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Wehrle zu Transferausgaben: „Wir sind kein Risiko eingegangen“


Der 1. FC Köln hat sich für die kommende Bundesliga-Saison mit fünf Neuzugängen verstärkt. Ein weiterer Innenverteidiger soll zudem noch kommen. Dabei haben die Geißböcke mehr als die im Vorfeld veranschlagten zehn Millionen Euro ausgegeben. Finanziell stellen die Verstärkungen aber kein Risiko dar, wie Alexander Wehrle auf der Saisoneröffnung erklärte. Auch mit dem Ausbau des Geißbockheims soll in naher Zukunft begonnen werden. 

Köln – Kingsley Schindler, Kingsley Ehizibue, Birger Verstraete und Ellyes Skhiri sollen dem 1. FC Köln in der kommenden Saison helfen, sich wieder in der Bundesliga zu etablieren. Mit Julian Krahl wurde zudem ein talentierter Torhüter verpflichtet, der zunehmend Druck auf Kölns Nummer zwei, Thomas Kessler, machen soll. Ein weiterer Innenverteidiger steht noch auf der Wunschliste der Kölner. Für die neue Saison sehen sich die Geißböcke nun bestens gerüstet.

„Da ich schon ein paar Jahre in der Bundesliga bin, bin ich mir ganz sicher, dass es für den Klassenerhalt reicht“, erklärte FC-Geschäftsführer Armin Veh am Sonntag auf der traditionellen Saisoneröffnung. Drei Dinge sind dem 58-jährigen in der kommenden Spielzeit besonders wichtig: „Ich will vor allem, dass bei uns Einigkeit und Zusammenhalt im Verein herrscht. Darüber hinaus möchte ich, dass wir eine gute Saison spielen und die Fans begeistern können. Als drittes ist mir wichtig, dass wir nie wieder absteigen.“ Mit den Neuzugängen und den bereits arrivierten Spielern im Kader soll in der kommenden Saison der Grundstein gelegt werden, um wieder zu einem ständigen Bestandteil der Bundesliga zu werden. „Wir haben geschaut, dass die Jungs, die wir dazu holen, sofort um die Stammplätze konkurrieren und uns direkt weiterhelfen können“, gab Leiter der Lizenzspielabteilung, Frank Aehlig, einen Einblick in das ausgesuchte Anforderungsprofil der potentiellen Kandidaten. „Wir haben versucht, Spieler zu gewinnen, die direkt helfen aber auch gleichzeitig noch Entwicklungspotential haben.“ Mit Schindler, Skhiri, Ehizibue und Verstraete haben die Kölner dabei in ihren Augen die perfekten Spieler gefunden. Alle haben bereits einige Spielzeiten im Profi-Fußball hinter sich und sind zudem mit Mitte 20 im besten Fußballeralter, um sich in den kommenden Jahren noch weiter zu entwickeln.

Statt der im Vorfeld geplanten zehn Millionen Euro an Transferausgaben hat Armin Veh das Budget mit seinen Neuzugängen nun um knapp drei Millionen Euro überschritten. Der geplante neue Innenverteidiger wird damit wohl nur per günstigen Leih-Geschäft zu realisieren sein. Für den Finanzexperten Wehrle jedoch kein Problem: „Wir sind kein Risiko eingegangen, wir können uns das leisten. Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und positives Eigenkapital. Wir sind keine Bank, wir sind ein Fußballverein. Deswegen ist es das oberste Ziel, eine starke Mannschaft zu haben und wettbewerbsfähig zu sein. Ich glaube, es bringt nichts, zehn Millionen zu erwirtschaften und wieder abzusteigen.“

Zur Wettbewerbsfähigkeit zählt in den Augen der Verantwortlichen auch ein baldiger Ausbau des Geißbockheims. Noch können die Bagger allerdings nicht im Grüngürtel anrollen. „Ich hätte gerne eine Baustelle am Geißbockheim“, sagte Wehrle. „Aber es dauert in Köln etwas länger, wenn man etwas bauen möchte.“ Trotzdem rechnet man beim FC mit einer baldigen Baugenehmigung damit auch mit einem zügigen Start der Umbauten. „Uns wurde zugesichert, dass wir im letzten Quartal einen positiven Bescheid bekommen und dann werden wir Gas geben. Wir gehen davon aus, dass wir Anfang nächsten Jahres damit beginnen können.“

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