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Führungschaos? Bis zum 8. September zusammenraufen

Der 1. FC Köln bereitet sich auf die Bundesliga-Saison 2019/20 vor. Trainer Achim Beierlorzer versprüht mit seiner Mannschaft endlich die Euphorie, die man sich beim FC wünscht. Doch im Hintergrund herrscht ob des Schwebezustands im Vorstand eine bleierne Schwere. Die FC-Bosse müssen endlich Tacheles reden und sich im Sinne des Vereins zusammenraufen.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Dass ein anderer Verein wie der VfB Stuttgart durch sein angebliches Werben um Armin Veh und Alexander Wehrle von außen Unruhe in den 1. FC Köln hineinträgt, dafür können die Verantwortlichen beim FC zunächst einmal nichts. Doch die Probleme der Geissböcke sind bekanntlich hausgemacht. Ein monatelanger Führungskampf hat Vorstand, Geschäftsführung, Gemeinsamen Ausschuss und auch die Geschäftsstelle entzweit. Und das alles mit einem designierten Vorstand im Hintergrund, der weder agieren noch kommentieren oder gar vermitteln kann, weil er noch nicht gewählt ist.

Jetzt sind die amtierenden Verantwortlichen gefragt. Alexander Wehrle, der noch über einen Vertrag bis 2023 verfügt, muss für die Kontinuität sorgen, die er sich selbst auf die Fahnen geschrieben hat. Armin Veh mag zwar wegen seines 2020 auslaufenden Vertrags mehr oder weniger offen mit seinem Abschied kokettieren, hat sich aber zum Ziel gesetzt, den FC in der kommenden Saison in der Bundesliga zu halten. Beide Geschäftsführer, das ist kein Geheimnis, sind nicht glücklich mit der Auswahl des designierten Vorstands um Dr. Werner Wolf. Doch für beide Geschäftsführer gilt auch, dass sie in der Gesamtverantwortung für das Unternehmen 1. FC Köln und dessen Mitarbeiter stehen und sich nicht aussuchen können, wer im jetzigen und künftigen FC-Vorstand sitzt. Dass derweil Frank Aehlig als Kaderplaner der Profis während des laufenden Transfersommers mit dem Ligakonkurrenten RB Leipzig über einen Wechsel verhandelt, darf in dieser Gesamtkonstellation durchaus als Sinnbild für die politische Lage des FC gewertet werden.

Ein weiteres Problem: Stefan Müller-Römer, Toni Schumacher und Markus Ritterbach haben sich als zerstrittener Vorstand ohnehin nichts mehr zu sagen und die Geschäfte bereits dem Gemeinsamen Ausschuss übergeben. Und in jener Elefantenrunde voller vermeintlicher Führungskräfte gibt es offenbar niemanden, der sich traut, ein Machtwort zu sprechen und alle beteiligten Personen an einen Tisch zu bringen. Dabei wäre genau dies zeitnah notwendig, um die Pokerspiele um die Zukunft einzelner Personen beim FC zumindest vorübergehend wieder zu beenden. Am 8. September, also in achteinhalb Wochen, bekommt der Klub einen neuen Vorstand. Danach ist genügend Zeit, um alle Befindlichkeiten, Animositäten und Zukunftspläne zu diskutieren und zu klären. Bis dahin sollte jedoch jenes Motto gelten, das Ritterbach und Schumacher formuliert hatten, als sie ihren Rückzug bekannt gegeben hatten: „Niemand ist größer als der Club. Für diesen Club stehen wir in der Pflicht, die vor uns liegende Spielzeit vernünftig vorzubereiten.“

13 Kommentare
  1. Max Moor says:

    Ich hoffe Armin Veh bleibt beim FC . Ich finde die Arbeit bis jetzt Ordentlich und auch der neue Trainer macht einen frischen & ehrgeizigen Eindruck . A.Veh hatte es auch nicht leicht mit diesen Kader und mit Modeste , Ehizibue , Schindler , Verstraete schonmal Qualität geholt . Die Abgänge müssen noch bewältigt werden dann sieht es schon ganz gut aus . Armin ist ein Sympathischer Trainer gewesen und auch als Manager gefällt er mir ganz gut .

