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78,2 Prozent: Mitglieder stimmen klar für Wolf, Sieger und Sauren


Die Mitglieder des 1. FC Köln haben mit einem deutlichen Votum das vorgeschlagene Trio Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren zum neuen Vorstand der Geissböcke gewählt. Die während der Wahl noch anwesenden 2829 FC-Mitglieder stimmten mit 78,2 Prozent für das vorgeschlagene Präsidium.

Aus der Lanxess Arena berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Der 1. FC Köln hat eine neue Vereinsführung. Werner Wolf (62) als Präsident sowie Jürgen Sieger (67) und Eckhard Sauren (47) als Vizepräsidenten wurden am Sonntag um 19.13 Uhr in der Lanxess Arena gewählt. Wolf wird damit der zehnte Präsident des 1. FC Köln und folgt auf Werner Spinner, der nach seinem Rücktritt im März interimsweise von Stefan Müller-Römer vertreten worden war.

Als letzter Akt einer sechsstündigen emotionalen Versammlung, auf der Toni Schumacher und Markus Ritterbach als scheidende Vizepräsidenten verabschiedet wurden, wurde das vom Mitgliederrat vorgeschlagene Team um Werner Wolf gewählt. Von den zunächst 3456 Mitgliedern waren zur Wahl noch 2829 Mitglieder in der Halle. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses herrschte Erleichterung bei Wolf, Sieger und Sauren. „Wir sind überwältigt“, erklärte der neue FC-Präsident.

Offener Konflikt auf der Bühne – Appell von Spinner

Toni Schumacher und Markus Ritterbach hatten sich davor nicht überwinden können, eine Wahlempfehlung für ihre Nachfolger auszusprechen. Stattdessen trugen sie in ihren Reden und späteren Wortmeldungen einen offenen Kampf gegen Müller-Römer aus. Dies trug ihnen immer wieder Buhrufe vieler Anwesenden ein. Viele andere Anwesenden andererseits dankten den scheidenden Vizepräsidenten in den Aussprachen und verabschiedeten die beiden Vorstandsmitglieder nach siebeneinhalb Jahren mit Standing Ovations. Das Duo nahm ebenso wie der zurückgetretene Werner Spinner keine Abschiedsgeschenke an. Stattdessen überweist der FC in ihrem Name eine Spende an die FC-Stiftung. Spinner hatte sich zuvor per Brief aus Asien an die Mitglieder gewandt. „Schenken Sie bitte der neuen Führung des 1. FC Köln das gleiche Vertrauen, das Sie auch mir geschenkt haben.“

Sauren verzichtet auf Vorstandsvergütung

Dieser Bitte folgten die FC-Mitglieder und bescherten Wolf, Sieger und Sauren ein starkes Votum für die ersten Monate ihrer Amtszeit. Der Mitgliederrat erklärte im Namen von Carsten Wettich, dass das neu gewählte Vorstandsteam die gleiche Vergütung erhalten werde, die dem bisherigen Vorstand zuteil geworden war. Wolf als Präsident wird daher künftig jährlich 150.000 Euro erhalten, Sieger als Vizepräsident 100.000 Euro. Sauren, so erklärte Wettich, verzichtet dagegen auf die 100.000 Euro, die ihm zugestanden hätten. Am Montag übernehmen Wolf, Sieger und Sauren die Vereinsgeschäfte. Am Dienstag findet am Geißbockheim eine Mitarbeiterversammlung statt, auf der sich das Trio vorstellen wird. Am gleichen Tag soll die Verabschiedung von Schumacher und Ritterbach stattfinden.

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