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Schumacher und Ritterbach verabschieden sich von den Fans


Die Saisoneröffnung des 1. FC Köln war auch der Ort der Verabschiedungen. Während Hennes der VIII. sein Amt an seinen Nachfolger Hennes den IX. übergab, standen auch die beiden Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach das letzte Mal bei der FC-Saisoneröffnung auf der Bühne. Am 8. September wird auf der Mitgliederversammlung ein neues Präsidium gewählt. 

Köln – „Wir hätten gerne weitergemacht. Aber andere haben entschieden, dass wir nicht mehr weitermachen.“ Mit diesen Worten eröffnete Markus Ritterbach am Sonntag seine kurze Rede auf der Saisoneröffnung des 1. FC Köln. „Toni und ich finden, dass wir das gar nicht schlecht gemacht haben in den letzten sieben Jahren“, erklärte der FC-Vizepräsident. Für das Duo war es ein versöhnlicher Abschluss ihrer Amtszeit, die in knapp einem Monat ihr Ende finden wird. „Wir hatte eine tolle Zeit und werden diese nie vergessen. Vielen Dank an Euch alle.“ Mehr wollte Ritterbach an diesem Tag nicht sagen. Toni Schumacher, der von den Fans zwischenzeitlich mit Sprechchören gefeiert wurde, fand ebenfalls warme Worte und verstand genau, womit er die 50.000 anwesenden Anhänger noch einmal einheizen konnte: „Seit 1972 bin ich beim 1. FC Köln. Der FC ist eine Erstligamannschaft. Ich bin ein Kind der Ersten Liga. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir den Aufstieg nicht schaffen. Der Weg war sehr schwer, der andere große Verein aus dem Norden hat es nicht geschafft.“

Amtszeit endet am 8. September

Für die beiden Vizepräsidenten endet am 8. September ihre knapp siebenjährige Amtszeit. Der Mitgliederrat entschied sich für das Trio um Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren als Wahlvorschlag für die Mitgliederversammlung. Zunächst hatten Ritterbach und Schumacher über eine Gegenkandidatur nachgedacht, verzichteten nach der Absage von Wolfgang Bosbach als drittem Mann aber auf eine Kampfkandidatur. Zumindest für Toni Schumacher könnte es beim FC aber dennoch weitergehen. Derzeit steht eine Rolle als Markenbotschafter im Raum. Eine Entscheidung darüber dürfte allerdings erst fallen, sobald der neue Vorstand im Amt ist.

Am Ende bedankte sich Schumacher noch „bei den Spielern, die nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit ein Zeichen gesetzt haben.“ Gemeint waren damit unter anderem Timo Horn, Marco Höger, Marcel Risse und Jonas Hector, die trotz Abstieg dem Verein die Treue gehalten hatten. „Sie sind hier geblieben und wollten die Suppe wieder auslöffeln. Ich kann nur sagen: Den Teller habt ihr schön leer gemacht.“ Wie schwer dem Europameister und zweifachen Vize-Weltmeister der Abschied aus seinem Amt fällt, bekamen die Zuschauer an seinen emotionalen letzten Worten zu spüren: „Ich danke Euch allen. Ich werde Euch vermissen.“ Dann sorgte der scheidende Vizepräsident noch einmal für Jubel bei den Anhängern: „Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt nicht erst am letzten Spieltag sichern.“

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