  2. Max Moor says:

    Bremen will Gregoritsch von Augsburg .. hoffe das Reuter bei seinen 15 Mio bleibt .. Der Spieler ist sehr gut und Bremen versucht immer sehr gute für wenig Geld zu bekommen , und schwache Spieler für Viel Geld zu verscherbeln … Baiano , Bogdanovic , Pizarro , Ailton usw. immer gute Spieler geholt und nie Abgestiegen in den letzten 30 Jahren !

  3. Boom77 says:

    Es gab Zeiten, das sagte sogar der Papst, dass er „nur ein armer Arbeiter im Weinberg des Herrn“ sei. Diese ansicht würde jedem der bei uns tätigen Herren (ob nun GF, Vorstand oder was auch immer) gut zu Gesicht stehen. Leider ist dem fast auf keiner Position so.

    • major says:

      Boom, der Papst ist unfehlbar und von einer kleinen Clique auf Lebzeit gewählt. Das bekommt der FC doch erst nach dem 8. September.
      Allerdings sitzen dann Deutschlands beste Fußball..äh…Wirtschaftspäpste dann von Sankt Stefans Gnaden auf ihren Pöstchen, denn er hat die ja aussuchen…lassen…

  4. Ottla says:

    Hahaha! Leute, was habt ihr anderes erwartet! Das Fussballgeschäft und die darin agierenden Leute sind nachwievor die totalen, wie soll ich das jetzt sagen, ohne zu beleidigen… sagen wir: bescheidenen Typen – aber bescheiden eher im Sinne von charakterlich-geistig! Da haben wir den eitlen Ober-Alpha-Macker Veh, einen selstam aufgeschwemmten Aehlig, einen Wehrle, wie man ihn sich nicht besser als Manager vorstellen kann, der alles suuuper plant… bei Fussballmanager 4 auf dem PC. Das sind alles keine Leute, die irgendwo anders in der freien Wirtschaft reüssieren würden. Und genau das zeigt sich jetzt, wo sie den kurzen Schwebezustand zw. altem und neuem Präsidium für sich zu nutzen suchen – jeder persönlich. Anstatt öffentlich Verantwortung zu zeigen, verharren sie trotzig im Vagen, um dem desig. Vorstand eins auszuwischen. Solche Leuten sollen dann auch bitte schnell den Hut nehmen – was die Kaderarbeit angeht: der Veh wird schon nicht absteigen wollen, den Ehrgeiz hat er, insofern glaube ich, dass er im Stillen so gut arbeitet, wie er kann. Aber all die Indikatoren, die auf den Charakter weisen, finde ich bei ihm höchst fragwürdig. Das ist kein Teamspieler – genau wie der Schmadtke. Das muss sich beim FC mal ändern! Ich finde immer noch, dass auch er den Anfang hintertrieben hat – es ist doch schon komisch, dass (nach Drexler) nun auch Schindler in einem Interview sagt, dass Anfang sein bester Trainer war! – und beim FC soll er plötzlich untragbar geworden sein im Verhalten gegenüber der Mannschaft ?!? Das glaube ich nicht! – da ist eines zum anderen gekommen – nach dem ersten Paderborn-Spiel und Vehs völlig überzogener Reaktion, wusste die Mannschaft doch, dass sie von nun gegen das Trainerteam intrigieren kann… ich würde mir von den charakterlichen Eigenschaften jemanden als Sportdirektoren wünschen, der ein bisschen wie Andreas Rettig ist.

