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„Wir werden nicht im Schwarzwald Kühe melken“

Es scheint, als würde die Euphorie um die Bundesliga-Rückkehr beim 1. FC Köln immer mehr Einzug halten. Die Mannschaft wird in den kommenden Wochen aber weiter zusammenwachsen müssen, um im Fußball-Oberhaus zu bestehen. Daher setzt Achim Beierlorzer neben einem gewissen Spaßfaktor auch auf einen internen Wettbewerb. Wie schon in Frechen soll dieser auch beim Testspiel am Mittwoch gegen Bad Dürrheim untereinander stattfinden. 

Aus dem Trainingslager in Donaueschingen berichtet Sonja Eich 

Es war eine durchaus ungewöhnliche Maßnahme, die sich das Trainerteam am Dienstag ausgesucht hatte, um die Mannschaft in zwei Achter- und ein Neunerteam aufzuteilen. Alle positionsgleichen Spieler spielten untereinander „Schnick, Schnack, Schnuck“ und losten sich so ihren Kleingruppen zu. „Mit einem Zufallsmechanimus haben wir drei Gruppen gebildet. Das gehört auch schon zum Teambuilding“, verriet Achim Beierlorzer nach der Einheit.

Interner Wettkampf in jeder Einheit

Von groß aufgefahrenen Aktionen, um einen besseren Mannschaftszusammenhalt zu schaffen, hält der Trainer nicht viel. „Natürlich wird noch das ein oder andere kommen, aber wir werden jetzt nicht zum Rafting gehen oder zusammen Kühe im Schwarzwald melken.“ Stattdessen sollen auch lockere Einheiten wie Fußballtennis oder Spider-Ball für den nötigen Spaßfaktor sorgen. Darüber hinaus organisiere sich die Mannschaft schon selbst zu gemeinsamen Teamabenden. „Daher müssen wir nicht mit Hängen und Würgen alle zusammentrommeln.“

Damit bereits in der täglichen Trainingsarbeit die Intensität hoch bleibt, duellieren sich die Spieler fast in jeder Übungsform. Schon im Test gegen Frechen lieferten sich die beiden Kölner Mannschaften in den zwei Halbzeiten auch untereinander einen Wettbewerb. Dabei wurden unter anderem Flanken, Torschüsse und taktische Abläufe ausgewertet. Am Mittwoch steht mit dem Landesligisten Bad Dürrheim der nächste Testgegner auf dem Programm. „Wir sehen den Test als Trainingseinheit. Da verlange ich natürlich Laufbereitschaft, viel Arbeit gegen den Ball und einen absoluten Siegeswillen“, sagte Beierlorzer mit Hinblick auf die morgige Partie. Wie im heutigen Training will der Coach auch dort drei Mannschaften ausprobieren. „Wir wollen mit drei Dritteln spielen, also drei Mannschaften jeweils 30 Minuten, denn ich möchte alle 25 Feldspieler einsetzen.“ Auch dann wird das Trainerteam wieder ganz genau hinschauen, welches Drittel sich am Ende durchsetzt und den besten Eindruck hinterlässt.

Dann schauen wir, wer Juli-König wird

Doch nicht nur in den Testspielen gibt es eine Punktevergabe. Auch in den Trainingseinheiten können die Spieler Punkte sammeln. „Wir haben immer wieder vereinzelt Spiele, wo es eine Vergabe gibt“, berichtete Marcel Risse am Rande des zweiten Trainingstages. Am Dienstagmorgen konnte sich Team Rot gegen seine Kontrahenten durchsetzen. Damit konnten Kessler, Verstraete, Özcan, Terodde, Katterbach, Czichos, Ehizibue und Kainz ihr Punktekonto aufbessern. „Die Mannschaft hat jetzt drei Punkte bekommen für die Monatswertung Juli. Dann schauen wir, wer am Ende des Monats die meisten hat und Juli-König wird.“ Eine Belohnung für den oder die Sieger hat sich Beierlorzer zwar noch nicht ausgedacht. Doch schon nach einer Trainingswoche wird klar, worauf der neue Coach enorm viel Wert legt: „Ich will den brutalen Siegeswillen in jeder Trainingseinheit sehen.“

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