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Meré muss Geduld beweisen nach Fast-Einwechslung im Derby


Jorge Meré ist aktuell nur Innenverteidiger Nummer drei im Kader des 1. FC Köln. Gegen Borussia Mönchengladbach wäre der Innenverteidiger beinahe zur Halbzeit eingewechselt worden, musste das Derby dann aber doch 90 Minuten lang von draußen beobachten. Für den Spanier keine zufriedenstellende Situation. 

Köln – Nachdem Jorge Meré im DFB-Pokal gegen den SV Wehen Wiesbaden wie auch zum Saisonauftakt beim VfL Wolfsburg noch in der Startelf gestanden hatte, musste sich der Spanier zuletzt drei Mal in Folge mit der Ersatzbank zufrieden geben. Gegen Freiburg noch zur Pause für den angeschlagenen Ehizibue eingewechselt, saß der Innenverteidiger in den beiden Heimspielen gegen Borussia Dortmund und Gladbach über 90 Minuten auf der Bank.

Meré stand für einen Wechsel schon bereit

Dabei sah es im Derby gegen Gladbach zunächst so aus, als käme der Spanier zur zweiten Hälfte in die Partie. In der Pause hatte sich Meré intensiv mit Athletiktrainer Max Weuthen warm gemacht und kurz vor Wiederanpfiff einige Instruktionen von Co-Trainer Manfred Schmid erhalten. Am Ende blieb Meré dann aber doch die gesamte Spielzeit über auf der Bank. Warum sich Meré zunächst für einen Einsatz vorbereitete und dann doch nicht ins Spiel kam, erklärte Achim Beierlorzer hinterher: „Sebastiaan Bornauw ging es nicht ganz so gut, er hatte Probleme mit dem Magen. Er wollte es aber im zweiten Durchgang noch einmal probieren und hat dann auch nach wenigen Minuten den Daumen hoch gegeben. Wir wollten uns einfach auf einen möglichen Wechsel einstellen.“ So blieb für Meré am Ende zum zweiten Mal in dieser Saison über 90 Minuten nur die Reservistenrolle.

Jedes Mal eine enge Entscheidung

Ein Umstand, mit dem wohl die wenigsten im Vorfeld dieser Saison gerechnet hätten. Als in der Sommerpause klar wurde, dass der 1. FC Köln auf der Innenverteidigerposition noch einen Spieler holen würde, hätten die meisten diesen wohl als Konkurrenten für Rafael Czichos verstanden und nicht für den U21-Europameister aus Spanien. Dennoch scheinen sich Czichos und Bornauw im Konkurrenzkampf der vier Innenverteidiger aktuell durchgesetzt zu haben. Dem Express gegenüber erklärte Beierlorzer kürzlich auch, woran es bei dem 22-jährigen zur Zeit hapert: „Jorge muss unser Spiel noch mehr annehmen.“ Verwunderlich ist dabei jedoch wohl die Tatsache, dass Bornauw das Kölner System seit seinem Wechsel in der zweiten August-Woche schneller verinnerlicht zu haben scheint als Jorge Meré, der zwar ebenfalls erst später in der Vorbereitung zur Mannschaft stieß, aber immerhin ein komplettes Trainingslager mit seinen Teamkollegen  absolvierte. Abschreiben will Beierlorzer den Spanier aber nicht. „Er kann das zu 100 Prozent, ich sehe ihn auf einem guten Weg. Für uns geht es nun darum, dass Jorge seine Qualität auf den Platz bringt. Es war jedes Mal eine ganz enge Entscheidung, ihn draußen zu lassen.“ Meré selbst dürfte mit seiner aktuellen Rolle alles andere als zufrieden sein. War der Innenverteidiger in der Zweiten Liga noch uneingeschränkter Stammspieler, wollte sich der Europameister nun in der Bundesliga beweisen und lehnte dafür sogar lukrative Angebote aus seiner Heimat ab. Aber statt auf dem Platz wird sich Meré nun zunächst in Geduld beweisen müssen.

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