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Die Kür verpatzt: Nach dem Minimalziel folgt die Pflicht

Nach fünf Spieltagen steht der 1. FC Köln auf dem 16. Tabellenplatz. Das von Sportchef Armin veh formulierte Minimalziel von drei Punkten haben die Kölner erreicht, aber auch nur haarscharf. Die Zeit der Schonfrist ist nun vorbei. Vier große Kaliber hat der FC in den ersten fünf Bundesliga-Partien abgehakt. Jetzt muss der FC schleunigst Punkte einfahren. 

Köln – Bei dem Auftaktprogramm, das war auch Trainer Achim Beierlorzer klar, hätte der 1. FC Köln nach dem fünften Spieltag auch mit weniger als drei Punkten da stehen können. Am Ende sind es dank eines Last-Minute-Sieges gegen den SC Freiburg drei geworden. „Wir hätten gegen Wolfsburg und Dortmund nicht verlieren müssen. Wir hätten aber auch gegen Freiburg nicht gewinnen müssen“, erklärte auch Armin Veh am Sonntag beim Sport1-Doppelpass. Unmittelbar nach dem Spiel gegen die Bayern hatte Veh gar zugegeben: „Vielmehr als drei Punkte hätte ich bei dem Auftaktprogramm auch nicht erwartet.“

Durch die Duelle gegen Wolfsburg, Dortmund, Gladbach und Bayern wäre ein starker Saisonstart für den Aufsteiger in der Tat überraschend gewesen. Veh und Beierlorzer wissen aber auch, dass der FC Zähler liegen gelassen hat, zumal Mannschaften wie Union Berlin durch den Sieg gegen den BVB gezeigt haben, dass es für die Kleinen durchaus wertvoll sein kann, die Großen ab und an zu ärgern. Das schaffte der FC nicht. So kommt den nun folgenden Begegnungen eine immense Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf zu.

Natürlich haben wir jetzt Druck

Die Geißböcke müssen nun umgehend anfangen zu punkten. Das wissen auch die Verantwortlichen und Spieler beim FC. „Drei Punkte nach fünf Spielen, da müssen wir schleunigst anfangen zu punkten“, sagte beispielsweise Florian Kainz, einer der besten Kölner gegen die Bayern. „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm, hatten uns aber mehr erwartet. Wir müssen unsere Lehren ziehen und nächste Woche mit Vollgas auf drei Punkte gehen.“ Auch Veh erklärte nach der Partie: „Natürlich haben wir jetzt Druck, die drei Punkte waren unser Minimalziel.“

Mit der Hertha aus Berlin kommt am Sonntag ein Gegner ins RheinEnergieStadion, der in der Tabelle nur einen Punkt und einen Platz vor dem FC liegt und nach vier Spieltagen noch am Tabellenende gelegen hatte. Die Hauptstädter konnten nach der Punkteteilung am ersten Spieltag gegen die Bayern und drei Niederlagen in Folge erst am Samstag daheim gegen den SC Paderborn den ersten Saisonsieg feiern. Für den FC ist ein Sieg am Sonntag im Heimspiel fast schon Pflicht, um nicht nur die Berliner in der Tabelle wieder hinter sich zu lassen, sondern um nach sechs Spieltagen mit dann sechs Punkten durchatmen zu können.

„Es ist ein wichtiges Spiel für uns. Du brauchst ja auch Siege, um Selbstvertrauen zu bekommen“, sagte Veh und erklärte: „Es spielt sich heutzutage ja unheimlich viel mental ab. Wenn du nicht gewinnst, glaubst du irgendwann auch nicht mehr dran.“ Nach dem Spiel gegen Hertha, dem anschließenden Duell auf Schalke geht es nach der dann folgenden Länderspielpause für den FC Schlag auf Schlag gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf: Zunächst empfangen die Geißböcke Mit-Aufsteiger Paderborn, ehe zwei Auswärtsspiele beim 1. FSV Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf auf dem Spielplan stehen. Ein richtungsweisender Herbst also für den FC, der nach dem schweren Auftaktprogramm dringend Punkte bringen muss.

Art und Weise macht den Geißböcken Mut

Trotz der vier Niederlagen wird Armin Veh aber noch nicht unruhig. „Natürlich sind die Spiele jetzt wichtig. Aber für mich ist die Art und Weise ganz entscheidend. Wir sehen im Training, dass wir das immer wieder besser machen.“ In der Tat zeigte der FC in allen Spielen außer gegen Borussia Mönchengladbach ansehnliche Leistungen. „Bis auf die erste Halbzeit gegen Gladbach haben wir eigentlich immer ordentlich gespielt“, fand auch Veh. Dem Druck, den die Mannschaft nun verspürt, mussten die Kölner bereits nach zwei Niederlagen zu Beginn in Freiburg standhalten – und gingen am Ende als Sieger vom Platz. Die größte Gefahr sieht der Geschäftsführer darin, nach nur drei Punkten und dem Relegationsplatz hektisch zu werden. „Aber das werden wir nicht, weil man sieht, dass wir einen klaren Plan haben“, betonte Veh ruhig. „Ich verspüre keine Nervosität, aber wir sollten schon mal wieder ein Spiel gewinnen.“ Am Sonntag ab 18 Uhr gibt es dazu die nächste Möglichkeit.