  5. Max Moor says:

    Das kann schon möglich sein das Drexler oder Schindler mit Herrn Anfang gut klar kamen . Ich muss aber auch sagen das Trainer Anfang sich selbst bei Köln heraus geschossen hat !!! Er hat nie einen Fehler gemacht ..es waren immer die anderen schuld .. immer auf die gleichen Versager gesetzt .. die ständig schlecht waren .. kein System war zu erkennen und dann diese PKS von dem waren das letzte , Sorry . Wenn es gut lief dann fühlte er sich am Größten ..und wenn Niederlagen kamen , da war er gereizt und schob die Schuld von sich . Es wäre auch nicht besser geworden mit dem Anfang , Kiel wäre Ideal für diesen Trainer . Er ist kein schlechter Trainer , aber auch kein guter ., halt Normal / Durchschnitt . Das wollte ich mal zum “ Ottla “ erwähnen

  6. Max Moor says:

    Und zu A. Veh : Ich finde ihn Klasse , er macht seinen Job gut , sagt natürlich seine Meinung , aber er hat auch Qualität ! Er war 2 x Meister und kennt sich im Fußball Geschäft bestens aus . Er muss eine gewisse Stärke Ausstrahlen als Manager ! Ich hoffe einfach das er in Köln bleibt und weiterhin gute Arbeit fürn FC leistet .

  7. NICK says:

    Tja…Leute stellt den Geißbock wieder auf den Tisch und das eigene Ego zurück für den Club den ihr liebt!

    Moment…Liebe? Ritterbach und Schumacher sind beleidigt und teilweise nach Australien abgehauen, Veh liebt den Effzeh…sicher nicht. Wehlre? Wehrle mag jeden, besonders die Frauen von den aktuellen Trainern und Managern, da ist er immer direkt die beste Freundin…

    Tja…es scheint momentan die Liebe zum verein zu fehlen um das eigene Ego zurück zu nehmen. Die Führungskraft die hier evt. alle an einen Tisch bekommen hätte, hat man frühzeitig wegen einer SMS vom Hof gejagt…wobei…evt. wäre mit ihm noch mehr Chaos.

    Das einzige richtige wäre gewesen – zum Zeitpunkt von Spinners „Rücktritt“, kompletter Rücktritt des Vorstandes und vorgezogene Neuwahlen noch vor Beginn der Saison. Das hätte im Sinne des Verein jetzt schon durch sein müssen.

  8. Karl Heinz Lenz says:

    Wenn ich die Zeitung lese, Fernseh gucke oder mich im Internet informiere: Wir Deutschen moralisieren ohne Ende. Wir wissen genau, was richtig und was falsch ist und erteilen jedem und allen Noten. Mittlerweile spielen wir uns als Oberlehrer der ganzen Welt auf. Und machen uns damit bei jedem und allen immer unbeliebter.
    So einen Eindruck macht auf mich auch die Diskussion über die ehemaligen oder aktuellen Führungspersonen des FC. Geht es nicht auch mit weniger erhobenem Zeigefinger?

    • Gerd Mrosk says:

      Genau so ist das hier Karl Heinz .Immer voll drauf mit dem Zeigefinger,nicht mit dem erhobenen Zeigefinger,sondern mit dem ,der unverblümt auf andere Menschen zeigt.Nach dem Motto,du hast was falsch gemacht ,ätsch,wir haben dich erwischt dabei und prangern dich deswegen zu Recht an.Wir sind schlau und legen die Hände in den Schoss und ergötzen uns lieber an anderen.Es ist ne verdammt kranke Gesellschaft hier in good old germany,zumindest hier…

  9. ZunichteMitDerNichte says:

    „Beide Geschäftsführer, das ist kein Geheimnis, sind nicht glücklich mit der Auswahl des designierten Vorstands um Dr. Werner Wolf.“

    So ein Dummfug. Veh hätte gerne mit Schumacher weitergemacht, weil er wohl Angst hat Kompetenzen einzubüßen. Was aber Quatsch ist. Wehrle hat keine Probleme mit der Auswahl. Ihr kriegt doch nur keine Infos mehr gesteckt und seid sauer. Könnt euch die Unruhe sonst wo reinschieben.

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