vor Leihgeschäft

Ob Nikolas Nartey die Sommervorbereitung mit den Profis absolvieren wird, ist noch offen. Der Däne gilt als Kandidat für eine Vertragsverlängerung mit anschließender Leihe. Das Mittelfeld-Juwel zeigte in der Rückrunde bei der U21, dass die Regionalliga für ihn eigentlich eine zu kleine Bühne ist. Der Sprung in die Bundesliga könnte aber noch zu groß sein – eine Ausleihe würde also Sinn machen. Drittligist Viktoria Köln wollte ihn, Nartey sagte aber ab. Der 1. FC Kaiserslautern soll ebenfalls seine Fühler ausgestreckt haben. Entscheidung offen. Weitere Interessenten nicht ausgeschlossen, doch die Krux einer Leihe ist auch immer, den passenden Klub mit der passenden Kaderstruktur zu finden, in dem ein so junger Spieler auch tatsächlich ans Spielen kommt.

Neben Nartey gilt auch Tomas Ostrak als Kandidat für eine Leihe. Nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN sind die Gespräche mit einem interessierten Klub weit vorangeschritten, sodass der Tscheche womöglich nicht mehr in die Profi-Vorbereitung einsteigen wird, sondern noch im Juni zu einem neuen Klub aufbricht. Beim Effzeh hatte der 19-Jährige im Frühjahr einen Profi-Vertrag bis 2022 unterschrieben, ist also noch lange an die Geissböcke gebunden und soll lediglich über Umwege und mehr Spielpraxis den Sprung zu den FC-Profis schaffen.

Darüber hinaus sind Darko Churlinov und Noah Katterbach zumindest zu Beginn fest für die Profis eingeplant. Bei Katterbach hatte dies FC-Sportchef Armin Veh bereits im April im GBK-Interview bestätigt: „Unabhängig von der Kaderplanung halte ich von Noah sehr viel. Ich plane ihn für die nächste Saison fest im Profikader ein, weil ich davon überzeugt bin, dass er es früh bei uns schaffen kann.“ Veh stellte dabei auch klar: „Es macht immer nur dann Sinn, Talente fest einzuplanen, wenn sie auch die Chance haben zu spielen. Noah ist ein Talent, das ein Gesamtpaket mitbringt, um es in der Bundesliga zu schaffen.“

Heidrich bestätigt: Quartett nicht für U21 eingeplant

Für den mazedonischen A-Nationalspieler Churlinov gilt dies aufgrund seiner Flexibilität in der Offensive ebenfalls. Da der bald 19-Jährige im Angriff alle Positionen im Zentrum wie auf den Flügeln spielen kann, darf er sich berechtigte Chancen ausrechnen, den Sprung zu den Profis zu schaffen. Durch 18 Treffer in 23 Einsätzen für die U19 hatte sich der Offensivspieler für höhere Aufgaben empfohlen. Als jüngster Nationalspieler in der Geschichte Mazedoniens bringt er darüber bereits internationale Erfahrung mit, die ihn von vielen anderen Talenten unterscheidet. Im Winter-Trainingslager hatte er überdies zu den positiven Überraschungen gezählt.

Dass Churlinov, Katterbach, Nartey und Ostrak auf der Schwelle zu den Profis stehen, beweist zudem eine Aussage von Matthias Heidrich. Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sagte dem GEISSBLOG.KOELN: „Die vier Spieler sind nicht Teil der Kaderplanung für die U21, weil bei ihnen Entscheidungen im Profibereich oder über mögliche Leihen ausstehen. Deswegen haben wir sie bewusst nicht fest in der U21 eingeplant.“ Profis oder Ausleihe – so heißt es also für das Quartett in den kommenden Wochen. Bei Nartey und Ostrak sieht es nach Leihgeschäften aus, bei Churlinov und Katterbach nach Profi-Vorbereitung ab dem 2. Juli.

8 Kommentare
  1. Flizzy says:

    Keine Ahnung was der Effzeh da veranstaltet, aber in Sachen Jugendarbeit bekommen die das anscheinend nicht ordentlich auf die Kette. Das letzte Jahr in Liga 2 hat das klar gezeigt, ich sag nur Narteys 2 Sekunden Einsatz. Da wären definitiv mehr Einsatzzeiten möglich gewesen.

      • Flizzy says:

        Auch jetzt, anstatt Nartey auf das Feld für Höger zu stellen und ihn endlich bei den „Großen“ lernen zu lassen, NEIN, er soll verliehen, und dann auch noch in Liga 3. Als wäre dort das Niveau soviel höher als in der Regionalliga NW. Ich bin mir sicher, dass er nicht schlechter performen würde als Höger im kommenden Erstligajahr.

        Nartey und Sancho vom BVB sind fast genau gleich alt, daher kann ich die Verhaltensweise in Sachen Jugend beim Effzeh null nachvollziehen. Oh, langsam heranführen, bla bli blub, wann soll er denn dann in der Profimannschaft spielen? Mit 25? Nachdem er 6 Jahre in der 2. bzw. 3. Liga gekickt hat?

          • Gerd Mrosk says:

            Ohne sagen zu wollen das mit Pawlak der „bessere“ Trainer „nur“ Co Trainer ist denke ich,das so ein Trainer mehr Mut für Talente hätte.Einer der sie in der täglichen Arbeit gesehen hat entweder im Junioren Bereich oder wie hier in der 4.Liga kann das besser einschätzen.Allerdings ist Sanchos Position eine nicht so fürs Ergebnis gefährliche ,wie die eines eher defensiven Mittelfeldspielers. Nartey und alle anderen müssen neben Erfahrung und nicht zuletzt neben Leistungsträgern reifen und spielen,denn diese können etwaige Fehler auffangen.Ein Nartey hätte somit locker neben Hector agieren können ,oder ein Özcan.Ich sehe absolut keine Chance etwa in einem 4-4-2 für Churlinov,Handwerker,Katterbach,Schindler,Risse,Clemens

          • Flizzy says:

            Für die rechte Seite offensiv haben wir ja nur Schindler, Risse oder Clemens. Einer von denen, wahrscheinlich Schindler, wird sicherlich Stamm spielen. Für Risse sehe ich keine Chance mehr, da Clemens ein guter BackUp für Schindler sein wird.
            Rechts defensiv sind wir auch mit Ehizibue, Schmitz und Bader auch voll. Ehizi wird da wahrscheinlich der Stamm RV.

            Ich persönlich halte einen Tim Handwerker auch nicht für schlechter als Kainz, eher besser. Kainz erinnert an Guirassy, nur das Kainz echter Flügelspieler ist. Kainz bleibt sehr oft mit seinen Dribblings hängen, ist ein Chancentod und arbeitet kaum nach hinten. Aber dafür kommt ab und zu mal ne Flanke an…

  2. Flizzy says:

    „….Chance etwa in einem – -4-4-2- – für Churlinov,Handwerker,Katterbach,Schindler,Risse,Clemens“ – Bei dir war die Rede von einem 4-4-2 in der LM und RM agieren. Aber bei einem 4-2-2-2 sehe die Sache schon anders aus, das ist klar. 2 6er und zwei offensive Mittelfeldspieler. Als ZOMs würde ich da auch Drex und Schaub spielen lassen, als 6er dann ????? und Koziello/Nartey/Özcan.

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