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Gewinner des Abends: Spinner mit Abschied aus der Ferne

Werner Spinner hat sich am Sonntag mit einem Abschiedsbrief an die Mitglieder des 1. FC Köln gewandt. Der Ex-Präsident der Geissböcke weilt aus beruflichen Gründen in Singapur und konnte daher nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Daher verlas Karl-Ludwig Kley eine schriftliche Stellungnahme des ehemaligen FC-Bosses.

Köln – Es war ein Abschied, den man auch Toni Schumacher und Markus Ritterbach gewünscht hätte. Doch während sich die beiden Vizepräsidenten in ihrer Verbitterung über die Nicht-Nominierung in Tiraden über ihre Widersacher verloren und damit auch, je länger der Abend dauerte, desto mehr die Unterstützung der FC-Mitglieder in der Lanxess Arena verloren, gelang Werner Spinner aus der Ferne ein stilvoller Abschied. Der neunte Präsident in der FC-Historie trat staatsmännisch und respektvoll ab. Die Mitglieder honorierten den Brief, den Spinner übermittelt hatte, mit Applaus und späteren Bezügen in den Redebeiträgen.

Der Brief von Werner Spinner im Wortlaut

„Liebe Mitglieder des 1. FC Köln! Jetzt, wo die Mitgliederversammlung läuft, bin ich in Singapur gelandet. Ich bin seit zehn Jahren im Aufsichtsrat in einem Unternehmen und seit drei Jahren der Vorsitzende. Morgen früh, Montag, steht eine wichtige Sitzung an. Deshalb bedauere ich es sehr, mich nicht persönlich von Ihnen verabschieden zu können. So möchte ich mich nach etwas mehr als sieben Jahren in der Führung des FC von Ihnen in Form einer kurzen Grußbotschaft verabschieden.

Nach sechs Jahren Erfolg und einem Jahr Trauer sehe ich heute einen wirtschaftlich kerngesunden und sportlich entwicklungsfähigen Erstligisten. Das Ziel, nachhaltig in der ersten Liga zu bleiben, haben wir nicht erreicht, dafür aber unvergessliche Momente im Europapokal erlebt. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern im Geißbockheim und den Ehrenamtlern herzlich bedanken. Wir haben zusammen immer alles gegeben für unseren Verein. Auch nach Rückschlägen sind wir wieder aufgestanden. Das zeichnete uns in sieben Jahren aus.

Ich möchte mich bei Ihnen, liebe Mitglieder, für Ihre Unterstützung im Stadion und außerhalb bedanken. Schenken Sie bitte der neuen Führung des 1. FC Köln das gleiche Vertrauen, das Sie auch mir geschenkt haben. Mit Ihnen im Rücken, das weiß ich aus meinen sieben Jahren, fällt die Arbeit viel leichter. Ich fühle mich nach meiner schweren Herzoperation unverändert gut, vielleicht sogar sehr gut. Mein repariertes herz hängt weiter am FC und ich hoffe und wünsche der neuen Führung ein glückliches Händchen und ein gutes Miteinander – und natürlich die Deutsche Meisterschaft.“

3 Kommentare
  1. Paul says:

    Jeder, der noch einen Zweifel daran hatte, dass Schumacher und Ritterbach politische Dilettanten sind, sollte gestern Abend eines Besseren belehrt worden sein. Was für ein Glück, dass die beiden weg sind. Das Geseier von der „sportlichen Kompetenz“ kann ohnehin keiner Ernst nehmen im Anbetracht des Tasmania-Herbstes 2017.

    Dass entweder Ritterbach oder Schumacher gelogen haben, ist auch nicht mehr so richtig geklärt worden. Letztendlich haben sie sich gegenseitig beschuldigt, auch wenn es nicht ausgesprochen wurde. Es stellt sich die Frage, wie diese Knalltüten in Anbetracht dieser Problematik in Zukunft hätten zusammenarbeiten wollen?

    Schumacher sollte sich im Stadion neben seinen Buddy Reckermann setzen, die FC-Fahne schwenken und den ansonsten die große Klappe halten. Alternativ kann er sich wieder an den Schreibtisch begeben und das nächste Enthüllungsbuch über die vergnügliche Zusammenarbeit mit Stephanie schreiben.

    Alles ist besser als ein Amt beim FC!

    • Gerd Mrosk says:

      Schumachers Name ist spätestens seit gestern und damit nicht nur beim FC sondern in aller Öffentlichkeit verbrannt,durch seinen katastrophalen ungeschickten Versuch noch bei der Unwahrheit zu bleiben,nachdem halt der „Hauptverdächtige“entlastet worden war und demnach auschliesslich Vize 2 übrig war.Ich weiss allerdings nicht was Spinner geritten hat,so einen massiven Beschluss per Sprachnachricht abzusetzen,aber danach hätten alle zeitnah an einen Tisch gehört.Das hatte stilistisch auch nichts mit dem zu tun,wofür der FC in der Aussendarstellung angeblich stehen will

  2. Gerd Mrosk says:

    „Gewinner“ sehen anders aus.Aber ja,er hat das nicht gemacht was ein Geschäftsmann nicht tun sollte ,wenn er ein Geschäft übergibt,er hat nicht im Groll nachgekartet sondern hingenommen das seine Zeit abgelaufen war und seinen notorischen Nachfolgern Glück gewünscht.Nicht mal einmal das kam den Vizepräsidenten über die Lippen.Unwürdiges Verhalten.Alles Gute Werner Spinner

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