21 Kommentare
  1. Uli E. says:

    Hallo Ziesi,
    meine Worte :-) es hilft nur ignorieren.
    Aber auch noch was inhaltliches von mir, ich finde es zu früh jetzt schon eine art Endspiel gegen Hertha auszurufen. Wenn ich unterstelle das Wolfsburg gegen Hoffenheim punktet dann haben wir gegen den 2. den 3. den 4 . den 5. und den 7. der aktuellen Tabelle bereits gespielt und stehen auf dem Relegationsplatz. 6 weitere Mannschaften sind nur einen einen Punkt oder einen Sieg vor uns.
    Ein echtes Urteil ob das System des Trainers funktioniert und ob die Neuzugänge uns wirklich weiter bringen erlaube ich mir erst nach dem 10. Spieltag. Ich wünsche mir das möglichst viele hier der ganzen Mannschaft diese Zeit geben sich zu finden und nicht jetzt schon alles in Frage stellen.
    Danke

    • udo schmidt says:

      Dem kann ich nur 100% zustimmen.An den nächsten 5 Spieltagen wird es ausschlaggebend sein ,daß die jungen Spieler(Easy, Bornauw) noch konstanter werden,die Bundesliganeulinge(Verstraete,Schindler,) sich an das Klima der 1.Liga anpassen,erfahrene Spieler (Modeste,Hector) sich erheblich steigern,die Laufbereitschaft bei einigen Spielern noch besser wird und der Trainer ein glückliches Händchen beweist.
      Die Voraussetzungen sind gut eine ordentliche Saison zu spielen.Aber zu lange darf die Negativ-Serie nicht anhalten, dann kommen die Köpfe ins Spiel und das hatten wir vor 2 Jahren schon mal.
      70 Minuten oder 50 oder eine Halbzeit gut zu spielen reicht in der 1.Liga nicht und das darf man sich auch nicht zu lange schön reden.

    • kalla lux says:

      Warum in aller Welt wird immer ignoriert das der Trainer seit dem 1.7 im Amt ist?
      Seit 4.7,da war Trainingsauftakt ist er am werken,von euch kommen aber immer nur die 5 Spiele BL. Die 2 Spiele in der Vorbereitung gegen Gegner wo nix kam,alles außen vor.
      Der Mann hat 1 1/2 Jahre Trainer Erfahrung und ihr glaubt im ernst nur weil er sympatisch ist wird das was….Prost Mahlzeit!
      Ich bin der Meinung das man nach 3 Monaten etwas erkennen muss nicht erst nach
      was weis ich wie vielen Spielen…

      • Uli E. says:

        Niemand ignoriert das. Aber die Neuen sind noch nicht alle seit dem 1.7. da und sie zu integrieren ist nicht so einfach, dazu kommt das die „alten Spieler“ sich auch erst an ein neues System gewöhnen müssen.
        Und ganz erhlich wenn Du zu unserem letztjährigen System keinen Unterschied erkennst dann ist das extrem schade, ich erkenn deutliche Unterschiede in unserem Spiel und meiner Meinung nach ist es nicht schlechter geworden. Was fehlt sind Punkte, aber ein Blick auf die Tabelle zeigt das es mindestens 8 Mannschaften ähnlich geht. Wir können antürlich auch sofrt wieder den Trainer demontieren und AV sowieso, danach wird dann alles besser??????

        • kalla lux says:

          Lies mal den neuen Artikel hier.Der trifft den Nagel auf den Kopf.
          Zeit geben ist nit mehr,egal ob für dem nettem AB noch für die Profis.
          Ich bin jetzt echt erstaunt,das du ein System erkennst was besser ist wie letztes Jahr.Was soll das den sein?Natürlich erkenne ich den Unterschied,nach vorne geht so gut wie garnix.Und das gefällt dir also? Nungut,jedem das seine.
          Ausserdem sehe ich unter AB keinerlei Verbesserung der „alten“Spieler,du etwa??
          Jugend ist wie eh und je außen vor, müssen sich gedulden.
          Wir sind nit Barca,aber da spielt ein 16 jähriger CL!!!!!!!!!
          Was also siehst du bitte….!! Außer das Punkte fehlen,die jetzt ja angeblich kommen werden???!!!

          • Uli E. says:

            ich sehe vor allem das unsere Gegner nicht mehr Bochum, Aue, St Pauli heißen die nicht jeden Fehler sofort ausnutzen, sondern Bayern, Dortmund, Gladbach und Wolfsburg die jede Kleinigkeit sofort bestrafen. Und ich sehe ein agressiveres Pressing als im letzten Jahr.
            Bitte was soll der Vergleich mit Barca? Haben wir so einen 16 Jährigen?? Vielleicht ist das unser Problem, das wir uns gerne mit den ganz Großen vergleichen anstatt mal Schritt für Schritt zu denken

          • kalla lux says:

            Selbst gegen solche Gegner würde es schwer,weil egal ob das Pressing erfolgreich ist,der Ball direkt wieder weg ist.
            Ich sehe 0,aber wirklich 0 Verbesserung,Weder im Spiel,noch bei den Spielern! Der Vergleich mit Barca,war einfach nur das bei einer Weltklasse Mannschaft ein 16 Jähriger SPIELT und nicht gesagt wird wie in Köln die jungen müssen sich gedulden.Weshalb,das könnte ich verstehen wen der jetzige Stamm „stark“ spielen würde!!!!
            Das wiederum sehe ich überhaupt nicht!

  2. MaxMoor Holger says:

    das könnte dir so passen mein lieber,wer sind sie das sie die regeln bestimmen.wir sind immer noch im Rechtsstaat und noch bei Kim Jong un!!!
    Maßen sie sich an!!!
    Nur der FCB Schickeria Stern des Südens Mia San Mia!!!
    O’ZAPFT is

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